Düsseldorf, 18. August 2021. Zu wenig Informationen, zu wenig Unterstützung von Behörden, viel zu komplizierte Anträge: Einkommensarme Familien brauchen mehr "Hilfen aus einer Hand", um aus Existenznot und Bildungsarmut herauszufinden. Vor der Bundestagswahl fordert die Diakonie deshalb, die Sozialberatung in den Kommunen auszubauen. "Die Sozialberatung muss staatlich finanzierte Pflichtaufgabe werden. Wir brauchen mehr auf Dauer angelegte Hilfen, um besonders Kinder zu schützen", betonte die Vorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, Maria Loheide, am Mittwoch in Düsseldorf.
Der Schock war groß, als Erzieherinnen, Eltern und Kinder die Zerstörungen sahen. Das Hochwasser hatte ihre evangelische Kita in Rösrath bei Köln überflutet. Schnell haben alle angepackt, um zu entrümpeln, Spenden zu sammeln und Alternativräume zu finden. Sabrina Wagner ist bei der Diakonie Michaelshoven für die Kita zuständig und hat mit dafür gesorgt, dass die 65 Kinder wieder ein Dach über dem Kopf haben.
Am kommenden Sonntag wird der Katastropheneinsatz im Ahrtal beendet. Die Hilfsorganisationen, die derzeit noch auf dem ehemaligen Flugplatz in Mendig stationiert sind, gehen dann. Aber die Katastrophe bleibt – und die vom Hochwasser betroffenen Menschen auch. "Der Bedarf an Seelsorge endet nicht", sagen die Pfarrer.
Ob die Beantragung von Soforthilfe oder organisatorische Tipps: Mitglieder haben viele Fragen rund die Vergabe von Spenden und zur Unterstützung, die sie von den Fundraising-Experten der Diakonie RWL bekommen. Hier stellen wir fortlaufend wichtige Informationen für Sie zusammen.
Ob Kinder- und Altersarmut, Pflegenotstand, Wohnungsnot oder Bildungsmisere – die künftige Bundesregierung muss Lösungen für viele drängende sozialpolitische Themen finden. Doch welche Partei steht hier für was? Vor der Bundestagswahl am 26. September bietet die Diakonie den Wählern mit ihrem Sozial-O-Mat wieder eine Entscheidungshilfe.
Die Solidarität nach der Flut-Katastrophe ist immens: Rund 35 Millionen Euro sind bereits auf dem Spendenkonto der Diakonie RWL eingegangen. Mit dem Geld helfen Diakonie und die evangelischen Kirchen schnell und unbürokratisch. Wir zeigen, wie die Unterstützung für private Haushalte und diakonische Einrichtungen aussieht.
Kein Geheul von Sirenen und Hubschraubern, kein Staub und Schlamm mehr – Kinder aus den stark betroffenen Hochwassergebieten kommen in der Ferienfreizeit der Diakonie RWL-Freiwilligendienste zur Ruhe. Sie dürfen draußen spielen, auf Schatzsuche gehen, Freundschaften schließen. Und wenn sie über ihre Erlebnisse und Sorgen sprechen möchten, sind Pädagogen und Freiwillige für sie da.
Seite an Seite mit denjenigen, die alles verloren haben. Die diakonischen Sozialberatungsstellen in den Hochwassergebieten zahlen Soforthilfen, beraten bei Anträgen und hören zu. Sie bieten schnelle Unterstützung, um durch die ersten Wochen nach der Flut zu kommen. Dabei geht es zunächst um "Handgeld" für passende Schuhe, eine Tankfüllung oder Medikamente.
Das Bethel-Inklusionshotel "Zum Weinberg"sollte nächstes Jahr in Bad Neuenahr eröffnet werden. Nach der Hochwasserkatastrophe wird der Rohbau nun als Versorgungslager genutzt. Diakonie RWL-Vorstand Christian Heine-Göttelmann hat ihn mit Bethel-Vorständin Johanna Will-Armstrong besucht. Die Diakonie will mit ihren Spendengeldern bei der Wiederaufbauhilfe unterstützen.
Vor drei Jahren wurde in Bayern das erste Ankunfts-, Entscheidungs- und Rückkehrzentrum für Geflüchtete eröffnet, kurz AnkER-Zentrum genannt. In NRW gibt es mittlerweile 36 ähnliche Sammelunterkünfte, in denen etwa 6.500 Menschen leben müssen. Gemeinsam mit anderen Organisationen ruft die Diakonie zur Abschaffung dieser Großunterkünfte auf. Flüchtlingsexperte Dietrich Eckeberg erklärt, warum.