Alter und Pflege

Im Bereich der Diakonie RWL gibt es rund 440 Pflegeeinrichtungen der Altenhilfe mit fast 40.000 Bewohnerinnen und Bewohnern. 253 Diakoniestationen mit über 2.000 Vollzeitkräften gehören zum Verbandsgebiet. Die rund 75 Tagespflegeeinrichtungen bieten alten Menschen tagsüber Betreuungsangebote sowie pflegerische Versorgung. Knapp 960 Einrichtungen der Gemeinwesenorientierten Altenarbeit entwickeln und vernetzen in Zusammenarbeit mit den Trägern und Einrichtungen eine Vielzahl unterschiedlicher Unterstützungsangebote, damit ältere Menschen möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden leben können.

Die Zahl der Menschen mit Pflegebedarf, so schätzen Experten, wird bis 2030 allein in NRW auf 700 000 ansteigen, bis 2050 sogar auf 930 000 Menschen. Gleichzeitig fehlen schon heute Fachkräfte in der Altenpflege. Daher ist es dringend erforderlich, den Beruf attraktiver zu gestalten. Auch wenn sich der Grundsatz "ambulant vor stationär" in der Altenpflege zunehmend durchsetzt, wird die Gesellschaft auf stationäre Einrichtungen nicht verzichten können.

Meldungen zum Thema Alter und Pflege

Portrait
25. August 2016

Sommerportrait Soziale Berufe

Ein Tag in der Altenpflege

Altenpflege ist einer der vielseitigsten Berufe überhaupt, davon ist Philipp Wienke überzeugt. "Kein Tag ist wie der andere". Vor seiner Ausbildung zum Altenpfleger hat er mehrere Jahre als Lehrer gearbeitet. In der Altenpflege kann er sein Talent entfalten, mit unterschiedlichsten Menschen eine gemeinsame Ebene zu finden.

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21. Juni 2016

Digitalisierte Pflege

Verbesserung in der häuslichen Versorgung

Digitalisierung ist ein gesellschaftlicher Megatrend. Ähnlich wie Globalisierung oder gesellschaftlicher Wandel. Ist Digitalisierung Fluch oder Segen? Diese Frage hat inzwischen auch den Gesundheitsbereich erreicht. Diakonie-Pflegeexpertin Frauke Bußkamp skizziert in einem Interview Chancen und Risiken. Sie erwartet eine Verbesserung der häuslichen Versorgung durch Digitalisierung.

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Eine Pflegerin streichelt den Arm einer alten Dame
10. Mai 2016

Internationaler Tag der Pflege

Altenheime zu würdigen Sterbeorten machen

Unter dem Motto "Wir für Sie – Wir begleiten Sie würdevoll bis zuletzt" macht die Freie Wohlfahrtspflege NRW zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai auf die Sterbebegleitung in der Altenhilfe aufmerksam. Rund 30 Prozent der Menschen sterben heutzutage in Alten- und Pflegeheimen. Trotzdem sind die meisten Einrichtungen weder finanziell noch personell für eine angemessene Hospiz- und Palliativversorgung ausgestattet. Das muss sich dringend ändern, fordert die Diakonie RWL.

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19. April 2016

Ambulante Pflege

Abrechnungsbetrug bringt Branche in Verruf

Nach der Aufdeckung des Betrugsskandals ambulanter osteuropäischer Pflegedienste wird der Ruf nach besseren Kontrollen laut. Das komplizierte Abrechnungssystem macht es kriminellen Banden zu leicht, die Kassen um Milliardenbeiträge zu betrügen, kritisiert die Expertin für ambulante Pflege der Diakonie RWL, Frauke Bußkamp.

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7. April 2016

Generalistische Pflegeausbildung

Vernetzung von Schulen und Praxisstellen

Seit Mitte März liegen die Eckpunkte der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die generalistische Pflegeausbildung vor. Als einer der ersten Verbände hat die Diakonie RWL eine Fachtagung zum aktuellen Stand angeboten. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von den Geschäftsbereichen Pflege, Alten- und Behindertenarbeit und Krankenhaus und Rehabilitation unter Beteiligung der drei Fachverbände - ambulant, stationär und Krankenhaus - durchgeführt.

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Alten Mann wird Hemd zugeknöpft
1. März 2016

Pflegestärkungsgesetz II

Tipps für eine gute Versorgung zuhause

Die zweite Stufe des Pflegestärkungsgesetzes ist Anfang des Jahres in Kraft getreten. Viele Neuerungen werden aber erst ab Januar 2017 greifen. Dann gibt es ein neues Begutachtungssystem. Diakonie RWL-Experte Sebastian Wirth erklärt, welche Änderungen Menschen zu erwarten haben, die zuhause gepflegt werden - und auf was Betroffene und Angehörige schon jetzt achten können.

