24. April 2015

Wohlfahrtsverbände starten Lotterie „Helfen und Gewinnen“

Mit Spaß spenden

Der kleine Glückspilz mit dem schiefen Lachen hat schon manchen Loskäufer glücklich und ein bisschen reicher gemacht. Auf jedem Los der Lotterie „Helfen und Gewinnen“ der nordrhein-westfälischen Wohlfahrtsverbände ist das Maskottchen zu sehen. Ab 1. Mai bieten Diakonie, Caritas, der Paritätische Wohlfahrtsverband, die Arbeiterwohlfahrt, das Deutsche Rote Kreuz und die Jüdische Kultusgemeinde die Lose wieder für Feste, Jubiläen, Jahrmärkte oder Tage der offenen Tür in den Einrichtungen der Verbände an. Für ein Euro pro Freilos gibt es Geldpreise bis zu 1.000 Euro zu gewinnen.

Um die 150 Bestellungen liegen der Lotterie-Geschäftsstelle in Düsseldorf schon vor. „Wir packen zum Lotteriestart ca. die 50 Pakete“, erzählt Mitarbeiterin Claudia Hasenberg. Im Laufe der Spielzeit werden 500 bis 800 Pakete mit Losen und kostenlosem Werbematerial versendet. Zu den Loskäufern gehören Kindergärten, Seniorenheime oder Kirchengemeinden. Sie erhalten die Lose auf Kommission, müssen also nicht in Vorleistung gehen und können die nicht verkauften Lose wieder an die Lotteriegeschäftsstelle zurückgeben. 40 Prozent des Verkaufserlöses stehen den Einrichtungen direkt zur Verfügung, 30 Prozent Gewinne werden ausgeschüttet, der Rest wird für die Fertigung der Lose sowie für Werbung, Verwaltung und Sachkosten aufgewendet.

Den Spieltrieb wecken für einen guten Zweck

„Gerade für kleinere Träger ist das eine gute Methode, Mittel zu beschaffen, ohne dafür Anträge stellen zu müssen“, sagt Claudia Hasenberg. Schließlich dürfen sie die Erträge aus der Lotterie für alles verwenden – mit Ausnahme von Lohnkosten. Natürlich könnten die Einrichtungen auch einfach um Spenden bitten statt Lose zu verkaufen. Zumal nur jedes fünfte Los gewinnt. „Aber so macht Spenden doch mehr Spaß“, meint die Lotterie-Mitarbeiterin. Schließlich wird bei jeder Lotterie der Spieltrieb geweckt und ein bisschen Nervenkitzel erlebt.

Heutzutage aber, so beobachtet Claudia Hasenberg, ist dieser Spieltrieb längst nicht mehr so stark wie zu den Gründungszeiten der Lotterie „Helfen und Gewinnen“ in den siebziger Jahren. „Damals hat die Post noch mitverkauft und wir haben Millionenumsätze gemacht.“

Werbetrommel für die Lotterie rühren

Die Lotterie der Wohlfahrtsverbände gehörte zu den ersten Anbietern von Rubbellosen. Doch die scheinen mittlerweile etwas aus der Mode gekommen zu sein. Zwar haben die fünf Verbände von 1990 bis 2014 fast 24 Millionen Euro Gesamtumsatz erwirtschaftet. In den vergangenen Jahren aber ist die Beteiligung an der Lotterie deutlich zurückgegangen. 2014 kamen auf diesem Wege nur noch 210.000 Euro für Projekte der Wohlfahrtspflege zusammen. Claudia Hasenberg wünscht sich natürlich mehr.

„Mit unseren Losen bieten wir eine Attraktion für Feste, die die Einrichtungen nicht erst erfinden oder mit viel Aufwand organisieren müssen wie bei einer Tombola“, sagt sie. „Sie kostet nichts, kann fix und fertig bei uns bestellt werden und bringt Geld für kleinere, aber oft notwendige Anschaffungen ein.“ Daher wollen die Wohlfahrtsverbände in diesem Jahr noch mal kräftig die Werbetrommel für ihre Lotterie rühren. Claudia Hasenberg hofft, dass ihre Geschäftsstelle bald mehr Pakete packen wird.

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