Der Helmut-Simon-Preis der Diakonie in Rheinland-Pfalz wird alle zwei Jahre vergeben. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt und fördert das soziale Engagement von Personen, Initiativen und Institutionen, die sich gegen Armut, Rassismus, für soziale Gerechtigkeit und Diversität einsetzen. Gesucht werden Projekte, die engagiert und kreativ gegen Armut und Rassismus vorgehen und zu einer gelingenden Integration und Inklusion beitragen.
Wenige Tage vor dem zweiten Jahrestag der Flutkatastrophe sind Kirsten Schwenke, Vorständin der Diakonie RWL, und Martin Keßler, Direktor der Diakonie Katastrophenhilfe, gemeinsam in die Hochwasser-Regionen gereist. Im Ahrtal, in der Eifel und in Erftstadt-Blessem besuchten sie von der Flut Betroffene und konnten in persönlichen Gesprächen erfahren, wie diese die finanzielle und psychosoziale Unterstützung der Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland-Westfalen-Lippe (DKH RWL) bislang erlebt haben.
Die von der Flut betroffenen Menschen müssen sich immer noch mit der Katastrophe auseinandersetzen. Sei es durch den Ersatz des materiellen Schadens oder durch das Verarbeiten des erlittenen Traumas. Daher hat die Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland-Westfalen-Lippe (DKH RWL) bereits ihre Hilfe für mindestens bis 2025 zugesichert.
Düsseldorf, 13. Juli 2023. Nach den Plänen der Bundesregierung soll die Förderung des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) und des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) im kommenden Jahr um 78 Millionen Euro gekürzt werden, das entspricht rund 24 Prozent aller Bundesmittel für die Jugendfreiwilligendienste und den Bundesfreiwilligendienst. Bis 2025 sollen die Mittel insgesamt sogar um rund 35 Prozent gekürzt werden.
Die Wassermassen der Flutkatastrophe im Juli 2021 haben das Erdgeschoss und den Keller des Hauses von Sibille Gilles de Sant’Ana in Eschweiler zerstört. Spendengelder der Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland-Westfalen-Lippe (DKH RWL) erleichterten der Witwe den Wiederaufbau ihres Zuhauses. Sie sagt: "Ohne diese Unterstützung hätte ich das alles weder finanziell noch emotional geschafft."
Zwei Jahre nach dem verheerenden Hochwasser in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zieht die Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland-Westfalen-Lippe eine positive Zwischenbilanz: 25,2 Millionen Euro Spendengelder wurden bereits ausgegeben, 21,2 Millionen Euro sind für laufende und weitere Projekte gebunden. "Wir können heute sagen: Die Spenden sind bei den Betroffenen angekommen, und wir können vorausschauend auch in den kommenden zwei Jahren tatkräftig unterstützen", sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe.
Gerade hat die Stadt Krefeld das Betteln verboten – dann hat das Verwaltungsgericht einem Eilantrag gegen dieses Verbot stattgegeben. "Betteln zu verbieten ist keine Lösung", sagt Heike Moerland, Leitung des Geschäftsfelds "Berufliche und soziale Integration" beim Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe. Sie stellt klare Forderungen an die Politik und verweist auf wertvolle Beratungsangebote.
Rund 22.000 Menschen haben in den ersten vier Monaten 2023 in Nordrhein-Westfalen einen Antrag auf Asyl gestellt. Die Kommunen klagen über Kapazitätsgrenzen, und das Land stockt die Plätze in Unterbringungseinrichtungen auf. "Wir brauchen aber mittel- und langfristige dezentrale Lösungen", sagt Hanna Zängerling, Referentin für Flucht und Migration beim Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe. Städte wie Minden zeigen, dass Kommunen gute Konzepte haben und umsetzen.
Im Zusammenhang mit Suchterkrankungen fällt eine Gruppe oft hinten über: Kinder suchtkranker Eltern. In einer Online-Gruppe des Blauen Kreuzes in der Evangelischen Kirche (BKE) treffen sich regelmäßig Betroffene zum Austausch. Das BKE unterstützt als Suchthilfeverband suchtkranke sowie suchtgefährdete Menschen und deren Angehörige und ist Mitglied der Diakonie RWL.
Statt mit langem Klinikaufenthalt wird in der Diakonie Fachstelle Sucht in Dortmund die Abhängigkeit von Alkoholkranken in einer ambulanten Reha behandelt – neben Beruf und Familie. Kürzlich haben sich dort vier Ehemalige verabredet, um auf ihre Erfahrungen zurückzuschauen. Und nach vorne in ein abstinentes, freies Leben.