Ohne uns geht's nicht
Klar ist: Ohne uns geht's nicht. Aber wie können wir das zielgerichtet vermitteln? Expert*innen aus Wissenschaft, Journalismus und Kommunikation gaben im Rahmen der VrDW-Frühjahrsklausur wichtige Impulse für die Arbeit der regionalen diakonischen Werke.
Kommunikationsmut beweisen
Professor Rolf G. Heinze von der Ruhr-Universität Bochum nutzte sein umfassendes Wissen über die Wohlfahrtspflege, um wegweisende Handlungsempfehlungen für die Arbeit der regionalen Werke vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen und zunehmender fiskalpolitischer Drücke zu geben. Denn die Fähigkeit der Diakonie, Demokratie und sozialen Zusammenhalt vor Ort in den Quartieren zu fördern, sei gerade in Zeiten der zunehmenden gesellschaftlichen Passivierung und politischer Polarisierung unentbehrlich. Diese Bedeutung müsse der Politik mit mehr Kommunikationsmut bewusst gemacht werden.
Relevanz vor Ort zeigen
Inspirationen dafür konnten durch Anne Krums Einblicke in ihre Arbeit als Chefredakteurin Digital & Entwicklung bei der Funke Mediengruppe Digital und Entwicklung bei der Funke-Mediengruppe (u. a. WAZ, NRZ und Westfalenpost) gesammelt werden – die Lokaljournalistin rät dazu, über neue Erzählformen und Plattformen näher an die Menschen heranzurücken und tief in Geschichten einzusteigen. Die regionalen diakonischen Werke können ihre Nähe zu den Menschen vor Ort nutzen, um persönliche, bewegende Geschichten zu erzählen und so ihre Arbeit und deren Relevanz besser zu verdeutlichen.
Starke Narrative bauen
Frank Wolf, Mitgründer und Chief Strategy Officer von Staffbase, einem Cloud-Anbieter für Mitarbeiterkommunikation, teilte mit den Teilnehmenden der Frühjahrsklausur seine Expertise zu Narrativen. Denn ein starkes Narrativ sei entscheidend, um eine authentische und zielführende Kommunikationsstrategie aufzubauen, in der jede geteilte Geschichte auf das gleiche, große Gesamtbild einzahle.
Nach diesen intensiven und lehrreichen Stunden kamen die Teilnehmenden in drei Workshop-Gruppen zusammen, um die Inputs mit der eigenen Arbeit zu verbinden und bereits mit Blick auf die NRW-Kommunalwahl in diesem September in ihre Kommunikationsstrategie einfließen zu lassen. Zum Abschluss des ersten Tages fanden sich die Teilnehmenden noch in den regionalen Teilkonferenzen für Westfalen und das Rheinland zusammen.
Am Freitag wurde die verbleibende Zeit genutzt, um die Ergebnisse aus den Workshoprunden vom Vortag zu präsentieren und in einer zweiten Workshopphase – inspiriert von den Expert*innen-Inputs – an Kommunikationskonzepten für die Kommunalwahl zu arbeiten. Mit der Präsentation aktueller Informationen aus dem Landesverband und den regionalen diakonischen Werken (u.a. stellten die Diakonien aus Solingen und Wuppertal ihre kürzlich veröffentlichte Studie zum Social Return on Invest (SROI) vor) gingen zwei Tage voller inspirierender Eindrücke und Gespräche zu Ende.
Text: Katharina Kindsmüller, Fotos: Diakonie RWL
Ansprechperson
diakonie-rwl.de




