29. August 2014

Mehr Geld für rund 140 000 Beschäftigte bei Kirche und Diakonie

Die Arbeitsrechtliche Schiedskommission Rheinland-Westfalen-Lippe hat in ihrer Sitzung am heutigen Freitag Gehaltserhöhungen für rund 140 000 Beschäftigte in Kirche und Diakonie der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Lippischen Landeskirche beschlossen. Von der Entscheidung profitieren alle Mitarbeitenden, die nach dem BAT-KF bezahlt werden. Die Gehälter steigen rückwirkend zum 1. Juli 2014 um 3 Prozent - wobei alle Mitarbeitenden mindestens 90 Euro mehr erhalten - und zum 1. Juli 2015 um weitere 2,4 Prozent.

Damit werden die Gehaltssteigerungen im öffentlichen Dienst übernommen, aber zu einem vier Monate späteren Zeitpunkt. Auch die Regelungen des öffentlichen Dienstes zum Urlaubsanspruch werden übernommen. Allen Mitarbeitenden steht nun ein Urlaubsanspruch von 30 Tagen zu.
 

Schiedsspruch

Die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kirche und Diakonie werden auf dem so genannten Dritten Weg in der paritätisch mit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern besetzten Arbeitsrechtlichen Kommission und in der Arbeitsrechtlichen Schiedskommission geregelt. Der Beschluss der Arbeitsrechtlichen Schiedskommission war notwendig geworden, weil in der Arbeitsrechtlichen Kommission keine Einigung erzielt werden konnte. Vorsitzender ist Harald Schliemann, früher Justizminister des Freistaats Thüringen und Vorsitzender Richter am Bundesarbeitsgericht.

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