Pressemitteilungen

Fast jede vierte abgeschobene Person in NRW war ein Kind

Abschiebungsbeobachtung: Vertreter*innen des Forums Flughäfen in NRW kommentieren die Dokumentation

Mit 3.007 rückgeführten Personen wurden im Jahr 2024 deutlich mehr Menschen über die Flughäfen in Nordrhein-Westfalen abgeschoben als 2023 (2.470 Personen). Der Anteil der Kinder lag dabei bei 22,54 Prozent (678 Kinder). Grund dafür ist unter anderem die fortgeführte "Rückführungsoffensive" der Bundesregierung, die sich durch mehrere Migrationsabkommen für vereinfachte Abschiebungen sowie eine geänderte Abschiebungspraxis in Länder wie zum Beispiel den Irak und stark gestiegene Dublin-Überstellungen auf die Zahl der Abschiebungen auswirkt. Der Flughafen Düsseldorf bleibt weiterhin einer derjenigen, über die bundesweit die meisten Abschiebungen erfolgen.

Aktionswoche: Wir gestalten Zukunft

Premiere für Woche der Erziehungshilfe 2025

Die Freie Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen richtet zusammen mit dem VPK-Landesverband NRW e.V. vom 1. bis 5. September 2025 erstmals die Woche der Erziehungshilfe aus. Unter dem Motto "Wir gestalten Zukunft mit Kindern, Jugendlichen und Familien" soll eine Woche lang landesweit sichtbar werden, wie vielfältig, engagiert und unverzichtbar die Hilfen zur Erziehung in NRW sind.

Wohnungskrise in NRW spitzt sich zu

Bündnis „Wir wollen wohnen!“ fordert eine soziale Wohnungspolitik in den Kommunen

Bezahlbares Wohnen ist eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit, auch in NRW. Die Mieten steigen, Sozialwohnungen verschwinden, und Menschen mit geringem Einkommen werden verdrängt. Seit 2021 sind die Mieten in den meisten Großstädten NRWs um mehr als 20 Prozent gestiegen, wie Zahlen der Empirica Preisdatenbank zeigen. Der Bestand an Sozialwohnungen ist von 1,3 Millionen (1990) auf aktuell 422.000 gesunken. Bis 2030 fallen nach Berechnungen der NRW-Bank rund 40 Prozent dieser Wohnungen aus der Preisbindung. Zudem liegt die Leerstandsquote mit landesweit 1,4 Prozent unter den von Fachleuten empfohlenen 3 Prozent, was auf einen angespannten Wohnungsmarkt hindeutet. 2024 wurden in NRW 122.170 wohnungslose Menschen offiziell erfasst. Mit einem Plus von 13.500 im Vergleich zum Vorjahr ist das ein neuer Höchststand.

Spenden für Katastrophenbewältigung in Deutschland und Europa nehmen zu

Diakonie Katastrophenhilfe veröffentlicht Jahresbilanz 2024

Die Hochwasser in Süddeutschland, Tschechien, Polen und in Spanien haben das Spendenergebnis der Diakonie Katastrophenhilfe im Jahr 2024 maßgeblich beeinflusst. „Wir erleben zunehmend Naturkatastrophen vor der eigenen Haustür. Viele Menschen sind direkt betroffen. Dadurch wächst die Anteilnahme auch in unserer Region. Dafür danke ich von Herzen allen Spenderinnen und Spendern“, sagt Kirsten Schwenke, Vorständin der Diakonie RWL. 6.700.579 Euro Spenden hat das evangelische Hilfswerk in Rheinland, Westfalen und Lippe 2024 erhalten. Insgesamt sind Spenden an die Diakonie Katastrophenhilfe für die weltweite Hilfe zurückgegangen.

