12. August 2020

Corona-Virus

Das sollten Sie beachten

Für diakonische Träger und Einrichtungen haben wir hier ein Informationspaket zum Corona-Virus zusammengestellt mit Empfehlungen zu spezifischen Schutzmaßnahmen für den Ernstfall, Erlassen der Bundes- und Landesministerien und Vorlagen für Pandemiepläne.

Die Landesregierung NRW bündelt ihre Informationen rund um das Corona-Virus auf der neuen Seite land.nrw/coronafür Bürgerinnen und Bürger. Zusätzlich gibt es ein Corona-Bürgertelefon für Fragen zu den Maßnahmen zur Eindämmung der Virus-Ausbreitung. Die Nummer für das Bürgertelefon lautet: 0211 9119 1001.

Öffnung der Kindertagesbetreuung - ab 17. August

Familienminister Joachim Stamp hat den Regelbetrieb in der Kindertagesbetreuung für den 17. August 2020 angekündigt (28.07.). "Alle Kinder können dann – unter ständiger Berücksichtigung des Infektionsgeschehens, der Bedürfnisse der Kinder, der Interessen der Beschäftigten und der Belange der Familien – ihre Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege wieder im vertraglich vereinbarten Umfang besuchen. Für den Kita-Alltag bedeutet das vor allem, dass bewährte pädagogische Konzepte wieder umgesetzt werden können", schreibt die Landesregierung auf ihrer Website

Beschäftigte von öffentlichen und privaten Schulen, in Kindertageseinrichtungen sowie Kindertagespflegepersonen können sich seit Montag (03.08.) kostenlos und freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. Die Testungen sind zunächst bis zum 9. Oktober 2020 alle 14 Tage bei Hausärzten und in Testzentren möglich, schreibt das NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (30.07.). 

Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration NRW:

Corona-Prämie

1. Wer bekommt die volle Prämie ausgezahlt?
2. Wie wird die Prämienhöhe bei Teilzeitbeschäftigten bei weniger als 35 Wochenstunden berechnet?
3. Wie wird der Anspruch auf die Prämie berechnet, wenn Mitarbeitende innerhalb des Bemessungszeitraums zeitweilig in Kurzarbeit sind/waren?

Meldefrist: Die Arbeitgeber der Beschäftigten in den stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen, die bis zum 1. Juni 2020 die Voraussetzungen für die Corona-Prämie erfüllen, haben eine Meldefrist bis zum 19. Juni 2020. 

Die Auszahlung der Corona-Prämie für Pflegekräfte in der stationären und ambulanten Pflege wird über die Pflegekassen und den Arbeitgeber abgewickelt: Die Arbeitgeber müssen den Pflegekassen melden, wer von ihren Beschäftigten in welcher Höhe Anspruch auf die Prämie haben. Aufgrund dieser Meldung erhalten die Arbeitgeber von den Pflegekassen eine Vorauszahlung, die sie spätestens mit der nächsten regulären Gehaltsauszahlung an die Beschäftigten weiterleiten müssen. Eine erste Auszahlung der Corona-Prämie an diejenigen Beschäftigten, die bereits jetzt die Voraussetzung zum Erhalt der Prämie erfüllen, ist bis zum 15. Juli anvisiert. 

Sozialschutz-Paket

Das Gesetz soll zu einem leichteren Zugang zu sozialer Sicherung führen, um die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in der Gesellschaft abzufedern.

Diakonie RWL

Arbeits- und Sozialrecht in der Corona-Krise

An die Mitglieder der Diakonie RWL einschließlich Mitarbeitervertretungen: Hier finden Sie all unsere Informationen zum Arbeits- und Sozialrecht in Bezug auf die Coronakrise.
 

