8. März 2018

Reise zur US-Partnerdiakonie

Eindrücke einer besonderen Partnerschaft

Gesundheitsstationen in Supermärkten, Reihenhäuser für Menschen mit Behinderungen, Kinderhäuser für Babies ab sechs Wochen – Wir haben viele beeindruckende soziale Projekt in St. Louis gesehen. Auf der Jahrestagung unserer US-Partnerdiakonie CHHSM lernten wir engagierte und von ihrer Arbeit überzeugte Mitglieder kennen. Was wir persönlich von dieser Reise mitnehmen, erzählen wir hier.

Portrait

Elke Grothe-Kühn (Geschäftsfeldleitung Krankenhaus und Gesundheit):

Trotz steigender Armut leben wir in Deutschland in großer sozialer Sicherheit. Armut ist in den USA an vielen Orten spürbar. Trotzdem sind viele Menschen, denen ich begegnet bin, Optimisten. Beeindruckt hat mich das Seelsorgekonzept der "Advocate Healthcare"-Gruppe in Chicago. In der Notaufnahme im Christ Hospital sind 12 Krankenhausseelsorger sieben Tagen rund um die Uhr im Einsatz. Lebendige Kirche in der Klinik. Davon können wir viel lernen.

Portrait

Martina Althoff (Referentin für Altenpflege):

Die Offenheit und Gastfreundlichkeit der Amerikaner hat mich ebenso beeindruckt wie ihr Engagement für hilfe- und pflegebedürftige Menschen. Die Versorgung pflegebedürftiger alte Menschen in den USA und Deutschland unterscheidet sich. Während Menschen hierzulande so lange wie möglich in ihrem vertrauten Zuhause wohnen bleiben wollen, gibt es in den USA das "independent living". Die meisten Senioren können dort jedoch nicht ihren Lebensabend verbringen, da die dort angebotenen Serviceleistungen bei steigendem Pflegebedarf nicht mehr ausreichend sind.

Portrait

Susanna Thiel (Referentin für Flüchtlingsarbeit):

Am spannendsten fand ich die Begegnung mit GeschäftsführerInnen und PastorInnen, die den politischen Kampf für Gerechtigkeit mit und für sozial Benachteiligte nicht nur in Meetings, sondern auch auf der Straße führen.

Diesen gelebten Einsatz für den Nächsten möchte ich als Bestärkung und Motivation mitnehmen.

Portrait

Sabine Damaschke (Referentin für Pressearbeit):

Der riesige Gateway-Arch in St. Louis ist für mich auch ein Symbol unserer deutsch-amerikanischen Freundschaft, die uns wie eine Brücke verbindet. So unterschiedlich unsere soziale Systeme, Kulturen und das Verständnis von Staat und Kirche auch sind, uns eint der Einsatz für benachteiligte Menschen und soziale Gerechtigkeit. Mit welch tiefer religiöser Überzeugung die CHHSM-Mitglieder dies tun und wie politisch viele dabei denken und handeln, hat mich beeindruckt.

Portrait

Matthias Dargel (Christliches Jugenddorfwerk Deutschland):

Ich war nun schon zum dritten Mal Teil einer Delegation der Diakonie, habe viele Freunde wiedergetroffen und manche Veränderung gesehen, etwa die vollständige Auflösung stationären Wohnens in der Behindertenhilfe wie sie "Emmaus Homes" realisiert hat.

Inklusion ist möglich und sinnvoll. Das macht Mut - auch für unsere Projekte in Deutschland.

Ihr/e Ansprechpartner/in
Sabine Damaschke
Presse- und Medienarbeit
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Ein Artikel zum Thema:
Diakonie RWL
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