Wohnungsnot

Bauen in Kirche und Diakonie

Seniorinnen und Senioren, die mit Studierenden nicht nur unter einem Dach, sondern in Wohngemeinschaften leben: Es war ein ungewöhnliches und gewagtes Projekt, das die Diakonie Michaelshoven im Februar 2019 gestartet hat. Denn eigentlich haben beide Gruppen wenig miteinander zu tun – außer, dass sie auf dem angespannten Kölner Wohnungsmarkt um kleinere und günstige Wohnungen konkurrieren.

Sozialbericht NRW

Als arm würde Theresa Lindhorst sich nicht bezeichnen. Mit ihrer Vollzeitstelle verdient sie 2.400 Euro. Doch das Geld ist immer knapp, denn sie hat zwei Kinder, ist alleinerziehend und lebt in Köln. Fast 1.000 Euro bezahlt sie für ihre Mietwohnung in einem Stadtteil, aus dem sie seit Jahren wegziehen möchte. Ein Stadtteil, in dem ihre Tochter Angst vor Gewalt hat und deshalb Kampfsport trainiert. Doch in Köln fehlen etwa 50.000 bezahlbare Wohnungen.

Herausforderungen 2019

In der Diakonie und Kirche haben sich in den vergangenen Jahren viele haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende für die Integration der Flüchtlinge stark gemacht. Welche Rolle spielt das Thema in Ihren Begegnungen mit Politikern noch?

Wohnungsnot

Treffen von Menschen mit Armutserfahrung gibt es auf der europäischen Ebene und mit der Nationalen Armutskonferenz auch auf Bundesebene. Auch einige Bundesländer haben Landes-Armutskonferenzen, Nordrhein-Westfalen allerdings nicht. Die Kölner Caritas-Referentin Michaela Hofmann ist seit Jahren in diesem Kontext engagiert.