Das Bundesinnenministerium will die Förderung der Asylverfahrensberatung (AVB) einstellen, die Freie Wohlfahrtspflege auf Bundes- und Landesebene fordert den Ausbau der Beratung. Julia Gorlt ist eine von mehr als 40 Berater*innen in NRW. Im Interview spricht sie über das Aufnahmesystem, Beratungsgespräche als Demokratiearbeit und Botschaften an Innenminister Dobrindt.
Wenn eine Wunde nicht innerhalb von vier bis zwölf Wochen heilt oder wenigstens zu heilen beginnt, sprechen Fachleute von einer chronischen Wunde. Besonders chronisch kranke und alte Menschen sind anfällig für solche Wunden. Darum ist es wichtig, dass sich Pflegefachkräfte ambulanter Dienste für die Behandlung spezialisieren. Wie die Diakonie RWL diesen Prozess begleitet.
Welche Themen beschäftigen Mitarbeitende – Haupt- wie Ehrenamtliche – in den Bahnhofsmissionen in Nordrhein-Westfalen? Beim Fachtag „Mission Zukunft: Herausforderungen für die Bahnhofsmissionen“ tauschten sich die Teilnehmenden aus, berichteten von ihren Erfahrungen und formulierten ihre Forderungen. Drei Stimmen aus der Praxis:
Die Bahnhofsmissionen sind Anlaufstelle für alle Menschen – von Reisenden bis hin zu Menschen in existenziellen Notlagen. Eine Landesförderung von 1,25 Millionen Euro hat 2025/2026 zusätzliche Projekte und wissenschaftliche Analysen möglich gemacht. Beim Fachtag zeigte sich, wie wichtig und zugleich herausfordernd die vielfältige Arbeit der Bahnhofsmissionen heute ist. Und wie hilfreich die durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales geförderten Projekte sind.
Fast 120.000 Frauen schuften in den honduranischen Textilfabriken – vor allem für internationale Modefirmen. Dabei setzen sie ihre Gesundheit aufs Spiel. Ein Projekt von Brot für die Welt klärt die Näherinnen über ihre Rechte auf: nicht nur am Internationalen Frauentag.
In diesem Jahr ist es ein Vierteljahrhundert her, dass der Verein „Diakonisches Werk im Kirchenkreis Aachen e.V.“ zu seiner Gründungsversammlung zusammengekommen ist. Andreas Schäffer engagiert sich dort seit zwei Jahren ehrenamtlich im Vorstand. Der Professor im Ruhestand für Umweltwissenschaften an der RWTH Aachen warnt: In den vergangenen 25 Jahren stand die diakonische Arbeit noch nie so sehr unter Druck wie aktuell. Steigende Kosten, schwindende finanzielle Unterstützung, Fachkräftemangel und wachsende Bürokratie gefährden ihre Handlungsfähigkeit. Ein Weckruf zum Jubiläum.
Das Bundesinnenministerium schränkt den Zugang zu Integrationskursen ein, um Kosten zu sparen. Warum das Bündnis "Gesamtprogramm Sprache", in dem sich auch die Diakonie engagiert, einen weiterhin uneingeschränkten Zugang zu Integrationskursen für geflüchtete und zugewanderte Menschen fordert.
Weiterhelfen, begleiten, Halt geben, Mut machen – die 23 nordrhein-westfälischen Bahnhofsmissionen bieten viele Leistungen, für die sie derzeit um Menschlichkeit und Spenden werben. Das Landesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) unterstützt die Kampagne. Zum heutigen Auftakt geht es deshalb auch ums Dankbarsein – bei einem gemeinsamen Fototermin in Düsseldorf.
Immer mehr Menschen brauchen Pflege. Gleichzeitig steigen die Kosten. Wie eine professionelle Versorgung dennoch gesichert werden kann, darum ging es beim Fachtag des Evangelischen Verbands für Altenarbeit (EVA) des Diakonischen Werks Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL.
Im Dezember 2026 wird es zehn Jahre her sein, dass das Bundesteilhabegesetz (BTHG) in Deutschland verabschiedet wurde. Ein Gesetz, das die Rechte von Menschen mit Behinderungen stärken und ihnen zu mehr Selbstbestimmung verhelfen soll. Was bislang bundesweit daraus gemacht wurde? Zu wenig. Wie eine inklusive Gesellschaft in Nordrhein-Westfalen trotz Kostendruck doch noch gelingen könnte, darüber diskutierten nun die Teilnehmenden beim Fachtag der Arbeitsgemeinschaft Bundesteilhabegesetz (AG BTHG) im evangelischen Fachverband für Teilhabe und Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen – Diakonie RWL.