22. Mai 2020

Diakonie Katastrophenhilfe

Zyklon Amphan: Corona erschwert Hilfe

Zwei Tage nachdem Super-Zyklon "Amphan" mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Kilometer pro Stunde Indien und Bangladesch getroffen hat, wird das Ausmaß der Schäden erst schrittweise klar. Sowohl die Evakuierungen vor dem Sturm als auch die jetzt nötige Hilfe werden durch die Corona-Pandemie erschwert. Die Diakonie Katastrophenhilfe ruft zu Spenden auf.

Durch verbesserte Notfall- und Evakuierungspläne konnten in den vergangenen Jahren tausende Menschenleben geschützt werden. Auch die Diakonie Katastrophenhilfe hat mit ihren Partnern in der Region Notunterkünfte gebaut. "Seit sich der Sturm Anfang der Woche angekündigt hat, haben unsere lokalen Partner dabei geholfen, die Menschen aus den Küstenregionen zu evakuieren", sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. Über das kommende Wochenende geht es nun darum, den weiteren Hilfsbedarf zu ermitteln und die Nothilfe schnell auszubauen.

"Da die Mitarbeiter der Partner bereits vor Ort sind, kann die Nothilfe sofort anlaufen", so Keßler. Es wird erwartet, dass die betroffene Bevölkerung in den ersten Tagen nach dem Sturm vor allem Trinkwasser, Nahrungsmittel und Hygieneartikel braucht und vor weiteren Regenfällen geschützt werden muss. 

Corona-Abstandsregeln schwer einzuhalten

Die Evakuierung von drei Millionen Menschen wurde durch die CoronaSchutzmaßnahmen erschwert, da die Notunterkünfte aufgrund notwendiger Abstandsregeln nur zur Hälfte ausgelastet werden dürfen. "Die Hilfe in den nächsten Tagen wird stark durch die Corona-Pandemie beeinflusst", schildert Keßler die außergewöhnliche Herausforderung von humanitärer Hilfe in Zeiten einer Pandemie.

"Wir müssen bei Verteilungen darauf achten, dass Abstände eingehalten werden und sich auch die Mitarbeiter unserer Partner vor einer Ansteckung schützen." Ebenso wichtig sei es, dass die hygienischen Bedingungen so verbessert werden, dass eine neue Ansteckungswelle verhindert wird. 

Sturm und schwere Regenfälle

Mit Geschwindigkeiten von bis zu 185 Kilometern pro Stunde ist Zyklon Amphan am Mittwochnachmittag (Ortszeit) mit starkem Regen und Sturm in Indien und Bangladesch auf Land getroffen. Mindestens 80 Menschen kamen offiziellen Angaben zufolge ums Leben. Viele Gebiete sind verwüstet, ganze Dörfer überschwemmt, Stromleitungen unterbrochen und Häuser eingestürzt. Besonders betroffen ist unter anderem die dicht besiedelte Megacity Kolkata mit ihren 15 Millionen Einwohnern.

Für die kommenden Stunden und Tage wird weiterhin mit Sturm und schweren Regenfällen gerechnet. Der Golf von Bengalen wird jedes Jahr von Wirbelstürmen getroffen, die Stärke von Amphan ist allerdings sehr ungewöhnlich. Meteorologen zufolge könnte es einer der stärksten Stürme der vergangenen 20 Jahre gewesen sein. 
 

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden:
Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin,
Evangelische Bank, IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02 
BIC: GENODEF1EK1 
Stichwort: Sturmhilfe Asien 
Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Pressekontakt: 
Thomas Beckmann, Tel.: 0174-1810175,
thomas.beckmann@diakonie-katastrophenhilfe.de 

Quelle: Pressemitteilung der Diakonie Katastrophenhilfe, Foto: Wirbelsturm-Symbolfoto/pixabay, Diakonie Katastrophenhilfe

Ihr/e Ansprechpartner/in
Ulrich T. Christenn

Brot für die Welt, Katastrophenhilfe, Sammlungen, Kollekten, Hoffnung für Osteuropa

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