Ehrenamt

Ehrenamt in der Diakonie

Dass Helfen glücklich macht, steht außer Frage. Zahlreiche Studien werden von Zeitungen und Magazinen dazu herangezogen. Wir wissen das, zumal wir seit Menschengedenken in Gemeinschaften leben und von Kindesbeinen an mit unserem Schulkumpel nicht nur Butterbrot und Stickeraufkleber geteilt haben, sondern wie selbstverständlich beobachten, wiederholen, lernen und womöglich Neues daraus machen. Und andersherum. Das prägt uns nicht nur, sondern wir haben dabei auch noch Spaß und finden darüber womöglich sogar neue Freunde. Allerdings ist das Helfen alles andere als einfach, so scheint es.

Sommerreihe Ehrenamtliche in der Diakonie

Sie kennen sich seit dem Kindergarten, sind zusammen aufgewachsen und arbeiten beide als Heilerzieherinnen in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Sara Urselmans und Steffi Forster sind nicht nur beste Freundinnen, sie stellen auch die gleichen Fragen. "Wir haben beide viel mit rechtlichen Betreuern zu tun, die sich um die Angelegenheiten der Menschen mit Behinderung kümmern, die in unseren Einrichtungen leben", sagt Steffi Forster. "Wir wollten sehen und verstehen, wie es auf der anderen Seite aussieht."

Sommerreihe Ehrenamtliche in der Diakonie

Yasemin Danisman kann sich durchsetzen. Mit fünf Jahren beschloss sie: Ich gehe ab jetzt zur Freizeitbetreuung ins Kinderhaus Saarbrücken-Brebach. Dabei war sie eigentlich noch zu jung. Kinder zwischen sechs und 13 Jahren können dreimal die Woche zum offenen Treff kommen. Doch Yasemin drängelte so lange, bis die Mitarbeitenden für sie eine Ausnahme machten. Bis heute kommt Yasemin regelmäßig – mittlerweile als ehrenamtliche Tanztrainerin.

Sommerreihe: Ehrenamtliche in der Diakonie

Wenn aus Barbara Hükelheims voll bepacktem schwarzem Rucksack ein Blumenstrauß ragt, wissen alle, dass sie mal wieder auf dem Weg zum Gefängnis ist. Im Gepäck hat sie Brett- und Kartenspiele, aber immer auch eine Tischdecke, Kerzen und Blumen. "Es ist mir wichtig, eine schöne Atmosphäre zu schaffen", sagt sie. "Der Alltag im Knast ist oft trist genug. Aber es hat lange gedauert, bis ich die Dekoration mitbringen durfte."

Besuchsdienste

"Einsam war ich früher", sagt die 86-jährige Esther Jansen. "Heute fühle ich mich geborgen, denn ich weiß, dass jemand an mich denkt." Laut Statistik müsste es eigentlich anders herum sein. Danach leidet jeder Fünfte unter den über 85-jährigen Seniorinnen und Senioren in Deutschland unter Einsamkeit. Sie nimmt zu, je älter die Menschen werden. Kein Wunder, wenn Ehepartner und Freunde sterben und die Kinder längst ihr eigenes Leben in einer anderen Stadt leben.

Flüchtlingshilfe

Hunderte von E-Mails, Telefonleitungen, die nicht still stehen, Unmengen an Kartons mit Kleidungstücken, für die es keinen Lagerraum mehr gibt: Koordinatorin oder Koordinator für die Ehrenamtsarbeit in der Flüchtlingshilfe bei Kirche und Diakonie zu sein, ist derzeit ein Stressjob. „Die Hotlines laufen bei uns warm.