Prügel, Drohungen, Demütigungen und Einschüchterungen. Wenn die Beziehung der Eltern von Gewalt geprägt ist, geht das meist auch an den Kindern nicht spurlos vorbei. Schwere seelische Verletzungen können die Folge sein. Damit Kinder und Jugendliche das Erlebte altersgerecht verarbeiten können, gibt es im Frauen- und Gewaltschutzzentrum "Der Wendepunkt" der Diakonie Michaelshoven besondere Unterstützung.
Wenn Frauen in ihrem Zuhause Gewalt erfahren und um ihr Leben fürchten müssen, ist der Gang ins Frauenhaus oft die einzige Möglichkeit, dem zu entkommen. Doch nach wie vor gibt es zu wenig Plätze. Dabei hat Häusliche Gewalt in den vergangenen Jahren sogar zugenommen.
Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen erinnert jedes Jahr im November daran, dass Frauenrechte weltweit nicht selbstverständlich sind. Dabei hat sich Deutschland mit der sogenannten Istanbul-Konvention dazu verpflichtet, auf staatlicher Ebene alles dafür zu tun, dass Gewalt an Frauen verhindert und bekämpft wird. Außerdem sollen Betroffene Schutz und Unterstützung bekommen. Wie sieht der Realitäts-Check aus?
Trotz vieler unbesetzter Ausbildungsplätze wächst die Zahl der Jugendlichen, die den Schritt in einen qualifizierten Beruf nicht schaffen. Die Berufseinstiegsbegleitung hat sich bei der GESA gGmbH Wuppertal als wirksames Instrument erwiesen, um Jugendlichen Brücken in den Job zu bauen. Doch ausgerechnet in einer Zeit des Fachkräftemangels will die NRW-Landesregierung dieses Förderprogramm nun einsparen.
Rund 32.000 Menschen aus ganz Nordrhein-Westfalen haben auf den Oberkasseler Rheinwiesen in Düsseldorf für ein soziales NRW und gegen die Kürzungspläne der Landesregierung im Sozialbereich protestiert. Zur Großdemo hat die Freie Wohlfahrtspflege aufgerufen. "Nehmen Sie die Sozialkürzungen zurück!", fordert Diakonie RWL-Vorständin Kirsten Schwenke die schwarz-grüne Landesregierung auf.
Die Nachfrage steigt: Immer mehr Menschen in NRW suchen Beratung, weil sie Kredite nicht mehr bedienen und Schulden nicht bezahlen können. Doch längst nicht alle Ratsuchende finden auch Hilfe. Schuldnerberaterin Maike Cohrs hatte sich Hoffnung auf Besserung gemacht – stattdessen will das Land jetzt weiter kürzen.
Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat ihre Sparpläne vorgestellt: Fast 83 Millionen Euro für die Freie Wohlfahrtspflege und damit für die soziale Infrastruktur in NRW sollen wegfallen. "Das wäre eine Katastrophe", sagt Heike Keßler-Wiertz, Vorstand Diakonisches Werk im Kirchenkreis Aachen e.V.
Nach dem Anschlag in Solingen haben sich die Diskussionen um Asyl und Migration deutlich verschärft. Zunehmend werden populistische Forderungen laut. Diakonie RWL-Vorstand Christian Heine-Göttelmann mahnt mehr Besonnenheit an. "Eine Eskalationsdebatte hilft nicht, um die Herausforderungen beim Thema Asyl und Migration anzugehen", sagte er bei einer Pressekonferenz.
Düsseldorf, 7. November 2024. Die Diskussionen um Asyl und Migration haben sich nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag Ende August in Solingen deutlich verschärft. Inmitten dieser aufgeheizten Debatte werden zunehmend populistische Forderungen laut, die von der Abschaffung des Individualrechts auf Asyl über die Streichung von Sozialleistungen bis hin zu schnelleren Abschiebungen reichen. Diese Forderungen stellen dabei das im Grundgesetz verankerte individuelle Recht auf Asyl und das Recht auf eine menschenwürdige Existenz in Frage, wurden aber teilweise in die sogenannten Sicherheitspakete von Land und Bund aufgenommen.
Düsseldorf (5. November 2024). Mehr Abschiebungen über die Flughäfen in Nordrhein-Westfalen: 2470 Menschen sind im Jahr 2023 per Flugzeug aus NRW abgeschoben worden. Das waren 45 Prozent mehr als im Jahr zuvor (1701 Menschen). Nach Frankfurt werden damit vom Düsseldorfer Flughafen die zweitmeisten Abschiebungen durchgeführt.