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Liranda

„Manchmal muss man es einfach wagen“ – Lirandas Weg in die Pflege

Fast alles war neu: das Land, das Essen, die Kultur, die Sprache – und der Beruf. Mittendrin die damals 23-jährige Liranda Gjukaj. Mit viel Mut und Hoffnung verließ die heute 26-Jährige vor zweieinhalb Jahren ihr Heimatland Kosovo. In ihren Händen hielt sie ein One-Way-Ticket. Ihr Ziel: das evangelische Altenheim Rheinwaldheim der Diakonie in Rheinbrohl. Denn hier im 4.200 Seelendorf im nördlichen Rheinland-Pfalz wartete nicht nur ein Ausbildungsplatz in der Pflege auf sie, sondern auch ihr neues Zuhause. 

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Der NRW-Landtag in Düsseldorf.

Steigende soziale Bedarfe bleiben unberücksichtigt

Die Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen bewertet den Entwurf des Landeshaushalts 2026 ambivalent: Während keine großflächigen Kürzungen wie in den vorherigen Jahren geplant sind, bleibt die soziale Infrastruktur weiterhin strukturell unterfinanziert.

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Tagespflege Vielfalt in Heerdt, Pflegefachkraft Julia van Hasselt und Gäste

"Einfach sein, wie wir sind"

Im Alter fühlen sich queere Menschen oft unsicher. Besonders dann, wenn sie Pflege brauchen. Viele von ihnen leben zurückgezogen, weil sie in der Vergangenheit Diskriminierung erlebt haben. Nun fürchten sie, dass sie in der Pflegeeinrichtung erneut ausgegrenzt werden. Die Tagespflege Vielfalt will ein sicherer Ort für alle sein – unabhängig von sexueller Orientierung und Lebensgeschichte.  

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Julia Winterfeld, Gewinnerin LAG FW Preis in der Kategorie Soziales Engagement mit der Jury beim Audiopreis der Landesanstalt für Medien

Radio Vest gewinnt in der Kategorie "Soziales Engagement"

Die Landesanstalt für Medien NRW hat den diesjährigen Audiopreis verliehen. Der von der Freien Wohlfahrtspflege Nordrhein-Westfalen gestiftete Preis in der Kategorie "Soziales Engagement" geht an Radio Vest. Ausgezeichnet wurde die von Redakteurin Julia Winterfeld verantwortete Kampagne "Mehr Herz im Kreis".

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Die Auszubildenden, Eldrix, Ivy und John mit ihrer Ausbilderin Frau Mann (2. v. l.)

Die Pflege-Zukunft von den Philippinen

Als Ivy, John, Eldrix und ihre 25 Kolleg*innen aus den Philippinen für ihre Ausbildung in der Pflege nach Ostwestfalen kamen, standen nicht nur Wohnungen und Arbeitsplätze bereit – sogar Fahrräder und ein Fahrradkurs warteten auf sie. Heute sind sie längst ein unverzichtbarer Teil des Teams. Sie bringen Herz, Fachwissen und neuen Schwung in die Pflegeheime des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Vlotho und zeigen, wie Pflege Zukunft hat.

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v.l.: Sarah Haßelmann (Vertreterin der Freien Wohlfahrtspflege NRW), Mira Berlin (Projektleitung Dokumentation und Berichtswesen im Netzwerk ada.nrw), Gülgün Teyhani (Geschäftsführerin und Antidiskriminierungsberaterin des Anti-Rassismus Informations-Centrum, ARIC-NRW e.V.)

Beratungszahlen steigen, Schutzlücken bleiben

Das Netzwerk für Antidiskriminierungsarbeit der Freien Wohlfahrtspflege NRW (Netzwerk ada.nrw) stellt seinen Jahresbericht 2024 vor – mit alarmierenden Zahlen: 1.043 neue Fälle wurden im vergangenen Jahr in den 42 ADA-Beratungsstellen dokumentiert. Das entspricht einem Anstieg um rund 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das ist nur die Spitze des Eisbergs, die Dunkelziffer der Fälle, die nicht gemeldet werden, ist hoch.

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Geoffrey Shilongo, Yousra Litime und Tatiana Madzu Defo, internationale Pflegekräfte im Haus Bavier in Erkrath

"Ich möchte Freude zu den Menschen bringen"

Sie sind hoch qualifiziert, haben sich aus ihren Heimatländern per Video in Erkrath beworben und sie sind nicht mehr wegzudenken aus der PflegeEinrichtung der Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann: Geoffrey Shilongo, Yousra Litime und Tatiana Madzu Defo gehören zu den internationalen Pflegekräften im Haus Bavier in Erkrath. Warum Integration hier so gut klappt.

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Heilpädagogische Wohngruppe Diakonie Wuppertal Kind malt

Ein sicheres Zuhause auf Zeit

Fast 60 Kinder und Jugendliche leben in den Wohngruppen der Diakonie Wuppertal – weil ihre Eltern aus ganz verschiedenen Gründen nicht für sie sorgen können. Die einen bleiben nur kurz. Die anderen werden hier erwachsen. Warum solche Angebote so wichtig sind.

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Mert Sayim, Dr. Manuel Kamp, PDin Anja Kleimann, Kirchenrat Rafael Nikodemus, Julian Engelmann

Fast jede vierte abgeschobene Person in NRW war ein Kind

Mit 3.007 rückgeführten Personen wurden im Jahr 2024 deutlich mehr Menschen über die Flughäfen in Nordrhein-Westfalen abgeschoben als 2023 (2.470 Personen). Der Anteil der Kinder lag dabei bei 22,54 Prozent (678 Kinder). Grund dafür ist unter anderem die fortgeführte "Rückführungsoffensive" der Bundesregierung, die sich durch mehrere Migrationsabkommen für vereinfachte Abschiebungen sowie eine geänderte Abschiebungspraxis in Länder wie zum Beispiel den Irak und stark gestiegene Dublin-Überstellungen auf die Zahl der Abschiebungen auswirkt. Der Flughafen Düsseldorf bleibt weiterhin einer derjenigen, über die bundesweit die meisten Abschiebungen erfolgen.

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Flugzeug am Flughafen hebt ab, im Vordergrund ein Zaun

Die andere Perspektive – wie Menschen ihre Abschiebung erleben

Frühmorgens, Flughafen Düsseldorf. Eine Frau wird von drei Bundespolizist*innen aus dem Auto der Ausländerbehörde bis in das Abschiebungsterminal am Flughafen Düsseldorf begleitet. An ihrer Hand läuft eines ihrer Kinder, das andere Kind trägt sie im Arm. Hinter jeder Abschiebung steckt eine Geschichte. Eine von vielen lesen Sie hier. 

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