29. Dezember 2015

"Trauerbegleitung tut dringend not"

Vor knapp 17 Jahren gründete Pfarrerin Annedore Methfessel den Verein für Trauerarbeit in Hattingen. Seit 2007 ist der Verein auch in Wuppertal aktiv. Unter dem Titel „traurig-mutig-stark“ bietet er verschiedene Gesprächsgruppen für trauernde Menschen an, unterhält ein Trauercafé und bildet ehrenamtliche Helfer aus. „Es braucht einfach Menschen, die Trauernde unterstützend und gut begleiten“, betont Annedore Methfessel. 2016 startet der Verein ein interkulturelles Trauerprojekt für Flüchtlingskinder.

Bild Annedore Methfessel

Annedore Methfessel

Wie möchten Sie persönlich 2016 dazu beitragen, diese Welt im Kleinen oder auch Größeren zu verbessern? 

Ich habe da gar nicht so gewaltige weltumwälzende Ideen, sondern denke, wenn wir das weitermachen, was wir jetzt tun, nämlich Menschen ausbilden, die in der Trauerbegleitung tätig sind, dann verbessern wir die Welt bereits, weil das dringend nottut. Es braucht einfach Menschen, die Trauernde unterstützend und gut begleiten. Die sich konstruktiv kümmern.

Welche Vorbilder haben Sie, wenn es darum geht, Veränderungen anzustoßen?

In diesem Jahr ist es Angela Merkel, deren Unbeirrbarkeit in Sachen Flüchtlinge ich echt bewundere. Ich meine auch, dass wir es schaffen können, die Menschen, die fliehen müssen und zu uns kommen, zu integrieren.

Was tun Sie, damit Ihr guter diakonischer Vorsatz für das kommende Jahr auch gelingt?

In unserer Trauerarbeit "traurig-mutig-stark" im Evangelischen Kirchenkreis Hattingen-Witten haben wir damit angefangen, ehrenamtliche Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter für die Kinder- und Jugendtrauerarbeit auszubilden. Und an dieser Ausbildungsgruppe nimmt auch eine Syrerin teil, die schon verständlich Deutsch spricht, in ihrem Beruf noch nicht arbeiten kann und die diese Ausbildung als Teil ihrer eigenen Integration versteht. Und mit ihr möchten wir im Sommer 2016 ein interkulturelles Trauerprojekt starten und damit auch etwas in Richtung Trauerarbeit für Flüchtlingskinder tun.

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