Pressemitteilung

Mehr als 70 Millionen Euro Spenden für Brot für die Welt im vergangenen Jahr

Evangelisches Entwicklungswerk legt Jahresbilanz vor – 15,5 Millionen Euro Spenden aus dem Rheinland, Westfalen und Lippe

Brot für die Welt hat im vergangenen Jahr bundesweit deutlich mehr Spenden und Kollekten von Privatpersonen und Gemeinden erhalten. Im Gebiet der evangelischen Landeskirchen Rheinland, Westfalen und Lippe waren es 15,5 Millionen Euro, das ist deutlich mehr als 2023 (2023: 13,2 Millionen Euro, Steigerung um 17 Prozent). Deutschlandweit spendeten die Menschen 4,6 Millionen Euro mehr als im Jahr 2023.

Fördermittel und Spenden

"Danke an alle Unterstützerinnen und Unterstützer für ihre Spende an Brot für die Welt. Insbesondere in diesen für viele Menschen finanziell schweren Zeiten ist jeder Beitrag ein starkes Zeichen der Solidarität“, sagt Kirsten Schwenke, juristische Vorständin der Diakonie RWL. Weil die Entwicklungsorganisation weniger Geld aus dem „Bündnis Entwicklung hilft“ erhalten hat, ist das Spendenergebnis insgesamt leicht rückläufig. Das liegt insbesondere am rückläufigen Spendenaufkommen beim „Bündnis Entwicklung hilft“ im Zuge der Ukraine-Unterstützung. Bundesweit gingen bei Brot für die Welt im vergangenen Jahr 73,9 Millionen Euro Spenden und Kollekten ein (2023: 75,9 Mio. Euro).

Entwicklungsprojekte von Brot für die Welt

Neben Spenden und Kollekten erhielt Brot für die Welt im vergangenen Jahr Geld des Kirchlichen Entwicklungsdienstes und Drittmittel. Das sind vor allem Mittel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Insgesamt standen dem Hilfswerk der evangelischen Kirchen und Freikirchen für seine Arbeit 332,3 Millionen Euro zur Verfügung—rund 0,2 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Das ist unter anderem auf mehr Einnahmen aus Nachlässen zurückzuführen.

Brot für die Welt hat im vergangenen Jahr weltweit 2.919 Projekte gefördert. Regionale Schwerpunkte waren Afrika und Asien. Insgesamt wurden 318,7 Millionen Euro verausgabt. Rund 91 Prozent der verwendeten Mittel, 289,3 Millionen Euro, hat Brot für die Welt für Entwicklungsprojekte ausgegeben. Für Werbe- und Verwaltungsaufgaben wurden rund 9 Prozent eingesetzt. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bewertet den Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben als niedrig. Das ist die beste zu vergebende Kategorie.

Brot für die Welt setzt sich als Werk der evangelischen Landes- und Freikirchen und ihrer Diakonie seit 1959 für globale Gerechtigkeit, Ernährungssicherheit, Klimagerechtigkeit und Menschenrechte ein. Gemeinsam mit 1.500 Partnerorganisationen ermöglicht Brot für die Welt in fast 90 Ländern, dass benachteiligte Menschen ihre Lebenssituation aus eigener Kraft nachhaltig verbessern.

 

Ansprechperson

Katharina Kindsmueller
Katharina Kindsmüller
Referentin
K.Kindsmuelleratdiakonie-rwl.de

Ansprechperson

Prokop Bowtromiuk
Pressesprecher Brot für die Welt
prokop.bowtromiukatbrot-fuer-die-welt.de