Dienstag, 24. Juli 2018

Flüchtlingshilfe

Prävention sexualisierter Gewalt und/oder Wertevermittlung

Gleichberechtigung von Frau und Mann, sexuelle Selbstbestimmung, Meinungsfreiheit und Offenheit – Wenn diese Werte mehr als ein theoretisches Bekenntnis sein sollen, müssen sie erfahrbar werden. In Projekten der Freien Wohlfahrtspflege NRW für junge Menschen mit Fluchterfahrung geschieht das bereits. Die Broschüre stellt über zwanzig besonders kreative Initiativen vor, unter anderem von diakonischen Trägern.

Ihr/e Ansprechpartner/in
Ulrike Martin
Kinder- und Jugendschutz

Die Zahl junger Menschen, die als Flüchtlinge nach Deutschland kommen, ist zwar im Vergleich zu den Vorjahren kleiner geworden, der Bedarf, sie in der Integration zu unterstützen, besteht aber fort. Deshalb entschloss sich das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKFFI NRW), den Einrichtungen und Trägern der Freien Wohlfahrtspflege 2017 weitere Mittel für das bereits im Vorjahr erfolgreich durchgeführte Projekt für junge Flüchtlinge zur „Prävention sexualisierter Gewalt und/oder Wertevermittlung“ zur Verfügung zu stellen.

Die Nachfrage seitens der Träger war trotz des kurzen Beantragungszeitraumes hoch und so konnten 78 Projekte mit mehr als 3.000 teilnehmenden jungen Menschen bewilligt werden. Etwa ein Viertel davon waren Folgeprojekte, die auf der Arbeit des Vorjahres aufbauten und damit die Relevanz und das Interesse am Thema bestätigten. Das Gros der Projekte richtet sich an alle jungen Menschen mit Fluchterfahrung, unabhängig von ihrer Herkunft. 21 werden in der Broschüre vorgestellt.

Prävention sexualisierter Gewalt als alleiniges Thema stand überwiegend in den Projekten der Frauen- und Mädchenorganisationen im Mittelpunkt. Das Thema Wertevermittlung fand sich eigenständig in Projekten für Jungen und junge Männer. Die Bandbreite reichte von regelmäßigen Gruppentreffen zur Information und Diskussion bis hin zu selbstgeschriebenen Theaterstücken, Fotobüchern, Filmen und Tanzkursen. Die Projekte haben allesamt einen wichtigen Beitrag zur Integration und Zusammenführung einer jungen Generation geleistet, die einmal die Gestaltung unserer Zukunft in einer weltoffenen und toleranten Gesellschaft übernehmen soll.