Infoseite für DKH-Regionalteams

Hier finden Sie Informationen und Materialien für die Arbeit der mobilen Fluthilfe-Teams der Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland-Westfalen-Lippe.

Aufgaben DKH-Regionalteams

Angepasst auf die jeweils örtliche Situation und den Bedarf geht es um folgende Aufgaben:

  • Sozial-diakonische Beratung (Büro, Hausbesuche)
  • Unterstützung bei Antragsstellung (Land, DKH-RWL, Versicherung)
  • Bewilligung von Spendengeldern (Auszahlung, Nachweisführung)
  • Psycho-soziale, seelsorgliche Angebote
  • Vermittlung in Regelangebote
  • Vernetzung und Abstimmung mit HiOrgs, Kommune, Kirchengemeinden und Landesverband
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Supervision für Mitarbeitende

Anleitung Workflow

In der Anleitung werden Sie Schritt für Schritt durch den Workflow in unserem Online-Antragssystem geleitet:

  • Was müssen Sie als DKH-Team beachten?
  • Wie funktioniert die Bewilligung?
  • Wie können Sie weitere Daten hinzufügen?
  • Neu: Grundsätze der erweiterten Wiederaufbauhilfe & Empfehlung zur "Puffer-Regelung" 

Wollen Sie mit dem Team des Zentrum Drittmittel und Fundraising zu den Anträgen sprechen, dan wenden Sie sich bitte an die u.a. Ansprechpersonen.

Ansprechpersonen

Antragsberatung

Oliver Kraft
Sachbearbeitung
Drittmittel und Fundraising
O.Kraftatdiakonie-rwl.de

Antragsberatung

Ursula Schneider-Watzlawik
Sachbearbeitung
Drittmittel und Fundraising
U.Schneider-Watzlawikatdiakonie-rwl.de

Antragsberatung

Julia Schaaf
Referentin
Drittmittel und Fundraising
J.Schaafatdiakonie-rwl.de
Beratungsgespräch von zwei Frauen an einem weißen Schreibtisch in einem hellen Raum.

Gesonderte Hinweise zu finanziellen Einzelfallhilfen

Fonds zur Betreuung, Entlastung und Erholung

Viele Menschen in den Hochwassergebieten haben schreckliche Erfahrungen gemacht. Sowohl Betroffene als auch Helfende mussten persönlich belastende Situationen erleben. Der Bedarf an entsprechenden Unterstützungsangeboten ist hoch. Aus diesem Grund ist eine finanzielle Förderung für Angebote möglich, die dabei helfen, traumatische Erlebnisse zu verarbeiten. Beispiele könnten sein: kostenlose niedrigschwellige psychosoziale Hilfen (etwa Gruppenangebote), Entlastung für betroffene Familien beispielsweise durch psychosozialen Beistand oder finanzielle Unterstützung unter anderem für Erholungsurlaub von betroffenen Familien. Nach entsprechender Prüfung vor Ort ist eine Förderung von bis zu 10.000 Euro möglich.

Weitere Informationen und Antragstellung gibt es hier.

Erweiterte Wiederaufbauhilfe

Sollten Personen trotz bereits erhaltener Wiederaufbauhilfe weiterhin Unterstützungsbedarf zur Finanzierung ihres Eigenanteils im Wiederaufbau ihres selbstgenutzten Eigenheims haben, können sie einen Antrag auf erweiterte Wiederaufbauhilfe stellen.  Antragsberechtigt sind alle Personen, die bereits einen Erstantrag auf Wiederaufbauhilfe abgeschlossen haben und ihre Immobilie vollständig selbst nutzen. Zusätzlich zu den sonstigen Unterlagen werden im Falle der Wiederaufbauhilfe Dokumente zum Beleg über die in der Selbstauskunft gemacht Angaben benötigt (Einkommenssteuerbescheid, Bankauszüge etc.). Eine Förderung ist in Höhe von bis zu weiteren 50.000 Euro (Maximalförderung 75.000 Euro) möglich. Details zum Verfahren und dem Umgang mit den gemachten Angaben finden Sie untenstehend im Dokument "Grundsätze der erweiterten Wiederaufbauhilfe".

