In Flüchtlingsunterkünften leben die Menschen auf engstem Raum zusammen. Um Corona-Ausbrüche zu vermeiden, müssten sie schnell geimpft werden. Doch es fehlt an klaren Konzepten und ausreichender Aufklärung, kritisieren die beiden Diakonie RWL-Flüchtlingsexpertinnen Karin Wieder und Hanna Zängerling in unserer Reihe #ärmelhoch.
Ausverkauft – die reichsten Nationen haben sich die verfügbaren Impfstoffe gesichert. Während in den USA die Hälfte der Bevölkerung gegen das Virus geimpft wurde, ist in mindestens 30 Ländern noch keine einzige Dosis angekommen. Eine gerechte Verteilung ist notwendig, um die Pandemie zu besiegen, sagt Ulrich Christenn vom Zentrum Drittmittel und Fundraising in unserer neuen Folge der Reihe #ärmelhoch.
Weniger Bürokratie und mehr Zeit für die Patienten. Das wünschen sich viele ambulante Pflegekräfte. Zwar helfen digitale Anwendungen den Pflegediensten schon jetzt dabei, Zeit zu sparen. Doch es wäre noch viel mehr möglich. Die Pflegedienste fühlen sich durch das Fehlen einer Digitalisierungs-Strategie in der Pflege ausgebremst.
Jeder neunte Mensch in NRW hat eine Schwerbehinderung. Viele von ihnen sind in der Corona-Pandemie gesundheitlich besonders gefährdet. Deshalb möchte sich der Großteil so schnell wie möglich impfen lassen. Doch es gibt auch viele Ängste. "Die müssen wir ernst nehmen", betont Tobias Lamers, Teamleiter Eingliederungshilfe in unserer neuen Folge der Reihe #ärmelhoch.
"Housing First" wird oft als Garant in der Wohnungslosenhilfe gehandelt. Das aus den USA stammende Konzept gibt Menschen, die lange oder immer wieder auf der Straße gelebt haben, eine richtige Wohnung mit eigenem Schlüssel. Und zwar ohne dies an Bedingungen zu knüpfen. Doch hilft dieses Modell wirklich im Kampf gegen die Wohnungslosigkeit in Deutschland, die seit Jahren steigt? Klar ist, die Pandemie erschwert alles nur noch.
Düsseldorf/Bielefeld/Dortmund, 8. April 2021. Selten war ein Zuhause so wichtig wie in der Corona-Pandemie. Doch viele Menschen finden keine bezahlbaren Wohnungen. In Deutschland müssten jährlich etwa 400.000 Wohnungen gebaut werden, um die Nachfrage zu decken. Diakonie und Kirche wollen gegen Wohnungsnot aktiv werden und nutzen dafür eigene Grundstücke und Immobilien. Ein neuer Praxisleitfaden des Diakonischen Werkes Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL) unterstützt sie dabei.
Selten war ein Zuhause so wichtig wie in der Corona-Pandemie. Doch viele Menschen finden keine bezahlbaren Wohnungen. In Deutschland müssten jährlich etwa 400.000 Wohnungen gebaut werden, um die Nachfrage zu decken. Oft fehlen aber geeignete Grundstücke. Diakonie und Kirche können mit ihrem Eigentum einen aktiven Beitrag gegen die Wohnungsnot leisten. Ein neuer Praxisleitfaden der Diakonie RWL will sie dazu ermutigen. Einige gute Beispiele gibt es bereits.
Krieg, Terror und Pandemie-Risikogebiet – Afghanistan gilt als eines der gefährlichsten Länder der Welt. Die Corona-Krise hat die gesundheitliche und wirtschaftliche Lage für die Bevölkerung noch einmal verschärft. Aktuell hungern dort vier von zehn Menschen. Trotzdem wird seit Dezember wieder regelmäßig nach Afghanistan abgeschoben. Die Diakonie RWL hält das für unverantwortlich.
Niedliche Schoko-Osterhasen füllen gerade jedes Supermarktregal. Doch kaum jemand weiß, dass der Kakao dafür in Kinderarbeit hergestellt wurde. Mit einer Backaktion macht "Brot für die Welt" jetzt darauf aufmerksam. In Kirchengemeinden verwandeln Ehrenamtliche unverkäufliche Schokolade des Fairhandelshauses GEPA in Schokobrötchen und -hasen. Diakonie RWL-Fundraiser Ulrich Christenn hat mitgemacht.
Frühere Strafgefangene finden oft nur schwer zurück in ein normales Leben. In Zeiten der Pandemie sind die Hürden bei der Suche nach Wohnung und Arbeit noch höher geworden. Die Straffälligenhilfe in der Diakonie RWL berichtet von Haftentlassenen, die wochenlang ohne Geld und Krankenversicherung dastehen.