Zwei Jahre nach dem verheerenden Hochwasser in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zieht die Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland-Westfalen-Lippe eine positive Zwischenbilanz: 25,2 Millionen Euro Spendengelder wurden bereits ausgegeben, 21,2 Millionen Euro sind für laufende und weitere Projekte gebunden. "Wir können heute sagen: Die Spenden sind bei den Betroffenen angekommen, und wir können vorausschauend auch in den kommenden zwei Jahren tatkräftig unterstützen", sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe.
Gerade hat die Stadt Krefeld das Betteln verboten – dann hat das Verwaltungsgericht einem Eilantrag gegen dieses Verbot stattgegeben. "Betteln zu verbieten ist keine Lösung", sagt Heike Moerland, Leitung des Geschäftsfelds "Berufliche und soziale Integration" beim Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe. Sie stellt klare Forderungen an die Politik und verweist auf wertvolle Beratungsangebote.
Rund 22.000 Menschen haben in den ersten vier Monaten 2023 in Nordrhein-Westfalen einen Antrag auf Asyl gestellt. Die Kommunen klagen über Kapazitätsgrenzen, und das Land stockt die Plätze in Unterbringungseinrichtungen auf. "Wir brauchen aber mittel- und langfristige dezentrale Lösungen", sagt Hanna Zängerling, Referentin für Flucht und Migration beim Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe. Städte wie Minden zeigen, dass Kommunen gute Konzepte haben und umsetzen.
Im Zusammenhang mit Suchterkrankungen fällt eine Gruppe oft hinten über: Kinder suchtkranker Eltern. In einer Online-Gruppe des Blauen Kreuzes in der Evangelischen Kirche (BKE) treffen sich regelmäßig Betroffene zum Austausch. Das BKE unterstützt als Suchthilfeverband suchtkranke sowie suchtgefährdete Menschen und deren Angehörige und ist Mitglied der Diakonie RWL.
Statt mit langem Klinikaufenthalt wird in der Diakonie Fachstelle Sucht in Dortmund die Abhängigkeit von Alkoholkranken in einer ambulanten Reha behandelt – neben Beruf und Familie. Kürzlich haben sich dort vier Ehemalige verabredet, um auf ihre Erfahrungen zurückzuschauen. Und nach vorne in ein abstinentes, freies Leben.
Der Weltflüchtlingstag am 20. Juni erinnert daran, dass Millionen Menschen gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Im Psychosozialen Zentrum für Geflüchtete in Düsseldorf finden traumatisierte und psychisch belastete Geflüchtete umfassende professionelle Unterstützung. Doch damit diese wichtige Arbeit weiter geleistet werden kann, ist mehr finanzielle Förderung nötig.
Bei der Diakonie Düsseldorf gehören Reisen in virtuelle Welten zum Konzept: Kinder aus heilpädagogischen Tagesgruppen und ihre Eltern erleben dank moderner VR-Brillen gemeinsame Abenteuer – und gewinnen dadurch positive Erfahrungen und kommunikativen Zugang zueinander.
Die Förderung der Freiwilligendienste soll nach aktuellen Entwürfen für den Bundeshaushalt um zehn Prozent gekürzt werden. Eine bundesweite Initiative von Freiwilligen hält dagegen. Unter dem Motto "Freiwilligendienste stärken" haben sie eine Petition beim Bundestag eingereicht. Die Diakonie RWL unterstützt das Anliegen.
Bethel athletics – das ist ein buntes Sportfest für Menschen mit und ohne Behinderung, bei dem Inklusion ganz selbstverständlich gelebt wird. Am 3. Juni wurde das "Olympische Feuer" der 26. Bethel athletics wieder in Bielefeld entfacht. Rund 750 Sportlerinnen und Sportler waren dabei. Spaß und Gemeinschaft standen bei den Wettkämpfen im Vordergrund.
Sehr schnell haben sich Vertreter*innen der Dienstgeber und Dienstnehmer darauf geeinigt, den guten Tarifabschluss im öffentlichen Dienst für den BAT-KF weitgehend zu übernehmen. So können sich rund 120.000 Beschäftigte im Verbandsgebiet der Diakonie RWL auf 3.000 Euro freuen, die steuer- und abgabenfrei gestaffelt in den kommenden Monaten ausgezahlt werden. Ab März 2024 steigen dann die Tabellenentgelte deutlich, im Schnitt um rund elf Prozent.