17. November 2015

"Wir sind mehr als 1.000!"

Diakone in Westfalen starten Kampagne

Über 1.200 Diakoninnen und Diakone arbeiten derzeit in Einrichtungen und Diensten von Kirche und Diakonie. Neben einer Ausbildung in sozialen und pflegerischen Berufen haben sie eine kirchlich-diakonische Qualifikation. Um mehr junge Menschen für ihren Beruf zu interessieren, hat die Arbeitsgemeinschaft Diakonischer Gemeinschaften und Ausbildungsstätten in Westfalen auf der Synode der Evangelischen Kirche von Westfalen gemeinsam mit der Landeskirche und der Diakonie RWL eine Kampagne gestartet.

„Diakoninnen und Diakone sind wichtige Botschafter für ein attraktives Bild von Kirche in der Gesellschaft. Kirche mit Zukunft braucht mehr denn je junge Menschen“, betont Christian Heine-Göttelmann, Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe.

Im Bereich der Diakonie arbeiten Diakone vor allem in den Arbeitsfeldern von Jugend- und Erziehungshilfe, Beratungsarbeit, Behindertenhilfe, Altenpflege oder Wohnungslosenhilfe. Sie haben eine doppelte Qualifikation – eine theologisch-diakonische Ausbildung und einen staatlich anerkannten Sozial- und Pflegeberuf. Die Diakoninnen und Diakonie seien dort, wo sie arbeiteten, wichtige Ansprechpartner für Fragen zu diakonischer und kirchlicher Identität, hieß es. So gestalteten sie christliche Feste und leisteten Seelsorge.

Ein "großer Schatz" für Kirche und Diakonie

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft – die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel/Stiftung Nazareth, die Diakonische Stiftung Wittekindshof und das Martineum - stellen in der Kampagne das Berufsprofil der Diakonin und des Diakons sowie die vielfältigen Ausbildungswege vom Fachhochschulstudium bis zu berufsbegleitenden Kursen vor.

Jährlich erwerben nach Angaben der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bundesweit etwa 1.200 Absolventen von diakonischen und gemeindepädagogischen Ausbildungsgängen in der evangelischen Kirche einen Abschluss . Dies entspricht in etwa der Zahl der Absolventen des Theologiestudiums, die in den 20 Landeskirchen jährlich ein Vikariat beginnen. Angesichts des demografischen Wandels und des damit verbundenen Fachkräftemangels sei dies ein "großer Schatz" für Kirche und Diakonie, betont die EKD.

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