Mehr als 70 Millionen Euro Spenden für Brot für die Welt im vergangenen Jahr

Evangelisches Entwicklungswerk legt Jahresbilanz vor – 15,5 Millionen Euro Spenden aus dem Rheinland, Westfalen und Lippe

Brot für die Welt hat im vergangenen Jahr bundesweit deutlich mehr Spenden und Kollekten von Privatpersonen und Gemeinden erhalten. Im Gebiet der evangelischen Landeskirchen Rheinland, Westfalen und Lippe waren es 15,5 Millionen Euro, das ist deutlich mehr als 2023 (2023: 13,2 Millionen Euro, Steigerung um 17 Prozent). Deutschlandweit spendeten die Menschen 4,6 Millionen Euro mehr als im Jahr 2023.

Neue Studie zu Langzeitarbeitslosigkeit

Individuelle Begleitung und wohlwollender Druck können bei der Rückkehr in den Arbeitsmarkt unterstützen

Obwohl viele Stellen unbesetzt sind, gelingt es langzeitarbeitslosen Menschen oft nicht, wieder in den Arbeitsmarkt zurückzufinden. Warum das so ist, zeigt eindrücklich die heute veröffentlichte Studie „Arbeit lohnt sich immer?! – Zwischen Sollen, Wollen und Können. Warum Langzeitarbeitslose trotz Fach- und Arbeitskräftemangel selten in den Arbeitsmarkt eintreten“ des Evangelischen Fachverbandes für Arbeit und soziale Integration (EFAS). Wissenschaftlich begleitet wurde die Studie von Professor Franz Schultheis (Zeppelin Universität Friedrichshafen) und Professorin Claudia Schulz (Ev. Hochschule Ludwigsburg).

Schneller handeln im Katastrophenfall

Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland-Westfalen-Lippe setzt auf Prävention und verlängert finanzielle Hilfen

Vier Jahre nach der Hochwasser-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz setzt die Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL) verstärkt auf Prävention. Außerdem verlängert sie die Antragsfrist für finanzielle Wiederaufbauhilfen bis Ende 2025.

Rheinische Kirche sucht Betroffene und Zeitzeug*innen für Internatsstudie

Sexualisierte Gewalt: Wissenschaftliche Untersuchung beginnt Anfang 2026

Als Konsequenz aus der im Jahr 2023 vorgestellten Studie zum Martinstift in Moers hat die rheinische Kirchenleitung eine unabhängige wissenschaftliche Untersuchung zum Thema "Sexualisierte Gewalt in den evangelischen Internaten im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland" beschlossen. In einem öffentlichen Aufruf bitten die beauftragten Wissenschaftler und die rheinische Kirche um Unterstützung durch Betroffene und Zeitzeug*innen.

Freiwilligendienst scheitert oft am Geld

Ein neues Rechtsgutachten der Bertelsmann-Stiftung bestätigt: Ein gesetzlicher Anspruch auf einen Freiwilligendienst ist rechtlich möglich. Die Diakonie RWL begrüßt diese Klarheit und fordert die Politik auf, jetzt konkrete Schritte für eine gesetzliche Verankerung zu gehen.

NRW muss investieren

Bündnis fordert Investitionsoffensive für starke öffentliche Infrastruktur in NRW

Am heutigen Donnerstagvormittag (12. Juni 2025) hat in Düsseldorf ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aus ver.di, dem Aktionsbündnis für die Würde unserer Städte, dem Arbeiter-Samariter-Bund NRW, der Arbeiterwohlfahrt NRW, der Diakonie RWL, dem Paritätischen NRW sowie dem SoVD eine Investitionsoffensive zum Erhalt der Daseinsvorsorge in NRW vorgestellt. Gemeinsam fordern die Beteiligten die Politik auf, über die kommenden zehn Jahre 156 Milliarden Euro zu investieren, Kommunen durch eine nachhaltige Entschuldung zu entlasten und somit die Gesellschaft sowie die in Gefahr geratene Demokratie zu stärken. Dafür müsse auch die Schuldenbremse reformiert werden.