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Dossiers und Debatten

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Gute Diakonische Vorsätze 2016

Mit Sekt und Silvester kommt für viele Menschen auch ein Motivationsschub: Neues Jahr, neues Glück - auf in die nächste Runde, schlanker, entspannter oder sparsamer zu leben. Doch gute Vorsätze können auch anders aussehen. Wir haben einige Mitarbeitende diakonischer Werke und Einrichtungen gefragt, was sie tun möchten, damit unsere Welt 2016 etwas besser und menschlicher wird.


"Am Begriff der Freiheit orientieren"

Portraitfoto: Christian Dopheide

Christian Dopheide leitet die Stiftung Hephata. Schon seit über 150 Jahren engagiert sie sich für Menschen mit Lernschwierigkeiten. Vor gut zwanzig Jahren hat die Stiftung begonnen, ihre großen Anstaltsgebäude aufzulösen und kleine Wohngemeinschaften zu schaffen. Die rund 2.400 Mitarbeitenden betreuen mehr als 3.000 behinderte Menschen an 36 Orten in NRW. „Wir wollen 2016 entdecken, was der Begriff Freiheit für uns bedeutet“, erklärt Christian Dopheide.

Christian Dopheide: Am Begriff der Freiheit orientieren

"Die Gesellschaft zusammenhalten"

Thorsten Nolting

Seit 13 Jahren leitet Thorsten Nolting die Diakonie Düsseldorf als theologischer Vorstand. Unter dem Motto "Wir leben Nächstenliebe. Wir gestalten Zukunft" engagieren sich 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Menschen in ihrer Stadt. Darunter befinden sich derzeit über 3.400 Flüchtlinge. Ihre Integration darf nicht zu Lasten anderer bedürftiger Gruppen gehen, meint Thorsten Nolting.

Thorsten Nolting: "Die Gesellschaft zusammenhalten"

"Trauerbegleitung tut dringend not"

Annedore Methfessel

Vor knapp 17 Jahren gründete Pfarrerin Annedore Methfessel den Verein für Trauerarbeit in Hattingen. Seit 2007 ist der Verein auch in Wuppertal aktiv. Unter dem Titel "traurig-mutig-stark" bietet er verschiedene Gesprächsgruppen für trauernde Menschen an, unterhält ein Trauercafé und bildet ehrenamtliche Helfer aus. "Es braucht einfach Menschen, die Trauernde unterstützend und gut begleiten", betont Annedore Methfessel. 2016 startet der Verein ein interkulturelles Trauerprojekt für Flüchtlingskinder.

Methfessel: Trauerbegleitung tut dringend not

"Die Gesellschaft humaner gestalten"

Klaus Graf

Klaus Graf ist Geschäftsführer der Evangelischen Jugendhilfe Godesheim, die knapp 400 Mitarbeitende im Großraum Köln beschäftigt. Derzeit betreut der diakonische Kinder- und Jugendhilfeverband rund 100 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. "Das große Ziel sollte sein, unsere Gesellschaft humaner zu gestalten. Dafür gehört für mich, an der Integration der vielen Flüchtlinge mitzuwirken", sagt Klaus Graf.

Klaus Graf: Die Gesellschaft humaner gestalten

"Mehr Würde für behinderte Menschen in der Mongolei"

Tuvshinjargal Darkhijav

Tuvshinjargal Darkhijav kommt aus der Mongolei und macht ein freiwilliges soziales Jahr in Deutschland. Die 29-jährige Germanistin möchte gerne eine Ausbildung zur Heilpädagogin machen. In Deutschland will sie lernen, wie Menschen mit Behinderung ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben führen können. "Alle meine Erfahrungen werde ich mit in die Mongolei nehmen", sagt sie.

Tuvshinjargal Darkhijav: "Mehr Würde für behinderte Menschen in der Mongolei"

"Den Menschen in den Blick nehmen"

Markus Wixmerten

Markus Wixmerten ist seit dem 1. