EU-Info 2 / 2012

Oktober 2012

Inhalt

1.  "PROGRESS"-Programm: Aufruf im Bereich Bildung und Beschäftigung  
2.  Programm für Lebenslanges Lernen:  

  •  Informationsveranstaltungen  in  Berlin  (30.  Oktober  2012),  Bonn  (23. Oktober 2012) und Brüssel (12. November 2012)
  •  Antragsfristen  
  •  Nationale Prioritäten und Bestimmungen

3.  Europa für Bürgerinnen und Bürger: Aktion 2 - Zivilgesellschaft  
4.  Europäischer Flüchtlingsfonds (Ausschreibung)
5.  Programm JUGEND IN AKTION - Hinweis zur Antragstellung – Verwendung von PDF-Antragsformularen zum 01.10.2012
6.  Programm rückenwind – Für die Beschäftigten in der Sozialwirtschaft
7.  Fachtagung  "Grenzüberschreitende  Mobilität  als  Lernort  und  die  Dimensionen
seiner Anerkennung"
8.  Die Politik der Europäischen Union zur Integration und Förderung der Roma  
9.  Eckpunkte EU-Strukturfonds/Europäischer Fonds für Regionalentwicklung:
Stellungnahme der Landesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW
10.  BAG Freie Wohlfahrt Österreich und BAG Freie Wohlfahrtspflege Deutschland:
Gemeinsame Erklärung zum Partnerschaftsprinzip in den EU-Strukturfonds

EU-Info 2 / 2012


EU-Info 1 / 2012

August 2012

In eigener Sache

Nun liegt die erste Nummer des EU-Infos der Diakonie RWL vor. Mit dem EU-Info wollen wir den Mitgliedern und Freunden der Diakonie RWL zeitnah und prägnant Informationen über Fördermöglichkeiten der EU und angrenzende Themenfelder liefern. Das EU-Info Diakonie RWL tritt damit die Nachfolge des Infogramm an, das nach der Neustrukturierung der Europaarbeit in der Diakonie RWL nicht mehr erscheint.

Wir hoffen, mit diesem neuen Angebot einen Beitrag zur Nutzung von EU-Fördermöglichkeiten liefern zu können und zugleich einen kleinen Einblick in die vielfältigen für die Diakonie wichtigen EU-Aktivitäten geben zu können.

Für Fragen, positive und kritische Anmerkungen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für eine interessante Lektüre
Helmuth Schwarz  und Eva Sandten

Information der Diakonie RWL: Neue Struktur der Europaarbeit in der Diakonie RWL

Programm Jugend in Aktion - Förderung von Innovation und Qualität

Die Europäische Kommission hat zwei Aufrufe zur Einreichung von Anträgen im Programm "Jugend in Aktion" veröffentlicht:
Im Rahmen der Unteraktion 4.4 - "Projekte zur Förderung von Innovation und Qualität" können Projekte gefördert werden, die neuartige und hochwertige Ansätze für die außerschulische Bildung und Jugendarbeit entwickeln (Ende Antragsfrist: 3. September 2012)
Im Rahmen der Unteraktion 4.6 - "Unterstützungssysteme für junge Menschen"  können Projekte gefördert werden, die darauf hinwirken, langfristig mehrere Maßnahmen des Programms "Jugend in Aktion" zu verbinden (Ende Antragsfrist: 17. September 2012)

Mehr zum EU-Programm "Jugend in Aktion"

Programm Jugend in Aktion: Seminar für die Projektorganisation von Jugendbegegnungen in Bielefeld

"Tatort: Jugendbegegnungen" findet diesmal vom 23. bis 26. Oktober 2012 in Bielefeld statt. Eingeladen sind Organisatoren und Organisatorinnen von internationalen Jugendbegegnungen. Ziel ist die selbständige und verantwortliche Koordination des Planungs- und Umsetzungsprozesses einer internationalen Jugendbegegnung.

Mehr zum Seminar in Bielefeld

Programm für Lebenslanges Lernen - Grundtvig: Zweite Anmelderunde für Studienbesuche für Bildungs- und Berufsbildungsfachleute und Entscheidungsträger

Bis zum 12. Oktober 2012 haben Bildungs- und Berufsbildungsfachleute sowie Entscheidungsträger die Möglichkeit, sich zu einem Studienbesuch anzumelden. Dieser soll im Zeitraum von März bis Juni 2013 stattfinden.

Die Einladung richtet sich unter anderem an leitende Personen von allgemeinen und beruflichen Aus- und Weiterbildungseinrichtungen, Beratungszentren, Lehrkräfteausbilderinnen und -ausbilder wie auch Bildungs- und Berufsberaterinnen und -berater. Sie alle haben gemeinsam, dass sie als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für Lernen und Innovation wirken können.

