Dossier: Incomer - Bundesfreiwillige aus dem Ausland

Überall auf der Welt wird an Silvester der Übergang ins neue Jahr gefeiert. Eine Tradition, die auch für die ausländischen Freiwilligen der Diakonie RWL wichtig ist. Denn sie verbinden mit dem neuen Jahr nicht nur ein „weiter so“. Sie wünschen sich vor allem ein besseres und sicheres Leben, das in ihrem Heimatland oft nicht möglich ist. Freiwillige aus Nicaragua, Guatemala, Indonesien, Serbien und Tadschikistan erzählen hier, was ihnen für 2017 wichtig ist.

Dossier Liste

28. Dezember 2016

Ira aus Indonesien

Als Muslimin akzeptiert

Etwas Sorge hatte Ira schon, als sie sich vor zwei Monaten in ihrer Einsatzstelle mit Kopftuch vorstellte. Für die 21-jährige Muslimin aus Indonesien ist es ein Zeichen ihrer Religiosität, das sie nicht gerne ablegt. Doch das Personal wie auch die Patienten im Krankenhaus haben Verständnis dafür. Diese Offenheit gefällt Ira so gut, dass sie nach ihrem Bundesfreiwilligendienst gerne in Deutschland bleiben möchte.

28. Dezember 2016

Christian aus Guatemala

Gutes tun und darüber schreiben

Reisen und Reportagen schreiben – das wünscht sich Christian für seine Zukunft. Am liebsten möchte der 18-jährige Freiwillige aus Guatemala später als Journalist arbeiten. Jetzt aber macht er erst einmal einen Bundesfreiwilligendienst in einer Klinik. Um das "echte Leben" kennenzulernen. Manch skurrile Geschichte aus dem Krankenhaus schreibt er auf. Denn vielleicht kann daraus später ein Roman werden.

28. Dezember 2016

Dragomir aus Serbien

Der Traum vom normalen Leben

Jugendliche haben in Serbien keine Chance auf einen Job und ein normales Leben, meint Dragomir. Deshalb sei die Gefahr groß, kriminell zu werden. Dieser Perspektivlosigkeit möchte der 21-jährige Krankenpfleger nun mit einem Bundesfreiwilligendienst in Deutschland entkommen. Er arbeitet gerne in der Altenhilfe, vermisst aber die Aufregungen der Intensivmedizin.

28. Dezember 2016

Iván aus Nicaragua

Von der Pflege zur Fotografie

Schon als Jugendlicher war es Iváns Traum, Fotografie zu studieren. Doch seine Familie in Nicaragua ist arm und konnte kein Studium an einer Privatuniversität finanzieren. Jetzt macht der 26-Jährige einen Bundesfreiwilligendienst im Evangelischen Krankenhaus Hattingen. Mit dem Ziel, Pfleger zu werden und nebenbei Fotografie zu studieren.

28. Dezember 2016

Makhmudjon aus Tadschikistan

Mit deutschem Know-How zurück

Makhmudjon liebt seine Familie und sein Land. Daher ist für den 18-Jährigen klar, dass er nach Tadschikistan zurückkehrt. Den Bundesfreiwilligendienst will er nutzen, um die deutsche Sprache und Kultur kennenzulernen. Danach möchte er Medizin studieren, um später in seinem Heimatland als Arzt arbeiten zu können.

28. Dezember 2016

Valentina aus Nicaragua

Raus aus der Machokultur

Valentina arbeitet seit September im Evangelischen Krankenhaus Hattingen. "Deutschland gefällt mir, weil hier alle so leben können, wie sie wollen", sagt sie. Vor allem Frauen hätten es hier besser als in Nicaragua, meint sie. Für 2017 hat sie sich vorgenommen, viel zu reisen. Die 18-Jährige will Land und Leute in Deutschland und Europa besser kennenlernen.