Den Haushaltsentwurf für 2017 und eine neue Beitragsordnung haben die Delegierten in Dortmund auf der Hauptversammlung der Diakonie RWL beschlossen. Danach sollen ab 2018 nahezu alle Mitglieder den Mitgliedsbeitrag auf der gleichen Berechnungsgrundlage von 50 Euro je vollzeitbeschäftigtem Mitarbeitenden entrichten. Es war die erste Sitzung nach der vollzogenen Verschmelzung der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe.
Abgelehnte Asylbewerber werden in NRW immer häufiger trotz Krankheit und schwerer Traumatisierung in ihr Herkunftsland zurückgeflogen. Angesichts der hohen Zahl an Abschiebungen rücken die bisherigen humanitären Standards in den Hintergrund, so die Abschiebungsbeobachterin der Diakonie RWL, Dalia Höhne. Sie vermisst einen "ausnahmslos verantwortungsvollen Umgang" der Behörden bei der Abschiebung kranker Menschen.
Noch nie haben die Migrationsdienste für Erwachsene und junge Menschen so viele Zuwanderer begleitet wie heute. Bundesweit ist die Zahl der Beratungen seit 2012 um fast die Hälfte gestiegen – und sie erhöht sich weiter. In einer bundesweiten Aktionswoche vom 12. bis 16. September 2016 fordern die Wohlfahrtsverbände daher 27 Millionen Euro für den Ausbau ihrer Arbeit. Diakonie RWL-Referent Manfred Hoffmann erklärt, was mit dem Geld geschehen soll.
Die diakonischen Landesverbände Rheinland und Westfalen-Lippe haben gestern in Essen die Fusion zum Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. beschlossen. Die endgültige Zusammenführung der Werke dauerte acht Jahre. Kirche und Diakonie setzen auf eine starke politische Vertretung.
Die Erwartungen an die theologischen Vorstände großer diakonischer Verbände und Einrichtungen sind hoch. Sie sollen authentisch für christliche Nächstenliebe und soziale Gerechtigkeit stehen und gleichzeitig Managementqualitäten und Durchsetzungsvermögen in der Politik mitbringen. Die Diakonie RWL hat jetzt ein Theologisches Forum gestartet, das den Austausch untereinander, aber auch mit der Wissenschaft ermöglicht. Pastorin Barbara Montag erklärt, worum es dabei geht.
Die Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland hat am Freitag ein neues Diakoniegesetz beschlossen. Damit ist der Weg frei für die vollständige Fusion zu einem gemeinsamen Diakonischen Werk der drei Landeskirchen Rheinland, Westfalen und Lippe. Die Synoden der beiden anderen Landeskirchen hatten schon im Herbst in diesem Sinne votiert.
Sie sind arbeitslos, arm und überschuldet: In NRW gibt es immer mehr Hartz IV-Empfänger, die Darlehen beim Jobcenter aufnehmen. Sonst können sie Stromnachzahlungen oder eine Mietkaution nicht bezahlen. Laut aktuellem Arbeitslosenreport der Freien Wohlfahrtspflege NRW, zu der auch die Diakonie RWL gehört, stieg die Summe der monatlich gezahlten Darlehen von rund 1,4 auf über 2,5 Millionen Euro an.
Zwei wesentliche Themen bestimmten die Diskussionen bei der Hauptversammlung der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe: die Verstärkung der Flüchtlingsarbeit und der weitere Weg, den Landesverband zu konsolidieren. "Die Beratungstätigkeit in der Flüchtlingsarbeit wird erweitert", kündigte RWL-Vorstand Christian Heine-Göttelmann in seinem Bericht an.
Alle Flüchtlinge träumen von einem besseren Leben in Deutschland. Doch längst nicht alle dürfen bleiben. Nach der neuen Asylreform sind rechtmäßig abgelehnte Asylbewerber möglichst schnell abzuschieben. Das geschieht auch am Düsseldorfer Flughafen. Dort ist die Zahl der sogenannten Rückführungen stark gestiegen. Abschiebebeobachterin Dalia Höhne von der Diakonie RWL achtet darauf, dass die Menschenrechte dabei im Blick bleiben. Eine zunehmend schwierige Aufgabe.
Düsseldorf/Münster, 30. Oktober. Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe fordert von der Politik mehr Anstrengungen zur Integration der Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt. Das neue, am 1. November beginnende Programm für Flüchtlinge und Langzeitarbeitslose „Neustart in Deutschland“ sei ein „erster Schritt in die richtige Richtung“, erklärt Vorstand Christian Heine-Göttelmann. Es finanziert bundesweit für rund 100.000 Flüchtlinge, die seit mindestens drei Monaten hier sind, Hospitanzen und Praktika sowie Sprach- und Integrationskurse. „Doch wir brauchen jetzt umfassendere Maßnahmen und Angebote, damit die vielen Flüchtlinge möglichst schnell in Arbeit kommen.“