Hilfen zur Erziehung

Manchmal überfordert die Erziehung von Kindern und Jugendlichen die Fähigkeiten der Eltern und nur eine kompetente Unterstützung von Fachleuten kann zum Ziel führen. Deshalb haben Eltern einen rechtlichen Anspruch auf Erziehungshilfen. Unterschieden werden ambulante Hilfeformen wie Erziehungsberatung, Erziehungsbeistand, und Familienhilfe, teilstationäre Hilfeformen in Tagesgruppen und stationäre Hilfeformen bei Pflege- und Adoptionsfamilien, in Wohngruppen oder Heimen. Im Bereich der Diakonie RWL bieten 140 Träger mehr als 7.300 Plätze im teilstationären und stationären Bereich sowie eine breite Vielfalt ambulanter Angebote für Kinder, Jugendliche und ihre Familien an.

Meldungen zum Thema Hilfen zur Erziehung

9. August 2016

Hilfe für junge Mütter

Starke Stütze in Lebenskrisen

Wie schwierig die persönliche Situation auch sein mag, junge Frauen wollen meist selbst für ihr Kind sorgen. Wenn aber die eigene Familie als Unterstützung ausfällt oder gar eine Belastung ist, wird die Jugendhilfe beauftragt. Das Simonette-Fliedner-Haus der Kaiserswerther Diakonie gehört zu den wenigen Einrichtungen, die Plätze für junge Mütter anbieten.

» mehr
Junge sind auf Bank
1. Juni 2016

Hilfen zur Erziehung

Im Heim statt in der Schule

Immer mehr Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf aus Einrichtungen der Jugendhilfe werden in Nordrhein-Westfalen nur unzureichend beschult. Dies hat eine aktuelle Umfrage der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe unter ihren Einrichtungen der Erzieherischen Hilfen ergeben. Der Grund: Es fehlen Sonderpädagogen.

» mehr
Portrait
1. Juni 2016

Interview mit Diakonie Michaelshoven

"Es gibt das Recht auf Schulbesuch"

In den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und Eingliederungshilfe in NRW leben viele Schüler mit hohem sonderpädagogischem Förderbedarf. Weil Fachkräfte in den Schulen fehlen, besuchen immer mehr von ihnen nur unregelmäßig den Unterricht. Eine Entwicklung, die auch Kinder und Jugendliche mit geistiger oder körperlicher Entwicklung betrifft, wie Einrichtungsleiter Henning Spelleken von der Diakonie Michaelshoven erzählt.

» mehr
Portrait
19. Mai 2016

Kinder- und Jugendhilfe

"Flüchtlingsbetreuung ist kein Billigsystem"

Zu aufwendig und zu teuer – Kommunen klagen über eine Kostenexplosion in der Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge. Damit befeuern sie die Diskussion um Jugendhilfestandards. Diakonie RWL-Familienexpertin Helga Siemens-Weibring warnt dagegen vor einer Aushöhlung des Kinderschutzes.

» mehr
Portrait zwei Flüchtlingsmädchen auf Spielplatz
28. April 2016

Tagung Kinder- und Jugendschutz

Mehr Achtsamkeit für Flüchtlingskinder

Fast die Hälfte der Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen sind Kinder und Jugendliche. Viele leben in Gemeinschaftsunterkünften, in denen ihr Recht auf Bildung, angemessenen Lebensstandard und Gesundheit sowie auf Schutz vor Gefahren nicht ausreichend berücksichtigt wird. Das muss sich ändern, forderten jetzt evangelische Kinder- und Jugendexperten auf einer Fachtagung.

» mehr
Vater Serjan steht hinter Küchentisch, an dem zwei Kinder sitzen
29. März 2016

Modellprojekt stationäre Erziehungshilfe

Wo Eltern von Heimkindern mitentscheiden

Für Eltern ist es oft ein Schock, wenn ihre Kinder in eine Wohngruppe der Erziehungshilfe kommen. Plötzlich ist der Kontakt nur noch eingeschränkt möglich. Das muss nicht so sein. Ein Modellprojekt der Diakonie RWL will Eltern stärker beteiligen, um sie wieder fit zu machen für die Erziehung ihrer Kinder. Wie das gelingen kann, zeigt die Evangelische Jugendhilfe Bergisch Land.

