29. Dezember 2015

"Mehr Würde für behinderte Menschen in der Mongolei"

Tuvshinjargal Darkhijav kommt aus der Mongolei und macht ein freiwilliges soziales Jahr in Deutschland. Die 29-jährige Germanistin möchte gerne eine Ausbildung zur Heilpädagogin machen. In Deutschland will sie lernen, wie Menschen mit Behinderung ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben führen können. "Alle meine Erfahrungen werde ich mit in die Mongolei nehmen", sagt sie.

Bild Tuvshinjargal Darkhijav

Tuvshinjargal Darkhijav

Wie möchten Sie persönlich 2016 dazu beitragen, diese Welt im Kleinen oder auch Größeren zu verbessern? 

Seit drei Monaten arbeite ich in einem heilpädagogischen Wohnheim für Menschen mit Behinderung in Lüdenscheid. Sie freuen sich über jede Kleinigkeit: wenn ich Zeit für sie habe, mit ihnen rede, spiele oder Einkaufen fahre. Diese positive Lebenseinstellung möchte ich von ihnen lernen, denn sie macht unsere Welt zu einem besseren Ort. In meiner Heimat gibt es keine Wohnheime für Menschen mit Behinderung. Die meisten leben in ihren Familien, werden dort versteckt und bleiben immer abhängig von ihren Verwandten. Ich möchte dazu beitragen, dass auch für Menschen mit Behinderung in der Mongolei ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben möglich wird.

Welche Vorbilder haben Sie, wenn es darum geht, Veränderungen anzustoßen?

Schon seit meiner Kindheit bewundere ich die mongolische Schauspielerin Suvd. Sie ist eine schöne und stolze Frau, die ein großes Herz für arme Menschen hat. In meiner Heimat ist sie als Darstellerin der Mutter Dschingis Khans berühmt. Der Film läuft jedes Jahr an Silvester im Fernsehen. Ich sehe ihn mir immer wieder gerne an.

Was tun Sie, damit Ihr guter diakonischer Vorsatz für das kommende Jahr auch gelingt?

Ich will von den Fachkräften hier lernen und werde alle Erfahrungen, die ich bei der Diakonie in meinem Jahr als Freiwillige mache, mit in die Mongolei nehmen.

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