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Psychische Belastungen im Arbeitsalltag erkennen und handeln

12. Fachtag Betriebliches Gesundheitsmanagement

Psychische Belastungen spielen im Arbeitsalltag eine zunehmend wichtige Rolle. Deshalb widmete sich der bereits 12. BGM-Fachtag, eine Kooperation der Diakonie RWL, der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) und der BKK Diakonie, intensiv der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen (GB Psyche). Die Veranstaltung bot eine Plattform für Austausch, Wissenserweiterung und praxisnahe Lösungsansätze.

Gesundheit, Pflege und Alter
Organisationsteam mit Gastreferent, von links nach rechts: Axel Bremecke (Geschäftsfeld Krankenhaus und Gesundheit), Elena Köckerling (BKK Diakonie), Ulla Vogt (BGW), Lukas Loewe (VisionGesund), Frank Großheimann (BKK Diakonie)
© Ulla Vogt

Nach der Arbeit in den "Werkstätten": Das Organisationsteam mit Gastreferent (von links nach rechts): Axel Bremecke (Geschäftsfeld Krankenhaus und Gesundheit), Elena Köckerling (BKK Diakonie), Ulla Vogt (BGW), Lukas Loewe (VisionGesund), Frank Großheimann (BKK Diakonie)

Warum psychische Belastungen im Arbeitsalltag ernst genommen werden müssen

Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen ist ein zentraler Bestandteil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Sie hilft Unternehmen und sozialen Einrichtungen, die mentale Gesundheit ihrer Mitarbeitenden zu fördern und Belastungsfaktoren frühzeitig zu erkennen. Dadurch können präventive Maßnahmen ergriffen werden, bevor sich Stress und Überlastung auf die Arbeitsleistung oder die Gesundheit der Mitarbeitenden auswirken.

Impulse und Fachwissen von Experten

Nach einer Einführung ins Thema gab der Gesundheitswissenschaftler Lukas Loewe (Geschäftsführer "VisionGesund" und externer BGW-Berater) einen Impulsvortrag zur Bedeutung und Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung Psyche. Dabei wurden wissenschaftliche Erkenntnisse ebenso behandelt wie praxisnahe Ansätze, die in sozialen und diakonischen Einrichtungen angewendet werden können.

Im Anschluss an den Vortrag erhielten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich auszutauschen und ihre eigenen Erfahrungen und Herausforderungen zu diskutieren. Dieser interaktive Dialog erwies sich als besonders wertvoll, da viele Einrichtungen bereits Maßnahmen zur Gefährdungsbeurteilung umsetzen oder kurz vor der Implementierung stehen.

Praxisnahe Workshops zur Gefährdungsbeurteilung

Am Nachmittag arbeiteten die Teilnehmenden in drei parallelen Werkstätten, die sich mit folgenden Aspekten der Gefährdungsbeurteilung befassten:

  • Auswahl geeigneter Methoden zur Erfassung psychischer Belastungen
  • Zusammenstellung der Zielgruppen, um repräsentative Ergebnisse zu erhalten
  • Festlegung des Formates (digital, analog oder hybrid) für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung

Die Diskussionen und Gruppenarbeiten ermöglichten es den Teilnehmenden, unterschiedliche Ansätze kennenzulernen und voneinander zu lernen. Durch die vielfältigen Erfahrungen entstand ein konstruktiver Austausch, der neue Impulse für die Umsetzung in den jeweiligen Einrichtungen setzte.

Vielfältige Perspektiven aus der Praxis

Die 37 Teilnehmenden kamen aus verschiedenen Bereichen diakonischer Einrichtungen und setzten sich aus BGM-Beauftragten, Qualitätsbeauftragten, Personalverantwortlichen und Mitarbeitervertretungen zusammen. Die breite fachliche Vielfalt und regionale Streuung sorgten für einen vielschichtigen und praxisnahen Austausch.

Die Veranstaltung verdeutlichte, dass die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen ein wichtiger Bestandteil eines nachhaltigen Gesundheitsmanagements ist. Mit den gewonnenen Erkenntnissen können diakonische Einrichtungen ihre Strategien weiterentwickeln und zur langfristigen Förderung der psychischen Gesundheit ihrer Mitarbeitenden beitragen.

Text: Axel Bremecke, Hannah Dollberg, Fotos: Ulla Vogt

Ansprechperson

Axel Bremecke
Referent
Krankenhaus und Gesundheit
A.Bremeckeatdiakonie-rwl.de
Hannah Dollberg
Referentin
Krankenhaus und Gesundheit
H.Dollbergatdiakonie-rwl.de