Aktuelles

Pflegefachkräfte international

Vier Thesen zur Zukunft der Pflege

Jeder Mensch hat ein Recht, in Würde zu altern. Dazu gehört Pflege, die getragen ist von hoher Qualität und Nächstenliebe. Doch die Branche ist in Personalnot, der Zeit- und Kostendruck wächst: 200.000 Fachkräfte fehlen schon jetzt deutschlandweit, 2035 werden es schon eine halbe Million sein. Zugleich steigt die Zahl der Pflegebedürftigen weiter. Es ist also höchste Zeit zu handeln. Wie das gehen kann, beschreibt Diakonie RWL-Vorstand Christian Heine-Göttelmann.

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Bundesverdienstkreuz Erika Zeising

Eine ausgezeichnete Pflegerin

Bis zu ihrem Ruhestand war Erika Zeising 50 Jahre lang in der Pflege tätig. 1997 nahm sie eine besondere Aufgabe wahr: Die ausgebildete Krankenschwester ging in die Stadt Gusev in Russland und bildete dort mehrere Frauen in der Pflege aus. Weil die 73-Jährige dort viel verändert hat, wurde sie nun in Düsseldorf mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

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Diakonie Unterricht Chemie Nahrungsmittel um 1955.

Kritischer Blick zurück

Von der Knabenerziehungsanstalt bis zur modernen Pflegeeinrichtung: Die Diakonie Deutschland hat in 175 Jahren viele Kapitel deutscher Sozialgeschichte geschrieben. Im Jubiläumsjahr nimmt die historische Fachtagung "Ordnung und Freiheit – Ambivalenzen in der Geschichte der Diakonie" (20. bis 21. April in Bethel) Licht- und Schattenseiten unter die Lupe. 

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Schulsozialarbeiterin im Berufskolleg Michaelshoven, Ilona Keller, steht vor einer Tafel.

Erste Hilfe im Klassenzimmer

Finanzielle Probleme oder psychische Belastungen führen dazu, dass sich junge Menschen in der Ausbildung nicht mehr aufs Lernen konzentrieren können und sogar die Ausbildung abbrechen. Das hat das Berufskolleg Michaelshoven im Kölner Süden festgestellt – und reagiert: Ilona Keller ist nun als Schulsozialarbeiterin fest angestellt und steht bei persönlichen Herausforderungen und Schwierigkeiten beratend zur Seite.

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Mietvertrag und Kugelschreiber vor roten Aktenordnern.

"Wie ein Sechser im Lotto"

Im fünften Jahr bietet das Diakonische Werk an der Saar das Projekt „Housing First – wohnen zuerst“ an. Es vermittelt Wohnungslose in eigenen Wohnraum und unterstützt sie anschließend dabei, wieder ins Leben zu finden. Dafür werden Menschen mit Wohneigentum gesucht, die bereit sind, ihre Wohnung zu vermieten – so wie Claudia Contarini.

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Kinderhände halten ein Miniatur-Holzhaus.

Geschützter Ort für Jugendliche

Verlässliche Fachkräfte leisten in der stationären Erziehungshilfe wichtige Arbeit – so auch in der Jugendwohngruppe der Evangelischen Jugendhilfe in Wermelskirchen. Aber die Suche nach qualifiziertem Personal gestaltet sich schwierig. Die Diakonie RWL setzt sich dafür ein, die Rahmenbedingungen für eine gute Kinder- und Jugendhilfe zu verbessern.

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Kind malt einen Regenbogen an ein Fenster. (Foto: Shutterstock)

Kreativität statt Krise

Zur Alfred-Herrhausen-Schule in Düsseldorf gehen besondere Schülerinnen und Schüler. Lehrerschaft und Schulsozialarbeit haben deshalb auch ein besonderes Konzept für die Förderschule. Die Pandemie haben sie gut gemeistert, auch weil sie in den mehr als 20 Jahren gemeinsame Arbeit viele Strukturen für Familien in Not geschaffen haben. Doch dieses Jahr, da sind sich alle sicher, wird die Zahl der Hilfesuchenden wieder steigen.

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Jugendlicher bedroht Jungen im Treppenhaus

Wie straffällige Kinder "die Kurve kriegen"

Sozialarbeiterin Lea Dörwaldt von der Diakonie Michaelshoven begleitet  seit Juli 2022 kriminelle Kinder und Jugendliche im Programm "Kurve kriegen". Ziel ist es, die jungen Menschen von weiteren Straftaten abzuhalten und ihnen Perspektiven aufzuzeigen. Die Initiative wird seit 2011 durch das Innenministerium NRW ermöglicht und ist bereits in 38 Kreispolizeibehörden umgesetzt.

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Gefängniswärter schließt Zelle auf.

Zurück ins Leben

Ehemalige Strafgefangene finden oft nur schwer zurück in die Gesellschaft. Soziale Kontakte sind weggebrochen, viele haben weder Wohnung noch Arbeit. Die Straffälligenhilfe ist meist die einzige Brücke in ein geregeltes Leben. Die Diakonie RWL fordert, mehr Beratungsmöglichkeiten zu schaffen, die verlässlich finanziert werden.

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Diakonie RWL stärkt Ehrenamt in der Straffälligenhilfe

Düsseldorf, 31. März 2023. Das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL) startet das Online-Portal "Ehrenamt in der Straffälligenhilfe". Die neue Website informiert über Möglichkeiten des freiwilligen Engagements und vermittelt den Kontakt zu Vereinen sowie Trägern in der Freiwilligen Straffälligenhilfe in Nordrhein-Westfalen. www.ehrenamt-straffaelligenhilfe-nrw.de ist Teil der landesweiten Koordinierungsstelle für die ehrenamtliche Arbeit im Justizvollzug, die zum 1. April 2023 ihre Arbeit aufnimmt. Das Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen fördert das Projekt.

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