Düsseldorf, 29. März 2021. Nach über zwei Jahren intensiver Gespräche zwischen Experten, Menschen in rechtlicher Betreuung und Politikern hat der Bundesrat der Reform des Betreuungsrechts zugestimmt. "Die Reform ist ein wichtiger und überfälliger Schritt für die Selbstbestimmung. Das Gesetz stellt den Menschen viel stärker in den Mittelpunkt", sagt Christian Heine-Göttelmann, Vorstand des Diakonischen Werks Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL). "Jetzt müssen wir schauen, dass wir eine gesicherte Finanzierung verankern."
Selbst bestimmen, wie das eigene Leben aussehen soll – das steht jedem zu. In Deutschland haben 1,3 Millionen Menschen einen rechtlichen Betreuer, der sie zum Beispiel bei den Finanzen oder Anträgen unterstützt. Nach knapp 30 Jahren wird jetzt das Betreuungsrecht reformiert. Das Ziel: Die Wünsche der Klienten sollen Grundlage der Betreuung werden.
Erzieherinnen und Erzieher aus Kitas und der Kindertagespflege werden seit dem 8. März in NRW geimpft. Letzte Woche kam der Paukenschlag: der kurzfristige Impfstopp von AstraZeneca. Für die Beschäftigten ist die Impfung neben der Testung aber weiterhin wichtigstes Mittel, um den Kitabetrieb aufrechtzuerhalten. Das meint Sabine Prott, Kita-Geschäftsfeldleiterin der Diakonie RWL, in unserer Reihe #Ärmelhoch.
Kontrollen und Anfeindungen aufgrund der Hautfarbe, offener Hass im Internet. Das sind Alltagserfahrungen für viele Menschen. Darauf machen die "Wochen gegen Rassismus" noch bis zum 28. März aufmerksam. Wer Rassismus bekämpfen will, muss gesellschaftliche Strukturen ändern. Genau daran arbeiten die Servicestellen der Integrationsagenturen. Sie werden jetzt von 13 auf 42 Stellen ausgebaut.
Markus Mingers ist Fußballfan und hat mit dem Teilhabechancengesetz seinen Traumjob gefunden: Er arbeitet im Alemannia Aachen-Fanshop, einem Inklusionsbetrieb des diakonischen Beschäftigungsträgers WABe. Das Gesetz hat nicht nur Mingers geholfen, wie eine neue Studie der Bundesregierung zeigt. Aktuell werden rund 55.000 Arbeitsverhältnisse gefördert.
Impfen, was das Zeug hält – mit dieser Parole wirbt die NRW-Landesregierung für ein schnelles Impfen in den 53 Zentren des Landes. Doch für ältere Bürger ist es gar nicht so einfach, zum Impfzentrum zu kommen. Hier helfen Ehrenamtliche. Auf die eigene Impfung müssen viele aber noch warten, berichtet Diakonie RWL-Referentin Karen Sommer-Loeffen in unserer Reihe #Ärmelhoch.
Immer mehr Menschen, die auf der Straße leben, leiden unter psychischen Erkrankungen. Doch es fehlen passgenaue Hilfen. In Dortmund gibt es seit dem vergangenen Frühjahr eines der wenigen Wohnangebote für psychisch kranke Wohnungslose. In der "Pension Plus" begleitet die Diakonie sie auf dem Weg zurück in ein möglichst selbständiges Leben.
Im Lockdown fanden kaum Präsenzgottesdienste statt, darum sind die Kollekten-Einnahmen eingebrochen. Dennoch ist der Bedarf nach finanzieller Unterstützung groß, gerade in Osteuropa. Hier sind viele diakonische Einrichtungen hart von der Pandemie getroffen. Mit zwei Sonderförderprogrammen will die Diakonie RWL helfen.
Mit Blick auf die Ermittlungen gegen Beschäftigte der diakonischen Stiftung Wittekindshof hat Diakonie RWL-Vorstand Christian Heine-Göttelmann die engen Grenzen für ein sogenanntes Fixieren betont. Die Mitarbeitenden in der Pflege und Eingliederungshilfe tragen eine fachliche, rechtliche und ethische Verantwortung, sagt er im epd-Gespräch.
Über sieben Jahre war Karin Kuschmierz arbeitslos. Das Teilhabechancengesetz gibt ihr seit zwei Jahren eine echte Perspektive - als Bürohelferin beim diakonischen Beschäftigungsträger NEUE ARBEIT Essen. In der Pandemie ist sie über sich selbst hinausgewachsen, lobt ihr Arbeitgeber. Beide ziehen eine positive Zwischenbilanz des Gesetzes, das Anfang 2019 gestartet wurde.