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Krankenschülerin lernt im Dienstzimmer
12. Januar 2016

Reform der Pflegeausbildung

"Wir teilen die Kritik der Ärzte nicht"

In zwei Jahren gibt es die Krankenschwester und den Altenpfleger nicht mehr. Dann heißen beide "Pflegefachfrau" oder "Pflegefachmann", denn die Ausbildung wird vereinheitlicht. Am 13. Januar berät das Bundeskabinett über den vorliegenden Gesetzentwurf. Während Ärzte die generalisierte Pflegeausbildung heftig kritisieren, hat die Diakonie RWL lange dafür gekämpft. Referentin Heidemarie Rotschopf erklärt, warum.

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Portrait Hannelore Böhnke-Bruns
11. Januar 2016

Wechsel zum Sozialwerk St. Georg

Hannelore Böhnke-Bruns verlässt Diakonie RWL

Die Leiterin des Geschäftsbereiches Pflege, Alten- und Behindertenarbeit, Frau Hannelore Böhnke-Bruns, verlässt auf eigenen Wunsch zum 29. Februar 2016 die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe. Ab 1. März 2016 wechselt sie als Geschäftsführung zum Sozialwerk St. Georg und wird dort im Unternehmensbereich Westfalen Süd unter anderem für die stationären Wohnangebote zuständig sein.

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Alte Menschen, zum Teil im Rollstuhl, auf dem Weg durch einen Park
13. November 2015

Pflegestärkungsgesetz II

Mehr Leistungen für Pflegebedürftige

Das Pflegestärkungsgesetz II setzt den lange auch von der Diakonie RWL geforderten neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff um. Der Bundestag hat das neue Gesetz am Freitag beschlossen. „Diese Reform nützt insbesondere den Pflegebedürftigen und ihren Familien, denn das neue Gesetz erfasst besser den Unterstützungsbedarf der Pflegebedürftigen", sagte Frauke Bußkamp von der Diakonie RWL. "Über die Leistungshöhe entscheidet, was jemand noch selbst kann und wo er unterstützt werden muss.“

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Portrait
22. September 2015

Pflegereform

Verlierer sind die Heimbewohner

Es soll einen Paradigmenwechsel in der Pflegepolitik ermöglichen: das sogenannte Pflegestärkungsgesetz II. Am kommenden Freitag beraten Bundestag und Bundesrat über die zweite Stufe der Pflegereform, die die bisherigen Pflegestufen auf fünf Pflegegrade erweitert. Dies bringt vor allem für Demenzkranke deutliche Verbesserungen. Doch es gibt auch Verlierer. Dazu gehören die Heimbewohner. Die Diakonie RWL fordert für diese Gruppe Nachbesserungen am Gesetzentwurf.

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Bei der Pflegedokumentation
17. September 2015

Modellprojekt zur Pflegedokumentation

Weniger Bürokratie in der Pflege

Schon lange klagen Pflegekräfte über akribische Dokumentationen, die sie anfertigen müssen. Das raubt ihnen Zeit, die sie eigentlich für die Pflege der Patienten brauchen. Die Diakonie RWL testet gerade ein bundesweites Projekt zur Vereinfachung der Pflegedokumentation. Am 18. September ziehen die Koordinatoren der Wohlfahrtsverbände in NRW eine erste Bilanz. Referentin Katja Alfing stellt dabei die Erfahrungen der diakonischen Einrichtungen vor.

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7. September 2015

Ambulant Betreutes Wohnen

Konsequenter für die Rechte der Klienten eintreten

Leistungen des Ambulant Betreuten Wohnens ermöglichen Menschen mit Behinderungen und psychisch Kranken Hilfe, damit sie selbstständig leben können. Die Landschaftsverbände in Rheinland und Westfalen versuchen verstärkt bei den Kosten der Eingliederungshilfe zu sparen, auch im Ambulant Betreuten Wohnen. "Rechte von Menschen mit Behinderungen und psychischer Erkrankung werden  eingeschränkt", kritisierte Diakonie RWL-Referentin Andrea Spanuth jetzt auf einer Fachtagung.

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31. August 2015

Ambulante Pflege

Den Alltag erleichtern

Die Pflegereform 2015 stärkt niedrigschwellige Hilfe- und Betreuungsangebote für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige. Das sind Unterstützungsleistungen, die von der Pflegekasse erstattet werden können. Unternehmensberater Thomas Sießegger ermunterte auf einer Fachtagung in Bochum die ambulanten Pflegedienste, entsprechende Angebote von Freizeitgestaltung bis Hilfe im Haushalt in die Angebotspalette zusätzlich zu den Pflegeleistungen aufzunehmen.

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Dekoration auf Beistelltisch: Blume, kleine Gedenktafel
28. August 2015

Hospiz-und Palliativprojekt

Sterben in Würde

Wer heutzutage in ein Seniorenheim kommt, ist meist über 80 Jahre alt und lebt dort bis zu seinem Lebensende. Trotzdem sind die meisten Einrichtungen weder finanziell noch personell für eine gute Sterbebegleitung ausgestattet. Auch das neue Hospiz- und Palliativgesetz berücksichtigt die Altenheime kaum als würdevolle Sterbeorte. Dabei könnten sie genau das sein, wie ein Projekt in Wuppertal zeigt.

