28. Februar 2019

Evangelischer Kirchentag in Dortmund

Närrischer Startschuss für den Kirchentag

Der Countdown für den 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag läuft. Schon seit Monaten bereiten regionale Arbeitsgruppen, zu denen auch die Diakonie RWL gehört, das Großereignis vor. Rund 100.000 Menschen aus ganz Deutschland werden im Juni in Dortmund erwartet.  Den Start in die "tollen Tage" nutzt die Geschäftsstelle jetzt mit einer karnevalistischen Werbeaktion für mehr private Unterkünfte.

Betten gesucht! Mit ihrer närrischen "Frau Holle"-Aktion werben die Kirchentags-Mitarbeitenden für mehr Privatquartiere. (Foto: Stephan Schütze)

Bettdecken aufschütteln, dass die Federn nur so fliegen – Mit dieser "närrischen Aktion" wollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Dortmunder Geschäftsstelle des Kirchentages darauf aufmerksam machen, dass noch rund 8.000 Privatquartiere fehlen. Dafür sind sie an Weiberfastnacht werbewirksam in Pyjama, mit  schrägen Hüten und Perücken ins Büro gekommen.

Am meisten benötigt werden Unterkünfte für ältere Menschen, Familien mit Kindern und Menschen mit Behinderungen, die nicht in Schulen oder Jugendzentren übernachten können. Für den Kirchentag vom 19. bis 23. Juni in Dortmund erwarten die Veranstalter rund 100.000 Dauerteilnehmer. Der Kirchentag steht unter dem Motto "Was für ein Vertrauen".

Sommer, Sonne, blaue Cocktails - Dazu will die Diakonie RWL auf dem Kirchentag einladen.

Diakonisches Willkommen mit blauen Cocktails

Das gilt wohl auch für die Vorbereitung des Megaevents, an dem neben der Geschäftsstelle des Kirchentages in Dortmund und vielen anderen auch eine 25-köpfige Arbeitsgruppe der Diakonie beteiligt ist.

Schließlich präsentiert sich die Diakonie auf dem Kirchentag in einem einheitlich gestalteten Bereich in den Dortmunder Westfalenhallen, informiert dort über ihre Arbeit, gestaltet aber auch ein Bühnenprogramm. Schon beim Willkommensfest sind diakonische Träger und Einrichtungen dabei. Dazu lädt die westfälische Landeskirche als Gastgeber nach den Eröffnungsgottesdiensten am 19. Juni in die Dortmunder Innenstadt ein. An den zahlreichen Ständen mit kulinarischen Köstlichkeiten aus Westfalen und zehn Konzert-Bühnen werden 200.000 Menschen erwartet.

Die Diakonie RWL präsentiert sich im Bereich der Ämter und Werke der westfälischen Landeskirche mit einem Aktions- und Verpflegungsstand und kooperiert dabei mit den Evangelischen Stiftungen Volmarstein und Hephata. Angeboten werden blaue alkoholfreie Cocktails und Aktionen rund um das Thema "Soziale Berufe". Viele regionale diakonische Werke und Träger sind ebenfalls mit Verpflegungsständen vertreten.

Rund 35 diakonische Einrichtungen präsentieren sich im Forum Diakonie. (Foto: Diakonie Berlin/Brandenburg/NBF)

Forum Diakonie mit Bühne

Am 20. Juni öffnet das "Forum Diakonie" im Markt der Möglichkeiten seine Türen. In Halle 6 der Dortmunder Westfalenhallen präsentieren sich rund 35 diakonische Träger aus ganz Deutschland auf 1.200 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Auf der Diakonie-Bühne hat die diakonische Vorbereitungsgruppe ein buntes Kulturprogramm organisiert mit inklusiven Bands, Trommelgruppen, Chören, aber auch sozialpolitische Talk-Runden. Das Café Pause inklusiv, das von Menschen mit Behinderungen betrieben wird, sorgt im Forum für das leibliche Wohl der Kirchentagsbesucher.

In der Halle präsentieren große Träger und kleine Initiativen ihre soziale und pflegerische Arbeit. Die Diakonie RWL konzentriert sich dabei auf das Thema "Wohnen". Für Diakonie RWL-Vorstand Christian Heine-Göttelmann ist es die "neue soziale Frage". "Wenn es nicht gelingt, mehr günstigen Wohnraum zu schaffen, gefährdet das den gesellschaftlichen Zusammenhalt", warnt der Theologe. "In unsere Beratungsstellen kommen immer mehr Menschen, die nicht wissen, wie sie ihre Miete zahlen sollen und von Wohnungslosigkeit bedroht sind."

Davon betroffen sind bereits rund 32.000 Menschen in NRW. Viele suchen Schutz und Hilfe in diakonischen Notunterkünften, Wohnangeboten oder Frauenhäusern. Der Vorstand der Diakonie RWL wird am 22. Juni um 11.00 Uhr einen Gottesdienst mit Diakonie-Präsident Ulrich Lilie sowie der Vizepräsidentin des Landtags NRW, Carina Gödecke, gestalten.

Zuhause schlafen, zum Kirchentag pendeln - die Bahn macht's möglich.

Im Blickpunkt: Digitalisierung und soziale Teilhabe

Insgesamt gibt es auf diesem Kirchentag rund 2.000 Veranstaltungen: Konzerte, Podiumsdiskussionen, Ausstellungen, neue Gottesdienstformate. Die großen thematischen Schwerpunkte sind Digitalisierung, Arbeit, soziale Teilhabe und Europa. 40.000 ehrenamtlich Mitwirkende engagieren sich in Vorbereitungsgruppen, in Chören oder als Helfer vor Ort. Auch bekannte Dortmunder Veranstaltungsorte öffnen ihre Türen für den Kirchentag wie das Theater Dortmund mit Opernhaus und Schauspielhaus oder das Konzerthaus.

Der Schlussgottesdienst findet an zwei Orten statt. Für die rund 100.000 erwarteten Gottesdienst-Besucher wird neben dem Signal Iduna Park – dem Stadion von Borussia Dortmund – die Seebühne im Westfalenpark Ort für den Abschluss des Kirchentages sein.

Wer sich anmelden möchte, kann bis zum 8. April noch den Frühbuchervorteil nutzen. Am einfachsten kann das Ticket für den Kirchentag im Internet auf www. kirchentag.de erworben werden. Das Ruhrgebiet mit seinen vielen dicht beieinander liegenden Städten macht den Kirchentag in Dortmund auch für Tagesbesuche attraktiv: Tages- und Abendkarten gibt es ab 16 Euro. An- und Abreisen können die Besucherinnen und Besucher mit ihrem Kirchentagsticket aus nahezu ganz NRW kostenfrei. Alle ÖPNV-Verbindungen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und im Gebiet des Westfalentarifs können mit einer Tages- oder Dauerkarte genutzt werden.

Text: Sabine Portmann, Teaserfoto: Stephan Schütze

Ihr/e Ansprechpartner/in
Reinhard van Spankeren

Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

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