Puffer-Empfehlung bei allen Wiederaufbauhilfen
 
Es muss stets auf die mögliche Überkompensation geachtet werden. Um den Staat nicht durch den Einsatz von Spendenmitteln zu entlasten und den Betroffenen gleichzeitig schnell und pragmatisch Wiederaufbauhilfe auszahlen zu können, werden folgende Handlungsschritte empfohlen:
 
  • Auszahlung einer maximalen Fördersumme mit Puffer, d. h. mit gegebenem Abstand zum maximalen Eigenanteil. Empfohlen wird eine Förderhöhe von rund 80 Prozent des Eigenanteils (bis max. 75.000 Euro), so der Wiederaufbauhilfeprozess noch nicht abgeschlossen ist. Ein Folgeantrag nach Abschluss des Wiederaufbaus ist bis zur Höchstgrenze immer möglich.
  • Bei einem abgeschlossenen Wiederaufbauhilfeprozess und abgeschlossenem Verwendungsnachweis gegenüber dem Land können auch 100 Prozent des Eigenanteils (bis max. 75.000 EUR) finanziert werden, so die sonstigen Förderbedingungen eingehalten werden und der Abschluss belegt werden kann.

Grundsätze erweiterte Wiederaufbauhilfe

Staatliche Hilfen: FAQs und Richtlinien

Wiederaufbauhilfen

Betroffene, die selbst in ihrem von der Flut beschädigten Eigentum leben, können staatliche Unterstützung für den Wiederaufbau ihrer Immobilie erhalten. Die staatlichen Mittel decken meist 80 Prozent der erstattungsfähigen Kosten. Über einen Online-Antrag können die Menschen bei der Diakonie Katastrophenhilfe RWL finanzielle Unterstützung für die verbleibenen 20 Prozent beantragen. Alle Informationen und den Link zum Antragsformular finden Sie hier auf der eigens eingerichteten Website.

Zur Beantragung der Wiederaufbauhilfe müssen Betroffene eine Selbstauskunft über ihr Einkommen und Vermögen ausfüllen. Diese Selbstauskunft kann hier heruntergeladen werden. Die hier abgefragten Angaben können geschätzt werden, falls die konkreten Zahlen nicht vorliegen. Als Orientierung zur Schätzung der monatlichen Lebenshaltungskosten können die Angaben des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2020 dienen. Laut Statistischem Bundesamt hat ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland im Jahr 2020 2.507 Euro für die monatlichen Lebenshaltungskosten ausgegeben. 

Je nach Größe des betroffenen Haushalts variieren die monatlichen Lebenshaltungskosten selbstverständlich. Das Statistische Bundesamt setzt für unterschiedliche Haushaltsgrößen folgende Orientierungswerte an:

HaushaltsgrößeDurchschnittliche Lebenshaltungskosten pro Monat
11.600 €
22.912 €
33.275 €
43.906 €
5 und mehr4.026 €
Erklärgrafik zur Wiederaufbauhilfe.
Erklärgrafik zur Wiederaufbauhilfe.

Handreichung Fluthilfen

Welche Hilfen gibt es für geschädigte private Haushalte der Hochwasserkatastrophe?
In den angehängten Dateien geben wir Ihnen eine Kurzübersicht von Hilfen zur schnellen Orientierung (keine Gewähr auf Vollständigkeit). Sollten Kosten von offiziellen Stellen nicht oder nicht vollständig getragen werden, könnte man den Betroffenen unter Umständen mit Spendengeldern unter die Arme greifen.

Diese PDF-Dateien (Lang-Version und Kurz-Version) sollen als erste Orientierungshilfe für z.B. Berater*innen, ehrenamtliche Helfer*innen und Pfarrer*innen dienen. Sie sind nicht gedacht für Betroffene.

