10. Januar 2017

Wer macht was bei RWL?

Tim Rietzke – Hilfen für junge Menschen

Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe hat sich neue organisatorische Strukturen gegeben. Gearbeitet wird in kleinen agilen Teams. An manchen Stellen sind neue Leiterinnen oder Leiter berufen worden. Wer macht jetzt was bei RWL? In loser Folge porträtieren wir hier Leitungsverantwortliche. Den Anfang macht Tim Rietzke.

Portrait

Tim Rietzke

Tim Rietzke ist ein Kind des Ruhrgebiets. Er ist Mitglied und Dauerkarteninhaber beim BVB. Evangelische Jugendarbeit hat er aber am Niederrhein gelernt – von der Pike auf. Jetzt leitet er bei der Diakonie RWL das Geschäftsfeld „Hilfen für junge Menschen“.

"Als 'junger Vater' bin ich zwar alt", sagt Tim Rietzke, mittlerweile 45 Jahre alt geworden, "aber ein Baby stellt dein Leben noch einmal komplett auf den Kopf. Und das hält jung!" Im vergangenen September wurde sein Sohn geboren. Mit seiner Familie, zu der auch zwei Hunde zählen, wohnt der neue Geschäftsfeldleiter in einem Mehrgenerationenhaus in Dortmund.

Der gebürtige Oberhausener kennt aber auch das Rheinland. In der Evangelischen Kirchengemeinde in Rees hat er in jungen Jahren Kinderfreizeiten geleitet und Angebote für Jugendliche organisiert. Am Niederrhein haben sich auch seine sportlichen Vorlieben entwickelt: Badminton und Kanu. "Dazu komme ich heute kaum noch", sagt er.

Überzeugt vom multiprofessionellen Blick der Pädagogik

"Wie ticken Menschen, wie ticken Gesellschaften" – das waren seine Leitfragen im Studium. Mit den Studienfächern Psychologie und Pädagogik ging er diesen Fragen auf den Grund. Der multiprofessionelle Blick der Pädagogik überzeugte ihn langfristig mehr. Seinen Abschluss machte er als Diplompädagoge. Studentische Hilfskraft und wissenschaftlicher Mitarbeiter war Tim Rietzke bei dem einschlägig bekannten Forscher Thomas Rauschenbach an der Technischen Universität Dortmund.

Neben der Jugendhilfe befasste er sich dort später auch mit Schulentwicklungsforschung. Zudem arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fach Soziale Arbeit an der Uni Kassel. Die Kooperation von Jugendhilfe und Schule sowie die Jugendsozialarbeit waren dort seine Kernthemen – ganz ähnlich wie bei seiner Arbeit als Referent der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe. 2009 kam er zum diakonischen Landesverband als Referent für Jugendsozialarbeit, Jugendhilfe und Ganztagsschulen. Seit September 2015 war er auch Referent für Erziehungshilfen.

Vielfältige Herausforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe

Zum 1. September 2016 übernahm Tim Rietzke die Leitung des Geschäftsfeldes "Hilfen für junge Menschen". Die wesentlichen Aufgabenfelder, die er verantwortet, sind: Hilfen zur Erziehung, Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz, Jugendsozialarbeit, Grundsatzfragen von Jugendhilfe und Familienpolitik, Jugendhilfe und Ganztagsschulen wie auch Berufskollegs und Förderschulen. Auch die Fachstelle für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung (FUVSS) ist hier angesiedelt.

Die Kinder- und Jugendhilfe – und somit auch das Geschäftsfeld – stehen in den kommenden Jahren vor vielfältigen Herausforderungen. Die Jugendhilfe soll perspektivisch auch für Kinder und Jugendliche mit Behinderung zuständig sein. Insider sprechen hier von der "Großen Lösung". Wie die Umsetzung aussehen wird, ist dabei kritisch zu begleiten.

Auch an anderen Stellen ist viel in Bewegung: So wurden im abgelaufenen Jahr zur Aufnahme unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in einem wahren Kraftakt Tausende neuer Plätze in den Hilfen zur Erziehung geschaffen. Nun gilt es, Anschlussangebote und -perspektiven zu entwickeln. Zudem engagiert sich die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege 2017 verstärkt dafür, die Ausstattung und Qualität der Offenen Ganztagsschulen zu verbessern. Auch hier ist das Geschäftsfeld "Hilfen für junge Menschen" wesentlich involviert.  

Zum Geschäftsfeld Hilfen für junge Menschen gehören (Stand Januar 2017) außer dem Leiter Tim Rietzke die Referent*innen Tanja Buck, Ulrike Martin, Birgit Pfeifer und Dr. Remi Stork sowie die Verwaltungsmitarbeiterinnen Marianne Günther, Petra Hippauf und Heike Hüls.

Text: Reinhard van Spankeren

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