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15. Juli 2015

Telefonischer Besuchsdienst

„Da fragt mal jemand, wie es mir geht“

Deutschland wird immer älter. Laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung wird die Zahl der über 80-jährigen Menschen bis 2030 um über 47 Prozent zunehmen. Die meisten möchten so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen. Damit das klappt, bietet das Diakonische Werk im Kirchenkreis Leverkusen seit 2010 einen telefonischen Besuchsdienst an. Ein Projekt, das Schule machen könnte.

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Portrait
2. Juli 2015

Hospiz- und Palliativgesetz

Reform mit Regelungslücken

Der Entwurf der Bundesregierung zu einem neuen Hospiz- und Palliativgesetz sieht mehr Mittel für spezialisierte Einrichtungen wie Hospize und Palliativstationen vor. Die Pflegeheime und die ambulanten Pflegedienste werden gesetzlich zur Sterbebegleitung verpflichtet. Geld wird dafür allerdings nicht erübrigt. Bezahlt werden sollen lediglich zusätzliche Beratungsangebote. Die Diakonie RWL fordert nun abgestimmte Korrekturen an beiden Gesetzentwürfen.

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Reisegruppe
1. Juli 2015

Sommergespräch mit Diakonie-Reiseleiter Jörg Lange

„Wir fördern Gemeinschaft auf Zeit“

Sommerzeit ist Reisezeit. In der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe gibt es viele Einrichtungen und Angebote, die für Erholung, Spaß und Gemeinschaft in der Ferienzeit sorgen. Jede Woche stellen wir nun im Gespräch ein gutes Beispiel diakonischer Hilfen vor. Unter dem Motto „Ferien für die Seele“ organisiert Religionspädagoge Jörg Lange vom Diakonischen Werk im Kirchenkreis Herford Senioren- und Familienfreizeiten sowie Studienreisen. Mit Erfolg. Die Nachfrage ist hoch.

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12. Mai 2015

Internationaler Tag der Pflege

Dringend gebraucht: mehr Kollegen

Aus Anlass des Internationalen Tages der Pflege am 12. Mai startet die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden in NRW ihre landesweite "Initiative für eine gute Pflege heute und in Zukunft". Unter dem Motto "Wir für Sie" fordern die 124.000 Mitarbeitenden aus den ambulanten Diensten, Tagespflegeeinrichtungen und stationären Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege personelle Verstärkung.

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Portrait
2. April 2015

Abschaffung der Pflegenoten

Neue Prüfsysteme besser abstimmen

Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe begrüßt die geplante Abschaffung der Noten für Pflegeheime und ambulante Dienste. Es sei erfreulich, dass die Politik endlich auf die Kritik an den Pflegenoten reagiere, erklärt der Vorstand Christian Heine-Göttelmann am Donnerstag. „Ärgerlich bleibt dabei aber, dass die Mitarbeitenden in den Einrichtungen nun schon seit vielen Jahren mit einem Prüfsystem leben müssen, dessen Unzulänglichkeit von Anfang an bekannt war.“

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20. Januar 2015

50 Jahre Evangelisches Perthes-Werks

Müntefering für Ausbau der Palliativmedizin

Einen Ausbau der Palliativmedizin und zusätzliche Hospizeinrichtungen hat der frühere Vizekanzler und Sozialminister Franz Müntefering (SPD) gefordert. Menschen brauchten in der letzten Phase ihres Lebens umfassende Begleitung, betonte der SPD-Politiker beim Festakt zum 50-jährigen Bestehen des Perthes-Werkes in der Kamener Stadthalle. Das Thema Sterben werde in der heutigen Gesellschaft viel zu sehr verdrängt, kritisierte Müntefering.

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Laurentia-Spiel im Plenum
21. März 2014

Tagung zur Beziehungsgestaltung

Humor in der Pflege - geht das?

Menschen, die an einer Demenzerkrankung leiden, brauchen besondere Formen der Ansprache. Der Evangelische Fachverband für Altenarbeit RWL hat in Zusammenarbeit mit Mitgliedseinrichtungen eine Reihe von kreativen Ideen zusammengetragen und auf einer Fachveranstaltung in Gelsenkirchen vorgestellt.  Es ging dabei um Humor, Musik, Bewegung, basale Stimulation, Licht und Farbe, Riechen und Schmecken.

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Dr. Daniele Grobe, Petra Grobusch, Ulrich Christofczik, Katja Alfing, Franz Müntefering, Günter Garbrecht
24. Januar 2014

Krisenbewältigung im Alter

Projekt "Lebenslinien" legt Ergebnisse vor

Viele Suizide älterer Menschen lassen sich verhindern, wenn ältere Menschen in Lebenskrisen sensible Ansprechpartner und bessere Unterstützung finden. Wie eine bessere Krisenhilfe für Ältere organisiert werden kann, hat die Diakonie RWL mit Unterstützung der Stiftung Wohlfahrtspflege in einem dreijährigen Praxisprojekt erprobt. Die Erfahrungen und Ergebnisse wurden nun am 21. Januar auf einer Tagung in Düsseldorf vorgestellt.

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