Ukraine-Krieg, Klimawandel, Hungerkatastrophen – viele der globalen Krisen überlagern und verstärken sich aktuell gegenseitig. Das wird während der Jahresbilanz der Diakonie Katastrophenhilfe deutlich. Umso wichtiger ist die Arbeit des Evangelischen Hilfswerks, dessen Spendeneinnahmen sich im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt haben.
"Let’s celebrate diversity": Unter diesem Motto wurde zum zehnten Mal der Deutsche Diversity-Tag gefeiert. Wie bunt unsere Gesellschaft ist, zeigt sich bereits in den Einrichtungen für Kinder. Welche Herausforderungen und welche großen Chancen diese Vielfalt mit sich bringt, weiß man in der Evangelischen Kita Oberlinhaus in Saarbrücken-Dudweiler. Dort wird bereits seit 25 Jahren erfolgreich Diversität gelebt.
Nach oben scheint das Ende offen: Ob Nahrungsmittel, Mieten oder Energiepreise, das Leben in Deutschland wird immer teurer. Zurück bleiben Sozialhilfeempfänger, Geringverdiener und Teile der Mittelschicht. Das zeigen zwei vergleichende Umfragen unter diakonischen Schuldnerberatungsstellen. Bereits jetzt ist der Beratungsbedarf bei 70 Prozent der Einrichtungen deutlich gestiegen.
Düsseldorf, 18. August 2022. Die Zahlen sind alarmierend: Innerhalb eines Jahres haben sich die Anfragen in den diakonischen Schuldnerberatungsstellen in NRW zu Miet- und Energiekosten vervierfacht. Das zeigt die regionale Auswertung zweier bundesweiter Online-Umfragen der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV). "Wir brauchen jetzt eine zielgenaue und wirkungsvolle Entlastung einkommensarmer Haushalte", sagt Christian Heine-Göttelmann, Vorstand des Diakonischen Werks Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL).
Genau ein Jahr ist es her, dass Deutschland und andere Verbündete überraschend ihre Truppen aus Afghanistan abzogen. Tausende Ortskräfte und Angehörige von Geflüchteten warten noch immer auf ihre Ausreise. So wie Parwais Sharifis Familie. Seit Jahren versucht er, Frau und Kinder zu sich nach Wuppertal zu holen. Die Diakonie Wuppertal startet jetzt eine Spendenaktion.
Das Projekt "In der Gemeinde leben" (IGL) der Diakonie Düsseldorf und der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel feiert am 11. August sein 20-jähriges Bestehen. Hauptaufgabenfeld ist die Eingliederungshilfe, der Schwerpunkt liegt dabei auf den Bereichen Wohnen, Soziale Teilhabe und Beschäftigung. Das Motto der Plakatkampagne zum Jubiläum: "Jeder Mensch ist anders. Darin sind alle gleich".
An der Stadtgrenze ist Schluss: Sozialtickets erlauben nur Fahrten in einem begrenzten Radius. Das 9-Euro-Ticket ermöglicht seit Juni besonders Menschen mit kleinem Einkommen erstmals bundesweit Ausflüge und Reisen. "Wir brauchen dringend ein Nachfolge-Angebot für Menschen, die wenig Geld haben", fordert Diakonie RWL-Armutsexpertin Heike Moerland.
Ein Tornister für 100 Euro, dazu Turnbeutel und Federmäppchen, Stifte, Hefte und Bücher – die Einkaufsliste zum Schulstart ist lang und teuer. Damit Kinder aus einkommensarmen Familien nicht abgehängt werden, unterstützen diakonische Einrichtungen mit Spenden. Die Schulmaterialienkammer der Diakonie Paderborn-Höxter beobachtet dieses Jahr eine gestiegene Nachfrage.
Sie bringen ihr eigenes Leben auf die Bühne: Wohnunglose und ehemalige Wohnungslose erzählen mit dem Straßentheater-Projekt "Die Unerhörten" ihre Geschichten. Damit machen die Spielerinnen und Spieler ihren Alltag erlebbar. Sie wollen sich selbst mehr Respekt verschaffen. Nach vielen Proben in der Theaterwerkstatt Bethel sind sie nun bereit für ihre ersten Aufführungen.
Personalmangel und dritter Pandemie-Sommer: In der Altenpflege verschärft sich die ohnehin angespannte Lage. Viele Mitarbeitende verzichten auf freie Tage oder unterbrechen ihre Urlaube. Sie stoßen immer mehr an ihre Grenzen. Auch die Bergische Diakonie Aprath schlägt Alarm. Ihre Fachkräfte sind mittlerweile weit über die Belastungsgrenze hinaus, weil sie chronisch unterbesetzt sind.