Donnerstag, 6. Mai 2021

Pflege wertschätzen

Diakonie RWL und DEVAP setzen sich für Entlastung von Angehörigen ein

Düsseldorf, 6. Mai 2021. Pflegebedürftigkeit ist zum realen Armutsrisiko geworden. Deshalb setzen sich das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL) und der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) mit einem Strategiepapier des DEVAP für eine durchdachte Pflegereform ein. "Wir wollen eng mit den Politikerinnen und Politikern aus NRW zusammenarbeiten", betont Diakonie RWL-Vorstand Christian Heine-Göttelmann.

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Alter und Pflege

In einer Online-Tagung des DEVAP in Kooperation mit der Diakonie RWL seien die Reformansätze mit den gesundheitspolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Landtagsparteien diskutiert worden. "Gute Pflege verdient eine angemessene tarifliche Bezahlung", so Heine-Göttelmann.

Reformvorschlag überarbeiten

Gesundheitsminister Jens Spahn versuche aktuell, bei der Pflegeversicherung nachzubessern – in den Entwürfen würden bereits wichtige Themen in den Blick genommen, sagt der Diakonie RWL-Vorstand. "Die bundesweite Tarifbindung der Pflegeeinrichtungen für eine angemessene Bezahlung der Pflegekräfte ist enorm wichtig. Wir freuen uns, dass das Thema offensichtlich noch in dieser Legislaturperiode angegangen werden soll."

Oberste Priorität müsse aber auch die Entlastung der Angehörigen haben, denn jeder dritte Heimbewohner beziehe derzeit Sozialhilfe. Weitere finanzielle Belastungen der Pflegebedürftigen seien nicht vertretbar.

Umfassende Reform weiter verfolgen

Die im Papier vorgelegten Punkte seien eine gute Grundlage für eine bundesweite Reform, bestätigten die gesundheitspolitischen Sprecherinnen und Sprecher von CDU, SPD, FDP und Grünen während der Online-Veranstaltung. Diesen engen Austausch mit der Landespolitik will die Diakonie RWL beibehalten. "Gemeinsam mit den Parteien in NRW werden wir in den kommenden Monaten eine umfassende Pflegereform weiter verfolgen – wir sind mit vielen Akteuren im engen Austausch, vor allem zu den auf Landesebene relevanten Themen", bekräftigt Christian Heine-Göttelmann. Jetzt seien aber die Bundespolitikerinnen und -politiker gefragt, die Reform nach vorne zu bringen. "Da sind wir uns mit der NRW-Politik einig: Aus Berlin muss noch mehr kommen!"

Das vorgelegte Strategiepapier befindet sich links neben der Pressemitteilung im Downloadbereich.