Dienstag, 20. Juni 2017

Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren

Diakonie RWL und DGB NRW fordern Ausbau des sozialen Arbeitsmarktes

Im Rahmen einer Pressekonferenz haben der DGB NRW und das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL) die neue Landesregierung aufgefordert, in Nordrhein-Westfalen einen sozialen Arbeitsmarkt zu etablieren. "Die rund 300.000 Langzeitarbeitslosen in NRW profitieren kaum von der positiven Entwicklung des Arbeitsmarktes", erklärten Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW, und Christian Heine-Göttelmann, Vorstand der Diakonie RWL. 

"Gerade für ältere An- und Ungelernte ist es schwer möglich, nach mehrjähriger Arbeitslosigkeit noch eine reguläre Beschäftigung zu finden", so Andreas Meyer-Lauber.

Christian Heine-Göttelmann berichtete von vielen positiven Erfahrungen, die seine Träger mit öffentlich geförderter Beschäftigung gemacht hätten. "Die meisten Teilnehmer identifizieren sich sehr mit ihrem Job. Sie verdienen ihr eigenes Geld, sind in ein Team eingebunden und können mit anpacken. Sie werden selbstbewusster, weil sie sich endlich wieder gebraucht fühlen." Die Arbeit gebe ihnen Würde und Perspektive zurück, so Heine-Göttelmann weiter. "Allerdings ist die zweijährige Befristung der Projekte eindeutig zu kurz. Wesentlich mehr Menschen würden den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt schaffen, wenn sie mehr Zeit zur Verfügung hätten." Daher sei es wichtig, einen dauerhaften sozialen Arbeitsmarkt mit unbefristeten Arbeitsplätzen zu schaffen.

"Die Jobs müssen darüber hinaus sozialversichert und tariflich bezahlt sein", erklärte Meyer-Lauber. "Zudem sollten die Angebote freiwillig sein und Qualifizierungs- und Coachingangebote beinhalten." Die rot-grüne Landesregierung habe Ende letzten Jahres einen solchen sozialen Arbeitsmarkt beschlossen. "Die Umsetzung steckt allerdings noch in den Kinderschuhen. Wir erwarten von der neuen Landesregierung, dass sie an den Plänen festhält und einen sozialen Arbeitsmarkt schafft, der möglichst vielen Betroffenen eine dauerhafte berufliche Perspektive bietet." DGB, Diakonie und die Evangelischen Kirchen seien sich einig, dass es sinnvoller sei, in Arbeit statt in Arbeitslosigkeit zu investieren.

Das gemeinsame Konzept für einen sozialen Arbeitsmarkt, die Sprechzettel zur Pressekonferenz sowie eine Übersicht über die Langzeitarbeitslosigkeit in den einzelnen Kreisen und kreisfreien Städten in NRW finden Sie auf dieser Seite. 

Sabine Damaschke, Pressereferentin

Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL
Stabsstelle Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Lenaustraße 41
40470 Düsseldorf
Telefon: 0211 6398-286
Telefax: 0211 6398-277
Mobil: 0151 57989796
pressestelle@diakonie-rwl.de
www.diakonie-rwl.de
www.diakonie-rwl.de/facebook

Julia Bandelow, Pressesprecherin

DGB Nordrhein-Westfalen
Abt. Grundsatz/Presse/Medienpolitik
Friedrich-Ebert-Straße 34-38
40210 Düsseldorf
Telefon: 0211 3683-119
Telefax: 0211 3683-159
Mobil: 0160 90198662
julia.bandelow@dgb.de
www.nrw.dgb.de
www.facebook.de/dgbnrw