4. September 2020

Zentrum Teilhabe, Inklusion und Pflege

Andreas Zeeh übernimmt Leitung

Das Zentrum Teilhabe, Inklusion und Pflege der Diakonie RWL hat einen neuen Leiter. Mit Andreas Zeeh übernimmt ein erfahrener Controller und Prokurist die betriebswirtschaftliche Beratung von Mitgliedseinrichtungen im Bereich der Pflege und Behindertenhilfe. Der 40-jährige Zentrumsleiter freut sich darauf, auf Landesebene an guten Rahmenbedingungen für die wichtige Arbeit diakonischer Einrichtungen mitzuwirken.

  • Andreas Zeeh, neuer Leiter des Zentrums Teilhabe, Inklusion und Pflege der Diakonie RWL vor dem Haupteingang (Foto: S. Damaschke)

Ob das Pflegestärkungsgesetz, die Pflegeberufereform, die Durchführungsverordnung zum Altenpflegegesetz oder das Mammutwerk des Bundesteilhabegesetzes – in der Alten- und Eingliederungshilfe gibt es eine Vielzahl neuer Gesetze und Regelungen, die auf Landesebene umgesetzt werden müssen. Hinzu kommen die schnell wechselnden Corona-Verordnungen. "Kein Wunder, dass der Beratungsbedarf unter den Mitgliedern der Diakonie RWL hoch ist", sagt Andreas Zeeh, der am 1. September die Leitung des Zentrums Teilhabe, Inklusion und Pflege übernommen hat. "Sie kompetent zu begleiten und auf Landesebene an guten und zukunftssicheren Rahmenbedingungen für ihre wichtige Arbeit mitzuwirken, ist eine Herausforderung, auf die ich mich freue."

Was es heißt, Pflege- und Seniorenheime zukunftssicher aufzustellen, weiß der neue Zentrumsleiter aus eigener Erfahrung. 19 Jahre lang hat er beim Caritasverband Geldern-Kevelaer e.V. gearbeitet – zunächst als Zivildienstleistender, dann als Buchhalter, Controller, später als Teamleitung und schließlich in der Verantwortung eines Prokuristen innerhalb des Vorstandes. Er kenne die Herausforderung, Altenheime nach Hausgemeinschaftskonzepten neu zu planen, zu bauen und schließlich wirtschaftlich sicher aufzustellen, betont Zeeh.

Erfahren in Pflegesatzverhandlungen

Für den Caritasverband in Geldern mit seinen 1.350 Mitarbeitenden war er an Pflegesatzverhandlungen beteiligt und hat diese später eigenverantwortlich abgeschlossen. Als Prokurist war er in die strategische Verbandsplanung eingebunden und an der Arbeit der Aufsichtsgremien aktiv beteiligt. "Hier habe ich viele Veränderungsprozesse miterlebt und mitgestaltet", sagt er. "Ich verstehe mich selbst als Generalist, der sich schnell in verschiedene Aufgabenbereiche einarbeiten kann."

Besonders eindrücklich sei für ihn die Zeit des starken Zuzugs von Geflüchteten 2015 gewesen, erzählt er. "Da haben wir ganz schnell und unter Hochdruck ein ehemaliges Landschulheim zu einer Flüchtlingsunterkunft umgebaut und damit den Bereich der Flüchtlingshilfe neu aufgestellt." Auch in Digitalisierungsfragen ist der neue Zentrumsleiter erprobt. So hat er an der Ausgliederung der IT-Abteilung des Caritasverbandes in eine Genossenschaft mitgewirkt und ein neues Rechenzentrum für vier Verbände aufgebaut, das heute über 3.000 Nutzer hat.

Andreas Zeeh an seinem neuen Arbeitsplatz in der Diakonie RWL (Foto: S. Damaschke)

Andreas Zeeh an seinem neuen Arbeitsplatz

Lösungen suchen statt Probleme wälzen

"Der wirtschaftliche Druck, der heute auf den Einrichtungen der Wohlfahrt lastet, ist enorm hoch", sagt Zeeh. "Da gibt es viele Probleme, die ich ernst nehme, aber ich möchte mich darauf konzentrieren, dafür gute Lösungen zu finden." Keine einfache Aufgabe in Zeiten, in denen die Menschen immer älter und pflegebedürftiger werden, aber die Fachkräfte fehlen. "Hier ist eine gute Vernetzung in die Politik und mit anderen Wohlfahrtsverbänden besonders wichtig."

Mit dem Bundesteilhabegesetz und der Eingliederungshilfe hat der neue Zentrumsleiter in seinem früheren Wohlfahrtsverband weniger zu tun gehabt. "Da werde ich mich einarbeiten müssen, aber ich bin sicher, dass mir das mit der Unterstützung meines neuen Teams gut gelingt." Schließlich gebe es in der Diakonie RWL eine große Fachexpertise, lobt Zeeh seine 30 Mitarbeitenden im Zentrum Teilhabe, Inklusion und Pflege. In seiner neuen Aufgabe als Zentrumsleiter will er es so halten wie in den vergangenen Jahren bei der Caritas. Da galt er als "Teamplayer". Sein Motto habe immer gelautet: "Nie ohne mein Team", sagt Andreas Zeeh.

Text und Fotos: Sabine Damaschke

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