Mitarbeitende von Pflegediensten legen auf dem Weg zu ihren Patientinnen und Patienten monatlich viele Hundert Kilometer zurück. Mit elektrobetriebenen Autos spart eine Diakoniestation im Bergischen Land jede Menge Abgase ein – und hofft auf mehr!
Das Evangelische Johanneswerk weitet seine Suche nach Fachkräften auf das Ausland aus: In einem wissenschaftlich begleiteten Modellprojekt werden türkische Pflegeschüler*innen ausgebildet. "Wir wollen Integrationsprofi werden", sagt Projektleiter Henning Cramer. Die ersten 19 Auszubildenden sind jetzt in Ostwestfalen angekommen. Pflegeschülerin Medine Barlas berichtet von ihren Eindrücken.
Sie begleiten Spaziergänge, singen oder spielen mit Pflegebedürftigen und stiften Gemeinschaft: Die Betreuungskräfte des Sozialen Dienstes gestalten das Miteinander in Pflegeheimen. Im Stammhaus Kaiserswerth der Diakonie Düsseldorf hat sich ein besonderes Angebot etabliert: Ein regelmäßiger Alpaka-Besuch zaubert den Bewohner*innen und Mitarbeitenden ein Lächeln ins Gesicht.
"Ab heute übernehmen wir", hieß es in der Hunsrück Klinik Simmern der Stiftung Kreuznacher Diakonie: 17 Schülerinnen und Schüler haben im Projekt "Schüler leiten eine Station" die Verantwortung für eine ganze Station übernommen – eine große Aufgabe und echte Herausforderung für den Pflege-Nachwuchs.
Zehn "Pflegekräfte" hat die Diakonie RWL zum Tag der Pflege (12. Mai) per 3D-Drucker gedruckt. Die 3D-Figuren sind mit Hilfe der Grafik- und Medienwerkstatt der Neuen Arbeit der Diakonie Essen entstanden. Sie symbolisieren die Pflegekräfte und ihre Wünsche an die Politik.
Düsseldorf, 2. Mai 2023. Das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL) druckt Pflegekräfte im 3D-Drucker. "Ohne mehr Personal geht es nicht", sagt Diakonie RWL-Vorstand Christian Heine-Göttelmann. "Unsere Pflegekräfte brauchen endlich mehr Kolleginnen und Kollegen!" Die Diakonie RWL schafft deshalb symbolisch Abhilfe: Diakonieblaue Figuren in Pflege-Berufskleidung, dem Kasack, besuchen und begleiten Mitarbeitende aus verschiedenen Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern im Verbandsgebiet. Unter anderem in diakonischen Einrichtungen in Düsseldorf, Köln und Essen nehmen die 3D-Figuren am Alltag der Kolleginnen und Kollegen teil.
Jeder Mensch hat ein Recht, in Würde zu altern. Dazu gehört Pflege, die getragen ist von hoher Qualität und Nächstenliebe. Doch die Branche ist in Personalnot, der Zeit- und Kostendruck wächst: 200.000 Fachkräfte fehlen schon jetzt deutschlandweit, 2035 werden es schon eine halbe Million sein. Zugleich steigt die Zahl der Pflegebedürftigen weiter. Es ist also höchste Zeit zu handeln. Wie das gehen kann, beschreibt Diakonie RWL-Vorstand Christian Heine-Göttelmann.
Bis zu ihrem Ruhestand war Erika Zeising 50 Jahre lang in der Pflege tätig. 1997 nahm sie eine besondere Aufgabe wahr: Die ausgebildete Krankenschwester ging in die Stadt Gusev in Russland und bildete dort mehrere Frauen in der Pflege aus. Weil die 73-Jährige dort viel verändert hat, wurde sie nun in Düsseldorf mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Von der Knabenerziehungsanstalt bis zur modernen Pflegeeinrichtung: Die Diakonie Deutschland hat in 175 Jahren viele Kapitel deutscher Sozialgeschichte geschrieben. Im Jubiläumsjahr nimmt die historische Fachtagung "Ordnung und Freiheit – Ambivalenzen in der Geschichte der Diakonie" (20. bis 21. April in Bethel) Licht- und Schattenseiten unter die Lupe.
Finanzielle Probleme oder psychische Belastungen führen dazu, dass sich junge Menschen in der Ausbildung nicht mehr aufs Lernen konzentrieren können und sogar die Ausbildung abbrechen. Das hat das Berufskolleg Michaelshoven im Kölner Süden festgestellt – und reagiert: Ilona Keller ist nun als Schulsozialarbeiterin fest angestellt und steht bei persönlichen Herausforderungen und Schwierigkeiten beratend zur Seite.