Kraft zum Leben schöpfen
„Wenn wir zur Eröffnung der neuen Spendenaktion von Brot für die Welt von Wasser und Durst sprechen, dann kommen beide Dimensionen zusammen: die körperlich-physische und die bildhaft-geistliche“, so Präses Dr. Thorsten Latzel in seiner Predigt.
Tatsächlich sei es eine ganz konkrete Erfahrung von täglichem Durst, die viele Menschen beschäftige, während wir es in unseren Breitengraden gewohnt seien, Wasser als selbstverständlich, geradezu als Lifestyle mit unterschiedlichen Härtegraden wahrzunehmen. Daher seien physischer und spiritueller Durst zusammenzudenken.

Präses Dr. Thorsten Latzel während seiner Predigt
Brunnen schützen
Latzel weiter: „Es wäre Heuchelei, nur vom ,lebendigen Wasser‘ zu predigen und die leeren Kanister der Welt zu übersehen. Gottes Heil zielt immer auf beides: auf den Leib und auf die Seele. Denn Wasserkrise, der Mangel an Zugang zu sauberem Trinkwasser und das Leiden von zwei Milliarden Menschen: Das alles sind Symptome menschlicher Verantwortungslosigkeit und des Versagens.“
Brot für die Welt erinnere daran, „dass die Suche nach dem lebendigen Wasser eine geistliche und zugleich auch eine politische, ökologische und soziale Aufgabe ist. Wer an die Quelle des Lebens glaubt, muss die Brunnen dieser Welt schützen".

Christian Heine-Göttelmann, Vorstand Diakonie RWL
Hilfe zur Selbsthilfe
Neben Dürren bedrohen auch Überschwemmungen und der steigende Meeresspiegel das Leben vieler Menschen. Gerade in Ländern des Globalen Südens leiden die Menschen darunter am meisten. Dabei haben sie am wenigsten zur Klimakrise beigetragen. Wasser ist dort ein Sinnbild für fehlende Gerechtigkeit.
„Mit Partnerorganisationen in mehr als 80 Ländern arbeitet Brot für die Welt jeden Tag daran, Menschen Hoffnung zu geben. Brot für die Welt trägt dazu bei, Hunger, Armut und Ungerechtigkeit zu überwinden und leistet Hilfe zur Selbsthilfe“, sagte Christian Heine-Göttelmann, Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe.
Im Mittelpunkt der regionalen Eröffnung im Rheinland stand ein Projekt von Brot für die Welt in Uganda. Neue Regenwassertanks schenken Frauen und Mädchen mehr Zeit für die Landwirtschaft und die Schule. Früher mussten sie Trinkwasser aus einer weit entfernten Quelle holen. Diese langen Wege gehören der Vergangenheit an. Durch den Bau von Regenwassertanks werden die Familien mit Trinkwasser versorgt, das sie außerdem für die Bewässerung von Gemüsegärten nutzen können.
Text: Sabine Portmann Fotos: Achim Pohl / Kirchenkreis Essen
Ansprechperson
Kurztext
Schwerpunkt der Arbeit von Brot für die Welt ist die Ernährungssicherung. In Zeiten des Klimawandels und knapper werdender Ressourcen wird der Kampf gegen Hunger und Mangelernährung immer wichtiger.





