Mit 2171 vom Flughafen Düsseldorf aus abgeschobenen Menschen im Jahr 2021 hat deren Zahl nach einem pandemiebedingten Rückgang 2020 (1767 Personen) wieder deutlich zugenommen. Darüber – ebenso wie über die Begleitumstände – gibt der 52-seitige, mit Beispielfällen und Grafiken versehene Bericht der unabhängigen Abschiebungsbeobachtung für 2021 Auskunft. Gesundheitliche Probleme bei Menschen, die abgeschoben werden sollen, aber auch Kindeswohlfragen in Abschiebungssituationen bleiben Themenschwerpunkte.
Menschenrechte wahren, auch bei Abschiebungen: Darauf pochen Dalia Höhne und Judith Fisch von der Diakonie RWL. Die Abschiebungsbeobachterinnen setzen sich dafür ein, dass Betroffene mit Respekt und Würde behandelt werden. Doch das ist nicht immer der Fall: In ihrem aktuellen Jahresbericht stufen sie jede siebte beobachtete Abschiebung als problematisch ein.
Krieg in der Ukraine, Energiekrise, Corona-Nachwirkungen – auch in den Fair- und Gebrauchtwarenhäusern sind die aktuellen Herausforderungen spürbar: Mehr Menschen nutzen die günstigen Angebote dort und kaufen auch Geschenke fürs Fest. Die Häuser bemühen sich, dem Kundenzuwachs gerecht zu werden – bisher mit Erfolg.
Die steigenden Energiepreise belasten Betroffene der Hochwasserkatastrophe aus dem Jahr 2021 zusätzlich. Beim Trocknen der feuchten Häuser sind enorme Mehrkosten entstanden, mit denen viele Menschen heute konfrontiert sind. Die Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland-Westfalen-Lippe unterstützt Betroffene mit finanziellen Mitteln aus einem Härtefall-Fonds und fordert sie zudem auf, Hilfen zum Wiederaufbau in Anspruch zu nehmen.
Mitarbeitende der Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland-Westfalen-Lippe (DKH RWL) sind seit der Flut im Juli 2021 in den betroffenen Regionen im Einsatz. Immer noch gibt es dort Menschen, die sich nicht darüber im Klaren sind, dass es für sie umfassende Unterstützung gibt: etwa Hilfen zum Wiederaufbau.
Anhand der sechs Kategorien Bildung, Einkommen, Vermögen, Gesundheit, Wohnen und Klimagerechtigkeit stellt Professorin Jutta Allmendinger vom Berliner Wissenschaftszentrum für Sozialforschung dar, wie massiv die soziale Ungleichheit in unserem Land zugenommen hat. Sie zeigt auch Lösungen auf – und plädiert für eine Kirche und Diakonie, die sich weiterhin deutlich in gesellschaftspolitische Debatten einmischen.
Ab Januar 2028 soll Jugendhilfe inklusiv sein. Heißt: Für alle Kinder und Jugendlichen – egal, ob mit oder ohne Behinderung – soll es Erziehungshilfen aus einer Hand geben. Im Fritz-von-Waldthausen-Zentrum, das zum Diakoniewerk Essen gehört, wird der inklusive Ansatz schon gelebt: In den verschiedenen Wohngruppen werden junge Menschen mit Hörschädigungen und auch weiteren Einschränkungen aufgenommen.
Angriffskrieg in der Ukraine und Sorge vor der Energiekrise – in der Hauptversammlung blickten Mitglieder und Vorstand der Diakonie RWL auf das Jahr 2022 zurück. Josef Neumann, Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales im NRW-Landtag, mahnte: "Wir müssen die sozialen Strukturen sichern!"
Die Flut im Juli 2021 hat große Teile des Elternhauses von Johanna Eifel zerstört. Seitdem unterstützt das mobile Team Trier/Hocheifel der Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland-Westfalen-Lippe die 68-Jährige. Die Rentnerin hat bereits Spenden aus den beiden Förderlinien Haushaltsbeihilfen und Wiederaufbauhilfen bekommen. Sie sagt: "Ohne die Diakonie hätte ich das nie geschafft."