Mehr zu den Studienbesuchsprogrammen

EU-Haushalt 2014 - 2020

Die Gestaltung des EU-Haushaltes für die Jahre von 2014 bis 2020 beeinflusst ganz erheblich alle EU-Förderbereiche.
Die bisher von der EU-Kommission geforderte Finanzausstattung wird von vielen Mitgliedsstaaten, u. a. auch von Deutschland, als zu hoch abgelehnt. Diese fordern eine Obergrenze, die unter 1% des BIP der EU liegt.
Daher sind zurzeit auch genaue Angaben zum Volumen der  EU-Strukturfonds nicht möglich.
Sicher ist nur, dass es in allen Förderbereichen, also auch in den Programmen Jugend, Leonardo und Grundtvig nicht mehr Finanzmittel geben wird. Klarheit dürfte es erst im kommenden Jahr geben, wenn sich das EP und der Rat der EU einigen müssen.


EP Sozialausschuss setzt sich für Bekämpfung gegen Armut ein und sieht im ESF mehr Mittel dafür vor

Am 5. Juli 2012 ist im Sozialausschuss das Verhandlungsmandat des EP für die Verordnung für den Europäischen Sozialfonds (ESF) abgestimmt worden.

Mehr zum Ergebnis der Abstimmung

Regionalausschuss des EP will Rückschritt bei Partnerschaft mit NGO und Zivilgesellschaft

Während in der EU bei jeder Gelegenheit die bedeutende Rolle des zivilgesellschaftlichen Sektors betont wird, hat der Regionalausschuss des EP mit den Stimmen der EVP, der S&D Fraktion und der ALDE gegen die Grünen bei den Beratungen zur neuen Allgemeinen Verordnung die ab 2014 den Einsatz der Strukturfonds regeln soll, eine Verschlechterung der Partizipationsmöglichkeiten beschlossen.
Während der Vorschlag der Kommission vorsah, dass Wirtschafts- und Sozialpartner, NGOs und zivilgesellschaftliche Organisationen frühzeitig und umfassend sowohl in den Abschluss der Partnerschaftsvereinbarung wie auch in die Ausgestaltung der Operationellen Programme einbezogen werden sollten, sieht der Beschluss des Regionalausschusses vor, dass regionale und lokale Behörden eine bevorzugte Partnerschaft genießen sollen, während die anderen Organisationen an den Katzentisch verbannt werden.

Aus der BAG Freie Wohlfahrtspflege verlautet, dass man dort diesen Beschluss nicht hinnehmen wird. Es soll versucht werden, im Plenum des Parlaments und im Rat der EU auf Veränderungen  hinzuwirken.


Freie Wohlfahrtspflege aktiv in Vorbereitung auf neue Förderphase der EU-Strukturfonds

Sowohl auf der Bundesebene wie auch in den Ländern beginnt die heiße Phase der Vorbereitung auf die Förderphase ab 2014.
Auf Bundesebene, aber auch in vielen Bundesländern, hat die FW bereits erste Stellungnahmen abgegeben, so auch in NRW.

Im Mittelpunkt stehen dabei Forderungen nach einer angemessenen Berücksichtigung der Themen Armutsbekämpfung und Teilhabe, Soziale Eingliederung und Beschäftigungsfähigkeit sowie Förderung der Sozialwirtschaft.

Die BAG Freie Wohlfahrtspflege hat darüber hinaus eine Handreichung zur Berücksichtigung sozialer Indikatoren erstellen lassen.
Die Kurzfassung der Handreichung sowie weitere Informationen sind über das Europareferat bei der Diakonie RWL zu beziehen.


Fördermittelberatung bei EKD und DW EKD in Brüssel

Seit einigen Monaten gibt es für Mitglieder der Diakonie die Möglichkeit, sich in Brüssel über Fördermöglichkeiten beraten zu lassen.
Die Fördermittelberatung ist dem Brüsseler Büro der EKD angegliedert und wird gemeinsam mit dem Brüsseler Büro des Diakonischen Werkes der EKD betrieben.

Das Büro berät insbesondere zu Programmen, die durch die EU-Kommission verwaltet werden (Grundtvig, Leonardo, Jugend in Aktion u. a.). Vereinbart ist, dass eine Beratung von Mitgliedern der Diakonie RWL in Abstimmung mit dem Europareferat erfolgt.

Weitere Informationen zum Angebot des Büros

EU-Newsletter des DW EKD

Mitglieder der Diakonie haben die Möglichkeit, den Europa-Newsletter des Diakonischen Werks der EKD zu beziehen. Neben Informationen zu Förderprogrammen enthält der EUFIS-Newsletter Informationen zu europapolitischen Themen, die für Diakonie und Wohlfahrtspflege relevant sind.
Interessenten können sich an das Brüsseler Büro () des Diakonischen Werkes der EKD, Frau Wegener ( )wenden.