 

Krankenhaus und Gesundheit

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hat Änderungen an der Krankenhausförderung vorgenommen, 31.03.2020 - gemäß § 18 Abs.1 und 2 KHGG NRW gibt es folgende Änderungen: 1.Die pauschalen Fördermittel - Baupauschale und Pauschale für kurzfristige Anlagegüter - werden abweichend von der bisherigen Regelung bereits zum 01.04.2020 ausgezahlt. 2. Die pauschalen Fördermittel können vorübergehend zur Zwischenfinanzierung von Ausgaben, die infolge der Corona-Virus-Pandemie entstehen sowie zur Sicherstellung der Liquidität eingesetzt werden. Einzelheiten befinden sich im offiziellen Schreiben des Ministeriums. Beigefügt ist ebenfalls das Investitionsprogramm 2020, aus dem die Fallwerte für die Baupauschale und die Pauschale für die kurzfristigen Anlagegüter zu finden sind.

 

Teilhabe, Inklusion und Pflege

Aufgrund des gemeinsamen Drucks der Freien Wohlfahrtspflege NRW mit zahlreichen Interessenvertretern (Krankenkassen, Krankenhäusern, LAG FW, private Pflegeverbände, Städtetag, Landkreistag) zeigte die Kritik an der Corona-Aufnahme-Verordnung endlich Erfolg.
"Unsere Kritik an der neuen Corona-Aufnahme-Verordnung ist angekommen. Das freut uns. Jetzt wird nachgebessert. Wir hätten weder die räumlichen Kapazitäten noch das Personal für diese Quarantäne- und Isolationsmaßnahmen gehabt," sagt Christian Heine-Göttelmann, Vorstand der Diakonie RWL.

 

Nachbarschaftshilfen in der Corona-Krise

Das Corona-Virus hat unseren Alltag fest im Griff: Unsere Bewegungsfreiheit ist drastisch eingeschränkt und Hilfestellungen im häuslichen Umfeld drohen wegzubrechen. Gerade für alte Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko ist das ein Problem. Es braucht die Unterstützung von Menschen der direkten Nachbarschaft. Die Diakonie RWL gibt Tipps zur Vernetzung der Nachbarschaftshilfen vor Ort.

 

Fördermittel in Zeiten von Corona

Die Corona-Pandemie kann auch Auswirkungen auf geförderte Projekte und Maßnahmen haben. Das Zentrum Drittmittel und Fundraising der Diakonie RWL bündelt die Regelungen und Hinweise, die von diversen Fördermittelgebern herausgegeben werden.

 

Rechnungsversand digital

Aufgrund der aktuellen Situation stellen zunehmend Unternehmen ihren Rechnungsversand auf digital um. Das bedeutet, dass die Rechnungen nicht mehr wie üblich auf dem Postweg versendet werden, sondern digital als PDF-Dokument übermittelt werden. Bitte nutzen sie dafür ausschließlich unsere zentrale Adresse für Eingangsrechnungen: Buchhaltung@Diakonie-RWL.de. Wir bedanken uns für ihr Verständnis.

 

Coro-Letter der Freien Wohlfahrtspflege NRW

Mit dem Corona-Newsletter wendet sich die Freie Wohlfahrtspflege NRW an die Mitgliedsverbände und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. "Ziel ist es, aktuelle Sachstände der Bemühungen, die soziale Infrastruktur in NRW zu schützen und den von uns betreuten Menschen zu helfen, darzustellen", heißt es in dem ersten Newsletter.  

"Wir müssen uns darauf einstellen, dass diese Pandemie im Laufe der nächsten Monate weite Teile der Bevölkerung ergreift, bevor überhaupt Medikamente oder gar Impfstoffe erfolgversprechend eingesetzt werden. Virologen rechnen damit, dass zunächst mindestens 70 Prozent der Bevölkerung infiziert werden und sich dieser Prozess nicht verhindern, sondern nur verlangsamen lässt. Wenn es gelingt, die exponentielle Kurve der Ausbreitung des Virus abzuflachen, schützen wir das Gesundheitssystem vor einer akuten Überlastung. Nur dann haben mehr Menschen die Chance auf eine optimale Behandlung," sagt Dr. Frank J. Hensel , LAG-Vorsitzender der Freien Wohlfahrtspflege NRW (Coro-Letter, Nr. 2, 09.04.2020).  

