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31. März 2011

"Perspektiven der Diakonie im gesellschaftlichen Wandel"

Expertise zu Zukunftsfragen der Diakonie vorgelegt

Buchcover

Becker, Uwe (Hg.): Perspektiven der Diakonie im gesellschaftlichen Wandel. neukirchener theologie Verlag, 2011.
Kompletter Inhalt der Expertise als PDF

"Perspektiven der Diakonie im gesellschaftlichen Wandel" heißt eine Expertise der Diakonie, die am 31. März von Dr. Uwe Becker auf der Diakonischen Konferenz des Diakonischen Werkes der EKD präsentiert wurde. Die im Auftrag der Delegiertenversammlung erstellte Analyse beschreibt maßgebliche Trends der gesellschaftlichen Entwicklung und ihre Herausforderungen für die Diakonie. Diskutiert werden u. a. Folgen der Ökonomisierung des Sozialen, der Einfluss des europäischen Wirtschaftsrechts auf diakonische Tätigkeitsfelder, das kirchliche Arbeitsrecht und die Zukunft des "Dritten Weges". Das Autorenteam stammt aus Wissenschaft und diakonischer Praxis. Geleitet wurde die Arbeit der Expertengruppe von Dr. Uwe Becker, Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe.


Dr. Uwe Becker erklärt an Beispielen, um was es in der Expertise geht: "Hat die Theologie in der Diakonie Richtlinienkompetenz oder ist sie satzungstheologische Ästhetik ohne Anwendungsrelevanz? Wie können wir dem Widerspruch entgehen, arbeitsmarktpolitisch zu produzieren, was wir sozialpolitisch kritisieren?" Oder auch: "Gefährdet die Ökonomisierung des Sozialen die Einheit der Diakonie?".

 

Dr. Uwe Becker

 

Auftakt für innerdiakonischen und innerkirchlichen Dialog

"Die erarbeiteten Thesen, Szenarien und Lösungsmodelle dienen nicht nur der innerdiakonischen und innerkirchlichen Verständigung. Sie sollen auch den Dialog mit anderen Gruppen und Organisationen, die den gesellschaftlichen Wandel mitgestalten, fördern", sagt Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier. "Die Expertise will Antworten geben auf die Frage, wie die Diakonie ihrer Bindung an die biblischen Grundlagen, ihrer Identität, ihres Auftrags und ihrer kirchenrechtlichen Verankerung gerecht werden und sich gleichzeitig in einem jeweils spezifischen Kontext den Herausforderungen der Gegenwart stellen kann."

Johannes Stockmeier

Inhalte aus der Expertise sollen in diesem Jahr auf Veranstaltungen der Diakonie diskutiert werden. Ergänzend wird eine strukturierte Online-Diskussion angeboten, die von der Diakonie RWL in Kooperation mit dem Bundesverband vorbereitet wird. Ab September werden im Fachinformationsdienst des DW EKD in regelmäßiger Folge ausgewählte Thesen aus der Expertise vorgestellt, die dann kommentiert und bewertet werden können (http://fachinformationen.diakonie-wissen.de).

"Wenn Sie den Text gelesen haben, so ist der Zweck insbesondere dann erfüllt, wenn es bei Ihnen auch Widerstand, gegenteilige Meinung oder hier und da eine andere Sichtweise eröffnet hat - denn natürlich soll dieses Buch auch pro-vozieren, im wörtlichen Sinne also etwas hervorrufen, nämlich Ihre Meinung, Ihre Erfahrungen und Ihre Äußerungen" - so Dr. Uwe Becker bei der Präsentation der Expertise in Berlin.

"Nur wenn sich viele Menschen, Dienste und Einrichtungen beteiligen, können wir die Realität der sozialen Arbeit erfassen und daraus ableiten, wie sich die Diakonie national und europäisch weiterentwickeln kann und will. Ziel ist die Erarbeitung einer Agenda, die konkrete Umsetzungsschritte in einem festgelegten Zeitrahmen ermöglicht", erklärt Diakonie-Präsident Stockmeier.

 

Die Autorinnen und Autoren der Expertise: Dr. Uwe Becker, Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Prof. Dr. Michael Buestrich, Michael Conty, Ingo Dreyer, Prof. Dr. Johannes Eurich, Kerstin Griese, Prof. Dr. Hans Michael Heinig, Prof. Dr. Ernst-Ulrich Huster, Kirchenrätin Susanne Kahl-Passoth, Prof. Dr. Jochen-Christoph Kaiser, Klaus-Dieter Kottnik, Dr. Moritz Linzbach, Uwe Schwarzer, Dr. Lothar Stempin, Dr. Wolfgang Teske.

 

 

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