Im Dreieck von Arbeitgeber, Kindergarten und Jobcenter bleiben Frauen oft auf der Strecke. Die Folge: Langzeitarbeitslosigkeit. Das Teilhabechancengesetz als Förderinstrument soll helfen. Doch nur ein Drittel der Geförderten sind Frauen. Das CJD Dortmund setzt auf flexible Arbeitszeitmodelle und viel Verständnis, um das zu ändern.
Die Situation ist ernst. Seit der Pandemie ist es kaum möglich mit den Ausländerbehörden in Kontakt zu treten. Flüchtlingsberater*innen schlagen Alarm. Betroffene können keine Termine vereinbaren − mit gravierenden Folgen: Ohne gültige Dokumente verlieren die Menschen ihren Job, können keine Arbeits- oder Mietverträge abschließen, keinen Führerschein machen, kein Kindergeld beantragen.
Erst einmal ankommen – Viktoria Opanasyk ist mit ihrem Mann und ihren drei Kindern vor dem Krieg in der Ukraine nach Deutschland geflüchtet. Im Café Connect der Diakonie Gütersloh hat sie Anschluss gefunden. Und ein neues Ehrenamt: Die studierte Germanistin gibt Deutschkurse für andere Menschen, die aus der Ukraine geflohen sind.
In einigen abgelegenen Orten im Sahrbachtal dauerte es Tage, bis nach der Flut im Juli vergangenen Jahres Hilfe kommen konnte. Auch heute – fast zwölf Monate nach der Katastrophe – gelingt der Wiederaufbau dort nur langsam. Tamara Orschler vom mobilen Team der Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland-Westfalen-Lippe kümmert sich weiterhin um die Bewohner der vergessenen Dörfer.
Seit dem Krieg in der Ukraine sind Tausende Geflüchtete in Deutschland angekommen, unter ihnen viele Mütter mit kleinen Kindern. Um ihnen die Integration möglichst niedrigschwellig zu ermöglichen, nehmen zahlreiche Kitas der Diakonie RWL derzeit ukrainische Kinder auf – häufig zunächst einmal stundenweise. Die Wartelisten auf einen Kita-Platz sind lang.
Die Kinder und Jugendlichen im Ahrtal brauchen einen geschützten Raum, in dem sie sich treffen und reden können. Was dabei besonders wichtig ist: Er sollte mobil sein. Denn niemand weiß, ob sich eine solche Flutkatastrophe wie im Juli vergangenen Jahres wiederholt. Seit Anfang Mai steht in Kreuzberg ein ausrangierter Zirkuswagen, den die Mädchen und Jungen nun teilweise selbst restaurieren.
13,4 Millionen Menschen in Deutschland gelten als arm. Das ist ein neuer Rekordwert. Die Diakonie RWL und die Evangelische Kirche im Rheinland und in Westfalen wollen das nicht hinnehmen. Mit ihrer Diakonie-Kollekte fördern sie Projekte zur Armutssensibilisierung. Ein Gespräch mit Armutsexpertin Heike Moerland und Fundraiser Ulrich Christenn.
Erlittenes Leid und Unrecht kann nicht ungeschehen gemacht werden. Es kann aber gesehen und anerkannt werden. Um Anträge gut und fundiert zu bearbeiten, haben wir personell aufgestockt. Seit dem Frühjahr 2022 unterstützen zwei Referentinnen und eine Sachbearbeiterin die Betroffenen.
"Ohne Geld bin ich traurig und streite mit meiner Mutter." Oder: "Bevor die Schule anfängt, stelle ich mich bei der Tafel für Obst an." Oder schlicht: "Ich friere immer so." Diese und andere Zitate von Kindern stehen im Zentrum der Kampagne zum Aktionsjahr "Kein Kind in Armut" der Diakonie Dinslaken, das der Forderung nach einer Kindergrundsicherung Nachdruck verleihen soll.
Explodierende Preise an den Tankstellen und im Supermarkt: Menschen mit kleinen Einkommen müssen derzeit ganz genau rechnen, wofür ihr Geld noch reicht. Wer dann in die Schuldenfalle gerät, kann sich oft nicht kostenlos beraten lassen. Das muss sich ändern, fordert die Diakonie RWL anlässlich der bundesweiten Aktionswoche Schuldnerberatung vom 30. Mai bis 3. Juni.