Pressemitteilungen

Neuer Gedenkort zum Martinstift macht das Leid der Betroffenen sichtbar

Eine Gedenkstele auf dem Gelände des ehemaligen Evangelischen Schülerheims Martinstift in Moers erinnert seit heute Nachmittag an die Gewalttaten, denen Schüler Anfang der 1950er Jahre an diesem Ort ausgesetzt waren. „Wir waren die späten Opfer des von unserer Elterngeneration getragenen ,totalen Kriegs‘ eines mörde­rischen Regimes gegen jede Form von Mitmenschlichkeit“, sagte Dr. Gerhard Stärk, einer der Betroffenen, die die Aufarbeitung in Gang gesetzt hatten, in seiner Rede.

Freie Wohlfahrtspflege NRW weist Neutralitätsforderungen der AfD entschieden zurück

"Zivilgesellschaft braucht Meinungsfreiheit – keine Einschüchterung durch Scheinargumente!"

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege NRW nimmt mit großer Sorge den Antrag "Wahrung der politischen Neutralität bei öffentlich geförderten Trägern der Kinder- und Jugendhilfe statt parteipolitischer Agitation" der AfD-Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen zur Kenntnis. In dem Antrag wird eine parteipolitische Neutralität von öffentlich geförderten freien Trägern der Kinder‐ und Jugendhilfe gefordert. Die politische Betätigung von Freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe solle so kontrolliert und beschränkt werden.

100 Jahre Hilfe

Mit einem Fest auf dem Vorplatz des Eurobahnhofs Saarbrücken feierte die Ökumenische Bahnhofsmission ihr 100-jähriges Bestehen. Die Träger, die Diakonie Saar und der Caritasverband für Saarbrücken und Umgebung e.V., richteten ein Programm mit viel Musik und einer Ehrung für die Ehrenamtlichen aus.

Steigende soziale Bedarfe bleiben unberücksichtigt

Freie Wohlfahrtspflege NRW zum Haushaltsplanentwurf 2026 der Landesregierung

Die Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen bewertet den Entwurf des Landeshaushalts 2026 ambivalent: Während keine großflächigen Kürzungen wie in den vorherigen Jahren geplant sind, bleibt die soziale Infrastruktur weiterhin strukturell unterfinanziert.

Radio Vest gewinnt in der Kategorie "Soziales Engagement"

Audiopreis der Landesanstalt für Medien NRW

Die Landesanstalt für Medien NRW hat den diesjährigen Audiopreis verliehen. Der von der Freien Wohlfahrtspflege Nordrhein-Westfalen gestiftete Preis in der Kategorie "Soziales Engagement" geht an Radio Vest. Ausgezeichnet wurde die von Redakteurin Julia Winterfeld verantwortete Kampagne "Mehr Herz im Kreis".

Beratungszahlen steigen, Schutzlücken bleiben

Jahresbericht 2024 vom Netzwerk für Antidiskriminierungsarbeit NRW (ada.nrw)

Das Netzwerk für Antidiskriminierungsarbeit der Freien Wohlfahrtspflege NRW (Netzwerk ada.nrw) stellt seinen Jahresbericht 2024 vor – mit alarmierenden Zahlen: 1.043 neue Fälle wurden im vergangenen Jahr in den 42 ADA-Beratungsstellen dokumentiert. Das entspricht einem Anstieg um rund 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das ist nur die Spitze des Eisbergs, die Dunkelziffer der Fälle, die nicht gemeldet werden, ist hoch.

Fast jede vierte abgeschobene Person in NRW war ein Kind

Abschiebungsbeobachtung: Vertreter*innen des Forums Flughäfen in NRW kommentieren die Dokumentation

Mit 3.007 rückgeführten Personen wurden im Jahr 2024 deutlich mehr Menschen über die Flughäfen in Nordrhein-Westfalen abgeschoben als 2023 (2.470 Personen). Der Anteil der Kinder lag dabei bei 22,54 Prozent (678 Kinder). Grund dafür ist unter anderem die fortgeführte "Rückführungsoffensive" der Bundesregierung, die sich durch mehrere Migrationsabkommen für vereinfachte Abschiebungen sowie eine geänderte Abschiebungspraxis in Länder wie zum Beispiel den Irak und stark gestiegene Dublin-Überstellungen auf die Zahl der Abschiebungen auswirkt. Der Flughafen Düsseldorf bleibt weiterhin einer derjenigen, über die bundesweit die meisten Abschiebungen erfolgen.

Aktionswoche: Wir gestalten Zukunft

Premiere für Woche der Erziehungshilfe 2025

Die Freie Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen richtet zusammen mit dem VPK-Landesverband NRW e.V. vom 1. bis 5. September 2025 erstmals die Woche der Erziehungshilfe aus. Unter dem Motto "Wir gestalten Zukunft mit Kindern, Jugendlichen und Familien" soll eine Woche lang landesweit sichtbar werden, wie vielfältig, engagiert und unverzichtbar die Hilfen zur Erziehung in NRW sind.

Wohnungskrise in NRW spitzt sich zu

Bündnis „Wir wollen wohnen!“ fordert eine soziale Wohnungspolitik in den Kommunen

Bezahlbares Wohnen ist eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit, auch in NRW. Die Mieten steigen, Sozialwohnungen verschwinden, und Menschen mit geringem Einkommen werden verdrängt. Seit 2021 sind die Mieten in den meisten Großstädten NRWs um mehr als 20 Prozent gestiegen, wie Zahlen der Empirica Preisdatenbank zeigen. Der Bestand an Sozialwohnungen ist von 1,3 Millionen (1990) auf aktuell 422.000 gesunken. Bis 2030 fallen nach Berechnungen der NRW-Bank rund 40 Prozent dieser Wohnungen aus der Preisbindung. Zudem liegt die Leerstandsquote mit landesweit 1,4 Prozent unter den von Fachleuten empfohlenen 3 Prozent, was auf einen angespannten Wohnungsmarkt hindeutet. 2024 wurden in NRW 122.170 wohnungslose Menschen offiziell erfasst. Mit einem Plus von 13.500 im Vergleich zum Vorjahr ist das ein neuer Höchststand.

Spenden für Katastrophenbewältigung in Deutschland und Europa nehmen zu

Diakonie Katastrophenhilfe veröffentlicht Jahresbilanz 2024

Die Hochwasser in Süddeutschland, Tschechien, Polen und in Spanien haben das Spendenergebnis der Diakonie Katastrophenhilfe im Jahr 2024 maßgeblich beeinflusst. „Wir erleben zunehmend Naturkatastrophen vor der eigenen Haustür. Viele Menschen sind direkt betroffen. Dadurch wächst die Anteilnahme auch in unserer Region. Dafür danke ich von Herzen allen Spenderinnen und Spendern“, sagt Kirsten Schwenke, Vorständin der Diakonie RWL. 6.700.579 Euro Spenden hat das evangelische Hilfswerk in Rheinland, Westfalen und Lippe 2024 erhalten. Insgesamt sind Spenden an die Diakonie Katastrophenhilfe für die weltweite Hilfe zurückgegangen.