Zusätzlich finden Sie am Ende dieses Abschnittes eine Arbeitshilfe zur Auflistung des beschädigten Hausrats von Betroffenen. Bei der Schadensermittlung für die Haushaltsbeihilfen fällt es Betroffenen oft schwer, sich an all das zu erinnern, das sie vor der Flut tatsächlich besaßen. Die hier beigefügte Excel Liste kann als Gedächtnisstütze zur Auflistung dienen und bei Anträgen an das Land gar als Anlage beigefügt werden. 

Handreichung Fluthilfen Versicherungen Landeshilfen Diakonie Katastrophenhilfe lang

Handreichung Fluthilfen Versicherungen Landeshilfen Diakonie Katastrophenhilfe kurz

Karten zu Angeboten der Hochwasser-Hilfe

Karte DKH Regional Teams

Termine

  • Derzeit stehen keine aktuellen Termine an.

Phönix Datenbank 

Was Mitglieder der Diakonie RWL bei der Unterstützung von Betroffenen beachten sollten und wie das Managementsystem Phoenix genutzt werden kann, erklären wir hier. Wir raten allen Mitgliedern der Diakonie RWL, die eigene Spendenmittel verteilen (jenseits der Soforthilfe), die PHOENIX-Datenbank zu nutzen und dort selbst Daten einzutragen.

Aktion Lichtblicke - Unwetter-Hilfe

Auch die Aktion Lichtblicke - als gemeinsame Hilfsaktion von von Diakonie und Caritas und den Lokalradios in NRW - bietet für betroffen Familien in NRW finanzielle Hilfen an. Für Hausrat und Kleider könne hier bis zu 5.000€ beantragt werden. Anträge mit ausgefüllten Antragsformularen können per E-Mail an unwetterhilfe [at] lichtblicke.de (unwetterhilfe[at]lichtblicke[dot]de) gerichtet werden. Diese Anträge können als Ergänzung zu Hilfen der Diakonie Katastrophenhilfe gestellt werden.
Weitere Infos unter lichtblicke.de/informieren/unsere-hilfe/unwetter-hilfe/

Material Öffentlichkeitsarbeit DKH RWL

Die Regional-Teams der Diakonie Katastrophenhilfe vor Ort sollen unter dem Label "Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland Westfalen Lippe" unterwegs sein. Dazu stellen wir den Regional-Teams Material und Vorlagen zur Verfügung, die sie den Gegebenheiten vor Ort anpassen und entsprechend einsetzen können.  Eine Kombination mit eigenem ÖA-Material (Logos, Layout etc.) ist möglich.

Aufkleber, Magnete, Jacken, T-Shirts, Lanyard und Beach-Flags werden produziert und können Ihnen bei Bedarf zugesandt werden.

Zur Unterstützung Ihrer Arbeit vor Ort, hat die DKH in Berlin sowohl eine Broschüre zum Wiederaufbau, als auch ein Faltblatt zu den Haushaltsbeihilfen produziert. Beide Produkte werden Ihnen postalisch zugesandt. Zur digitalen Nutzung können Sie sich die Broschüre und den Flyer unten stehend herunterladen. 

Außerdem haben einige Teams bereits tolle Flyer über Ihre Arbeit entworfen und verteilt. Die Flyer, die uns vorliegen, finden Sie unten zum Herunterladen - vielleicht dienen sie ja der ein oder dem anderen als Inspirationsquelle.

Die Diakonie RWL arbeitet in den Hochwasserregionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz mit der Diakonie Katastrophenhilfe zusammen. Hinweise und Beschwerden zu möglichen Verstößen gegen Vorschriften, Gesetze oder den Verhaltenskodex können entweder bei der Diakonie RWL oder der Diakonie Katastrophenhilfe eingereicht werden.

Psychosoziale Begleitung: Konzepte und Material

An dieser Stelle teilen unsere mobilen Teams der Hochwasserhilfe ihre Konzepte, Projektideen und Arbeitsmaterialien der psychosozialen Begleitung.

Psychosoziale Arbeit_Christine_Guehne

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