 

Diakonie Deutschland

 

Ministerien Land: NRW, RLP, Saarland

 

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW 

Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW

Landesregierung NRW

Landesregierung Rheinland-Pfalz

Landesregierung Saarland

 

Ministerien Bund

Bundesgesundheitsministerium

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Bundesagentur für Arbeit

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Bundesministerium für Finanzen

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

  • Ein Überblick über konjunkturelle Unterstützungsprogramme des Bundes und der Länder zur Überbrückung der Corona-Krise finden Sie auf der Internetseite des Ministeriums.

Robert-Koch-Institut

 

Das Corona-Virus leicht erklärt

Wie kann man eigentlich das Corona-Virus verständlich vermitteln? Dazu hat die Zeitung "Das Parlament" vom Deutschen Bundestag eigens einen leicht erklärten Beitrag "Das Corona-Virus" herausgebracht. Hier finden Sie alles rund um die Fragen: was macht das Corona-Virus?, wie hat es sich ausgebreitet?, was wird gegen das Virus unternommen?, was sagt die Forschung?, was bedeutet eigentlich eine "Quarantäne"? und wie sollte man sich jetzt verhalten? Danke an die Redaktion von "Das Parlament".

Verdachtsfälle

Sollten Verdachtsfälle vor Ort bekannt werden, sind die Anweisungen des Gesundheitsamtes sowie der örtlichen Behörden umzusetzen. Informationen zur Meldung von Verdachtsfällen von COVID-19 gibt das Robert Koch-Institut hier. Im Merkblatt Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Corona-Virus (SARS-CoV-2)finden Sie weitere Hinweise. Auf das Händeschütteln sollte derzeit nach Möglichkeit verzichtet werden.

Pandemieplan entwickeln

Träger und Einrichtungen sollten sich mit den länderspezifischen und nationalen Pandemieplänen vertraut machen. Bestimmte Einrichtungen – hierzu zählen auch ambulante Pflegeeinrichtungen – sind gehalten, eigene Pandemiepläne zu entwickeln und im Bedarfsfall umzusetzen. Zur Gefährdungsbeurteilung greift die TRBA 250, "Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege", der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Hinweise zur Erstellung eines solchen Plans können sowohl dem nationalen Pandemieplan (Kapitel 5 S. 51 ff) als auch den Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung der Unfallversicherer entnommen werden. Die Empfehlungen der Bezirksregierung Münster und des Landes Niedersachsen enthalten weitergehende Hinweise für Pflegeeinrichtungen. Im Normalfall reichen einfache hygienische Schutzmaßnahmen aus.

Pandemieplan für stationäre Pflegeeinrichtungen vom Vincentz-Verlag: "Heimbewohner sind durch ihr hohes Alter und oftmals Mehrfacherkrankungen im Hinblick auf eine Infektion mit dem sogenannten Corona-Virus besonders gefährdet. Der Pandemieplan führt die wichtigsten Tipps zusammen, um Bewohner und Mitarbeiter in stationären Pflegeeinrichtungen bestmöglich vor einer Infektion zu schützen," schreibt der Vincentz-Verlag.

Eine Vorlage für einen Pandemieplan, der individuell angepasst werden kann, hat der ambulante Pflegedienst proVida GmbH entwickelt. Den Plan finden Sie hier.

Aktuelle Informationen erhalten Sie jederzeit auf der Seite des Robert Koch-Instituts.

 

Quelle: Diakonie RWL; Kirsten Schwenke, Christoph Bürgener, Bundesdiakonie, Robert Koch-Institut, Ministerien Bund und Land

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