Finanzierungsleitfaden

Projektgestaltung bei Neubau oder Modernisierung von Pflegeeinrichtungen in NRW

Gemeinsam haben wir mit Wirtschaftsprüfungsgesellschaft CURACON und der Bank für Kirche und Diakonie einen Finanzierungsleitfaden erarbeitet, um Betreiber von Pflegeeinrichtungen bei Investitionsprojekten zu unterstützen.

Ihre Ansprechpartner/innen
Isabelle Lükens
Referent/in
Zentrum Pflege
Michael Klein
Referent/in
Zentrum Pflege
Weitere Informationen
Ein Artikel zum Thema:
Alter und Pflege

Als Bauherrin oder Bauherr wissen Sie um die Tragweite Ihrer Entscheidungen. Wer baut, legt sich oftmals über Jahrzehnte fest, Korrekturen sind im Nachhinein kaum noch
oder nur mit hohem Aufwand möglich. Umso wichtiger ist die detaillierte Planung Ihres Vorhabens.

Wenn umfassende Modernisierungs- oder Neubaumaßnahmen erforderlich sind, ergeben sich neben der eigentlichen Bauplanung sowie der Finanzierungsgestaltung diverse erforderliche Schritte und Überlegungen. Diese sollten sowohl zeitlich als auch inhaltlich gut aufeinander abgestimmt sein, da sie oft ineinandergreifen und sich gegenseitig beeinflussen.

Von daher gilt insbesondere auch im Bereich stationärer Altenhilfe, dass alle später zu tätigende praktischen Umsetzungsschritte auf Basis eines gut im Voraus überlegten
Konzepts erfolgen sollten.

Es geht darum, an der örtlichen Bedarfssituation orientierte, standortbezogene, gemeindenahe oder stadtteilbezogene Angebote für die Versorgung pflegebedürftiger
Menschen zu entwickeln.

Umsetzung von Neubauten, Umbau, Modernisierungsmaßnahmen in Pflegeeinrichtungen - Foto: Ralph Vanhofen

Andreas Zeeh, Leiter vom Zentrum Pflege, begrüßt im Haus der Diakonie RWL die Teilnehmer*innen zur Veranstaltung "Umsetzung von Neubauten, Umbau, Modernisierungsmaßnahmen in Pflegeeinrichtungen", gemeinsam mit der Curacon und der KD-Bank am 18.05.22 in Düsseldorf.

Traditionelle und moderne Konzepte

Neben den traditionellen Angeboten, wie: vollstationäre Altenpflege, Kurzzeitpflege, Tagespflege, sollte geprüft werden, ob auch neue, moderne Konzepte stationärer Altenpflege umgesetzt werden können. Zum Beispiel: Haus- bzw. Wohngemeinschaften, Mietwohnangebote mit ambulanter Betreuung und Serviceangeboten bzw. ambulanter Betreuung, zielgruppenorientierte Angebote, z. B. Betreuung von Menschen mit neurologischen Schädigungen oder älterer behinderter Menschen, stationäre Pflegeangebote in Wohnquartieren
(z.B. Pflegeinseln in Neubausiedlungen)

Wir empfehlen, die Konzeptüberlegungen frühzeitig mit der Diakonie RWL und genehmigenden Stellen (Kommunen, Landschaftsverbänden, Wohnungsbauministerium) zu besprechen und ein eigenes Projektmanagement aufzusetzen. Bei Bedarf sollten frühzeitig externe Berater (z.B. Projektsteuerer) zur Unterstützung hinzugezogen werden.

Herausforderungen von Neu- und Umbauten in der stationären Altenpflege - Foto Ralph Vanhofen

An die 40 kaufmännische Leiter*innen, Verwaltungsleiter*innen und Controller*innen tauschten sich zu den Herausforderungen von Neu- und Umbauten in der stationären Altenpflege aus. 

Von der Idee, den Meilensteinen bis zur Finanzierung

Der Finanzierungsleitfaden umfasst alle relevanten Punkte: von der ersten strategischen Idee, die Meilensteine innerhalb der Planung vor dem Baubeginn – sowie die wichtigen Aspekte der Finanzierung und Refinanzierung von Immobilien in der stationären Altenpflege. 

Fotos: Ralph Vanhofen