Rüdiger Schuch wird im Januar 2024 neuer Präsident der Diakonie Deutschland und damit Nachfolger von Ulrich Lilie. Im Interview spricht er über seine Arbeit als Leiter des Evangelischen Büros, seine Sorgen um unsere Gesellschaft – und was er Diakonie und Kirche in NRW mit auf den Weg gibt.
Das Freizeitzentrum Ittertal ist nicht nur ein Erholungsort mit Schwimmbecken, Beachvolleyballfeld und Eislaufbahn. Für langzeitarbeitslose Menschen ist es ein Sprungbrett zurück in den ersten Arbeitsmarkt und damit ins Leben. Doch Inflation, Tarifsteigerungen, erhöhte Energiekosten und die Kürzungen im Bundeshaushalt 2024 sorgen für eine ungewisse Zukunft.
Düsseldorf, 31. August 2023. Inflation und steigende Löhne: Der Offene Ganztag (OGS) hat massive Finanzierungsprobleme, viele Träger geraten deshalb in eine große finanzielle Schieflage. Als Folge droht, dass die Träger ihre Betreuungszeiten reduzieren oder ihr Angebot beenden. Lorenz Bahr, Staatssekretär im NRW-Familienministerium, stellte sich den Fragen und Forderungen der Fachleute aus dem Gebiet des Diakonischen Werks Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL).
Brot für die Welt kritisiert die von der Bundesregierung geplanten Kürzungen im Entwicklungshaushalt und bei der Humanitären Hilfe. "Die Kürzungen gehen auf Kosten der Menschen in ärmeren Ländern, die unsere Unterstützung dringend brauchen", sagte Dagmar Pruin, Präsidentin von Brot für die Welt, am Donnerstag bei der Vorstellung des Jahresberichts in Berlin.
Inflation und steigende Löhne: Die Geldnot in den Offenen Ganztagsschulen (OGS) war das Hauptthema beim Evangelischen Fachverband Ganztagsangebote an Schule RWL. Die OGS-Träger befürchten, ihr Betreuungsangebot reduzieren oder schließen zu müssen. Familien-Staatssekretär Lorenz Bahr stellte sich den Fragen der Fachleute, die einen eindringlichen Appell formulierten: Rettet den Offenen Ganztag!
Mitte Juli hat sich die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bereits zum zweiten Mal gejährt. Ebenso lange sind auch schon Mitarbeitende der Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland-Westfalen-Lippe (DKH RWL) in den betroffenen Regionen im Einsatz. Während umfassende Einzelfallhilfen weiterlaufen, sollen künftig auch Gemeinschaften vor Ort nachhaltig gestärkt werden.
Vor sexualisierter Gewalt schützen, bevor Taten passieren: Die Diakonie RWL-Referentinnen Katharina Degen und Saskia Koll bilden Multiplikator*innen aus, die in ihren eigenen Einrichtungen Mitarbeitende zum Thema sexualisierte Gewalt sensibilisieren. Sechs Schulungen sind bis zum Frühjahr 2024 geplant. Im Interview erklären die Referentinnen Ziele und Inhalte der Kurse.
Die Eckpunkte für eine Krankenhausreform stehen. Das entsprechende Gesetz soll zum 1. Januar 2024 in Kraft treten. Die konkrete Umsetzung in den Kliniken vor Ort soll danach schrittweise anlaufen. Doch noch gebe es viele Fragezeichen, klagen Verantwortliche aus dem Krankenhauswesen.
"Manege frei" für Kinder weltweit: Unter diesem Motto luden Brot für die Welt und Krefeld für Kinder zum Benefizabend im Circus Rondel. Krefelder Schüler*innen und renommierte Künstler hatten wochenlang geprobt, um Spenden für Kinder zu sammeln. Mit Erfolg: Die Zirkusgäste gaben rund 1.600 Euro.
Wer bei Kindern spart, zahlt später drauf: Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Diakonie Deutschland. "Wir müssen alles dafür tun, Kinder und Jugendliche heute zu stärken", fordert Diakonie RWL-Armutsexpertin Heike Moerland. "Die Kindergrundsicherung ist dafür unverzichtbar." Denn wir können es uns – auch wirtschaftlich – nicht leisten, auf ein Viertel einer Generation zu verzichten.