Universitätsprofessorin Dr. Tanja Sappok hat den deutschlandweit ersten Lehrstuhl "Medizin für Menschen mit Behinderung, Schwerpunkt psychische Gesundheit" an der Universität Bielefeld eingenommen. Außerdem wird sie Direktorin der neuen Universitätsklinik für Inklusive Medizin am Krankenhaus Mara in Bielefeld-Bethel. Im Interview spricht sie über ihre Pläne für den Studiengang und ihre Vision für die medizinische Behandlung von Menschen mit Behinderungen.
In Kitas fehlt Personal. Erzieher*innen sind erschöpft, Eltern frustriert. „Die Situation in vielen evangelischen Kindertageseinrichtungen in unserem Zuständigkeitsbereich ist aufgrund des Fachkräftemangels sehr angespannt“, beschreibt Sabine Prott, Geschäftsfeldleitung Tageseinrichtungen für Kinder bei der Diakonie RWL, die Lage.
Nach dem Brand am Montagabend mit zwei Toten in einem Wohnhaus für Menschen mit Behinderung in Kamen ist auch beim Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. (Diakonie RWL) die Betroffenheit groß. Die Evangelische Perthes-Stiftung in Münster als Träger des Friedrich-Pröbsting-Hauses in Kamen-Heeren ist Mitglied im Landesverband Diakonie RWL. „Wir sind mit unseren Gedanken und Gebeten bei den Angehörigen der Verstorbenen“, sagt Pfarrer Christian Heine-Göttelmann, Vorstand der Diakonie RWL.
Strom, Gas, Lebensmittel oder Miete – das Leben wird immer teurer. Wie stark Inflation und steigende Energiekosten junge Familien mit geringem Einkommen belasten, bekommen die Schwangerenberatungsstellen der Diakonie derzeit hautnah mit. Immer häufiger geht es in den Gesprächen um finanzielle Nöte und Sorgen.
In fünfeinhalb Monaten, ab 1. Juli 2023, können stationäre Pflegeeinrichtungen mehr Personal einstellen. Mehr Kolleg*innen sind das, was die Pflegekräfte, denen Deutschland in der Coronazeit applaudiert hat, brauchen. Das ist unumstritten und Gesetz. Über noch offene Fragen der Umsetzung hat die Diakonie RWL mit Politik und Wissenschaft in einem digitalen Politik-Talk diskutiert.
Der neue Paragraf 113c im Pflegeversicherungsgesetz ist eine große Chance für die stationäre Langzeitpflege. Doch vor seinem Inkrafttreten im Juli 2023 sind noch viele Fragen zu beantworten. Auf Einladung der Diakonie RWL haben Experten aus Politik, Pflege und Wissenschaft darüber live diskutiert.
Eila Chemnitz hat es geschafft! Die 55-Jährige war am Boden zerstört, psychisch und gesundheitlich schwer angeschlagen. Und dann stand plötzlich die Polizei vor der Tür, drei Monate Haft. Heute ist Eila Chemnitz selbstbewusster, motivierter, gesünder. Vor allem aber ist sie "mehr wert als Hartz IV", findet sie und kämpfte sich zurück ins Leben – und auf den ersten Arbeitsmarkt. Nur wenigen Langzeitarbeitslosen gelingt dieser Weg. Eine Geschichte aus dem Leben, die Mut macht.
Im Haus Ebenezer in Bielefeld-Bethel leben insgesamt rund 80 geflüchtete ukrainische Kinder, Jugendliche und Männer mit Behinderungen. Viele von ihnen nutzen ein Kreativangebot, das zweimal in der Woche in der Einrichtung stattfindet. Dabei wird vor allem gezeichnet und gemalt. Wer will, kann aber auch ganz anders gestalterisch tätig sein – und zum Beispiel sticken.
Krieg in der Ukraine, hohe Energiepreise und steigende Armut: 2022 war ein oft herausforderndes Jahr für viele Menschen – so auch für die Mitglieder der Diakonie RWL. Die Vorstände Kirsten Schwenke und Christian Heine-Göttelmann erklären im Interview, welche Entwicklung sie in diesem Jahr erwarten. Bei allem gilt: Die Diakonie ist ein Garant für Stabilität und gesellschaftlichen Zusammenhalt in stürmischen Zeiten.
Die Betreuungsrechtsreform, die am 1. Januar 2023 in Kraft tritt, soll das Vormundschafts- und Betreuungsrecht neu strukturieren. Ziel ist, die Selbstbestimmung betreuter Menschen zu stärken und die Qualität der Betreuung zu verbessern. Die Änderung betrifft nicht nur rund 50 Betreuungsvereine im Verbandsgebiet der Diakonie RWL, sondern im weiteren Sinne auch Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe. Was ändert sich?