Schon in der Schule war ihr klar, dass sie einen sozialen Beruf ergreifen wollte. Jetzt arbeitet Michelle Blank in einer Jugendwohngruppe der Diakonie Saar in Neunkirchen. Sie unterstützt die Mädchen, die getrennt von ihren Eltern aufwachsen, auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Ein verantwortungsvoller und vielfältiger Job, meint die 26-jährige Heimerzieherin, die nebenbei noch soziale Arbeit studiert.
Julia Pröpper wusste schon lange vor dem Abitur, dass sie Lehrerin werden wollte. Um Klarheit zu bekommen, ob sie an einer Förderschule unterrichten möchte, macht die 18-Jährige nun ein FSJ. Und zwar in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Mönchengladbach. Die soziale Arbeit macht ihr viel Spaß, wirft aber auch neue Fragen auf.
Eigentlich wollte Marcel Raczka Bauingenieur werden. Doch dann schenkte er seine alten Spielsachen einer Evangelischen Kita in Arnsberg. Und plötzlich war da die Idee, Erzieher zu werden. Jetzt macht Marcel Raczka dort seine Ausbildung. Der 23-jährige Azubi ist begeistert von einem Beruf, in dem er als Mann besondere Akzente setzen möchte.
Ricarda Kattwinkel hat verschiedene Berufe ausprobiert, bis sie wusste, Altenpflege ist das, was sie lernen möchte. Die 31-Jährige macht eine Ausbildung im Altenzentrum Cronenberg der Diakonischen Altenhilfe Wuppertal. Besonders erfüllend findet sie die Arbeit mit demenzkranken Patienten. Darauf möchte sie sich später spezialisieren.
Das Kurzarbeitergeld reicht nicht, die Aufträge fehlen, der Job ist weg – und die Schulden wachsen. Maike Cohrs hat schon viele Menschen vor dem Absturz in Armut und Existenznot bewahrt. Als Schuldnerberaterin ist sie in der Pandemie besonders gefragt. Doch es braucht dringend mehr Sozialarbeiter für diesen Job, findet sie und unterstützt die "Aktionswoche Schuldnerberatung", die vom 7. bis 11. Juni stattfindet.
Düsseldorf, 2. Juni 2021. Die LAGÖF NRW – der Zusammenschluss von Trägern der freien und öffentlichen Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen – begrüßt das geplante Aufholpaket des Bundes für Kinder und Jugendliche nach der Pandemie, hält dieses aber perspektivisch für nicht ausreichend. Der Bund hat ein Zwei-Milliarden-Euro-Programm verabschiedet, das unter anderem Lernhilfen, Ferien- und Freizeitmaßnahmen fördert. "Diese Einmalzahlung reicht nicht aus", betont LAGÖF-Vorstand Christian Heine-Göttelmann. Er ist ebenfalls Vorstand des Diakonischen Werks Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL). Nötig sei eine weitere regelmäßige Unterstützung zumindest in den kommenden fünf Jahren.
Egal, ob sie in Notunterkünften, Tageseinrichtungen, Frühstückscafés oder Kirchen stattfinden – die Impfungen für wohnungs- und obdachlose Menschen werden in Nordrhein-Westfalen gut angenommen. Dabei kommt zum ersten Mal der Impfstoff von Johnson & Johnson zum Einsatz. Dass ein Piks reicht, trägt zum Erfolg der Aktion bei, erklärt Diakonie RWL-Wohnungslosenexperte Jan Orlt in unserer Impfreihe #ärmelhoch.
Ziemlich fair geht es in der Ev. Kindertagesstätte am Burgacker in Duisburg zu. Die Mädchen und Jungen pflanzen ihr eigenes Gemüse an, basteln mit alten Stoffresten und lernen, wo ihre Schokolade herkommt. Einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn bringen alle Kinder mit, ist Kitaleiterin Claudia Wiese-Kreie überzeugt. Man muss ihn nur fördern. Ihre Einrichtung ist eine von fast 300 in NRW, die mit dem Zertifikat "Faire Kita" ausgezeichnet wurden.
Keine Frage, der Kita-Alltag im Notbetrieb ist schwierig. Er ist in Pandemie-Zeiten von ständig wechselnden Vorschriften und Beschränkungen bestimmt. Doch wie genau steht es um die Psyche der Kleinsten, wie um die Bildungspartnerschaft zwischen Kita und Eltern? Unsere Kita-Fachexpertinnen Claudia March und Kim Dietz nehmen zum heutigen Tag der Kinderbetreuung Stellung.
Düsseldorf, 6. Mai 2021. Pflegebedürftigkeit ist zum realen Armutsrisiko geworden. Deshalb setzen sich das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL) und der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) mit einem Strategiepapier des DEVAP für eine durchdachte Pflegereform ein. "Wir wollen eng mit den Politikerinnen und Politikern aus NRW zusammenarbeiten", betont Diakonie RWL-Vorstand Christian Heine-Göttelmann.