Diakonie RWL

Zentrum Teilhabe, Inklusion und Pflege

Ob das Pflegestärkungsgesetz, die Pflegeberufereform, die Durchführungsverordnung zum Altenpflegegesetz oder das Mammutwerk des Bundesteilhabegesetzes – in der Alten- und Eingliederungshilfe gibt es eine Vielzahl neuer Gesetze und Regelungen, die auf Landesebene umgesetzt werden müssen. Hinzu kommen die schnell wechselnden Corona-Verordnungen. "Kein Wunder, dass der Beratungsbedarf unter den Mitgliedern der Diakonie RWL hoch ist", sagt Andreas Zeeh, der am 1. September die Leitung des Zentrums Teilhabe, Inklusion und Pflege übernommen hat.

Entlastung für pflegende Angehörige

Der Bund entlastet die Kinder von pflegebedürftigen Eltern. Sie sollen sich zukünftig erst ab einem Brutto-Jahreseinkommen von 100.000 Euro an den Pflegekosten beteiligen. Mit dem Gesetz werden auch die Eltern volljähriger behinderter Kinder finanziell entlastet.

Podium auf dem Kirchentag

"Wo geht’s hin mit dem Sozialstaat?" Eine Frage, die angesichts einer stetig steigenden Zahl von Wohnungslosen, einer seit Jahren verfestigten Langzeitarbeitslosigkeit in Nordrhein-Westfalen und zunehmender Kinderarmut mehr als berechtigt ist. Einfache Lösungen gibt es nicht.

Diakonie RWL-Stand auf dem Kirchentag

Die Oma sitzt mit dem Baby in der Ecke, ein Mädchen schaut aus dem Stockbett auf den Küchentisch, um den sich Opa, Vater, Mutter und der große Bruder versammelt haben. Die gesamte Flüchtlingsfamilie lebt in einem Zimmer. In den anderen Wohnungen des Puppenhauses ist nicht ganz so eng, aber Probleme gibt es dort auch.

Eröffnung des Kirchentags

Am Ostentor steht alles still. Statt Autoschlangen bewegt sich am Mittwochabend eine lange Reihe grüner Luftballons auf die große Kreuzung östlich der Innenstadt zu, getragen von jugendlichen Helfern des evangelischen Kirchentags. In der Mitte, wo eine große runde Bühne aufgebaut ist, treffen sich die Luftballons und bilden ein Kreuz.

Arbeitslosenreport NRW

"Qualifizierung und Bildung" steht in großen Lettern über der Eingangstür, die Mamadou Diallo jeden Tag öffnet. Das Motto ist für den 20-jährigen Flüchtling aus Guinea Programm: In der ehemaligen Eckkneipe verbessert er sein Deutsch, paukt Mathematik, schreibt Bewerbungen, holt sich Hilfe für Behördengänge und Anträge. In den Pausen kocht und kickert er mit anderen jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren.

Deutscher Evangelischer Kirchentag

In zwei Tagen werden rund 200.000 Menschen nach Dortmund strömen, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern und am "Abend der Begegnung" durch die Stadt zu bummeln. Dass der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag am Mittwoch startet, wird sich wohl zuerst am Dortmunder Hauptbahnhof zeigen. "Der riesige Besucheransturm ist eine große Herausforderung für uns, aber wir haben Vertrauen, dass alles gut gehen wird", sagt Swetlana Berg.

Kinderarmut

Mit einer Postkarte stand ihre Nachbarin Anfang des Jahres vor Mariyana Manolovas Tür. "Sie wusste, dass ich lange krank war und Arbeit suchte", erzählt die Bulgarin, die seit acht Jahren in Deutschland lebt und zwei Töchter im Alter von 5 und 16 Jahren hat. Die Postkarte hatte die Nachbarin auf der Straße in die Hand gedrückt bekommen – mit der Adresse des diakonischen Bildungs- und Beschäftigungsträgers GESA in Wuppertal.

Bundesteilhabegesetz

Herr Wagner ist querschnittgelähmt und lebt in einer Einrichtung der Diakonie. Bislang hat er sich nicht darum gekümmert, dass seine Wohnung, Kleidung oder auch die Assistentin bezahlt wurde, die ihn regelmäßig beim Einkaufen unterstützt hat. Alles wurde von der Einrichtung geregelt. Ab Januar 2020 ist das vorbei. Dann bestimmt Herr Wagner selbst über sein Leben. Er richtet sich ein Konto ein und kommt für die Kosten der Unterkunft und des Lebensunterhalts auf. Da er weder über Vermögen noch ausreichend Einkommen verfügt, erhält er Geld vom Sozialamt, das er nun beantragen muss.