» mehr
Porträtfoto von Dr. Remi Stork
5. November 2015

Film zu Partizipation in Wohngruppen

"Faires Streiten" in der Heimerziehung

Ein gemeinsamer Film des Evangelischen Fachverbands für Erzieherische Hilfen der Diakonie RWL und des Evangelischen Kinderheims Recklinghausen zeigt, wie Mitsprache von Kindern und Jugendlichen im Heim gelingen kann. Dazu gehören regelmäßige Gesprächsrunden mit einem externen Moderator. Ergebnisse werden nur im Konsens getroffen. Diakonie RWL-Referent Remi Stork, Referent erläutert das Anliegen des Filmes.

» mehr
Helga Siemens-Weibring Portrait
11. August 2015

Jugendhilfe für junge Erwachsene

Heimkinder nicht im Regen stehen lassen

Jugendliche, die sich in der Obhut des Jugendamtes befinden, sollten nach Ansicht der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe auch über ihren 18. Geburtstag hinaus betreut werden. „Der Verschiebebahnhof der Zuständigkeiten zwischen Jugendhilfe und Jobcenter muss endlich aufhören“, fordert die Geschäftsbereichsleiterin für Familie, Bildung und Erziehung bei der Diakonie RWL, Helga Siemens-Weibring, anlässlich des Internationalen Tages der Jugend am 12. August.

» mehr
Umzugskarton
15. Juni 2015

Kritik an Jugendhilfestrukturen

Der Fluch der Volljährigkeit

Volljährig zu sein heißt noch lange nicht, ohne Hilfe alleine leben zu können. Doch genau das wird von Jugendlichen erwartet, die in Wohngruppen, Heimen oder Pflegefamilien aufwuchsen. Mit ihrem 18. Geburtstag sind sie von nahezu allen weiterführenden Hilfen abgeschnitten. Deshalb laufen laut einer aktuellen Studie etwa 20.000 Jugendliche Gefahr, ganz aus den sozialen Hilfestrukturen herauszufallen. Auf einer Fachtagung der Diakonie RWL forderten Erziehungsexperten jetzt, die Übergänge zwischen den Hilfesystemen nachhaltiger zu gestalten.

» mehr
Hans Bauer am Mikrofon
6. Mai 2015

Elternpartizipation in der Erziehungshilfe

Alle müssen an einem Strang ziehen

Wenn ein Kind in eine Wohn- oder Heimgruppe kommt, ist das nicht nur für das Kind selbst, sondern auch für seine Eltern ein einschneidender Moment. Die Fachkräfte in Erziehungshilfeeinrichtungen haben die Eltern allerdings häufig wenig im Blick. Ein Projekt der Diakonie RWL und der Fachhochschule Münster will Eltern von Kindern und Jugendlichen, die in Einrichtungen der Erziehungshilfe leben, stärker beteiligen.

» mehr
17. November 2014

Kinder- und Jugendhilfe

Volljährig und abgeschnitten von allen Hilfen

Junge Erwachsene, die teilweise über viele Jahre erzieherische Hilfen in stationärer oder ambulanter Form erhalten haben, werden im Durchschnitt mit 18 Jahren in die eigenständige und unbegleitete Lebensführung entlassen. Dann sind sie in der Regel von jeglicher weitergehender Hilfe abgeschnitten.  Doch die meisten jungen Erwachsenen brauchen mehr Zeit, um selbstständig ihr Leben gestalten zu können. So das Ergebnis einer Fachtgagung der Diakonie RWL in Dortmund.

» mehr
6. Mai 2014

Elternpartizipation in der Erziehungshilfe

Vorschulkinder besser begleiten

In den letzten Jahren hat die Anzahl von Kindern unter sechs Jahren, die in Heimen vorübergehend untergebracht werden, kontinuierlich zugenommen. Jüngere Kinder haben ein anderes Zeitempfinden und andere Entwicklungsdynamiken als ältere. Das stellt die Einrichtungen vor neue Herausforderungen, wie ein Praxisprojekt der Diakonie RWL zeigt.

» mehr
8. Januar 2014

Positionspapier ambulante Erziehungshilfe

Argumentationshilfe gegen Sparkurs

Ein neues Positionspapier des evangelischen Fachverbands für Erzieherische Hilfen RWL beschreibt die Vielfalt evangelischer ambulanter Hilfen zur Erziehung.  Es soll als Argumentationshilfe für den Dialog mit den Akteuren des öffentlichen Trägers vor Ort dienen. Denn immer mehr Kommunen wollen in diesem wichtigen Bereich der Jugendhilfe sparen - auf Kosten der Qualität, beobachtet die Geschäftsführerin des Fachverbands, Diakonie RWL-Referentin Tanja Buck.

» mehr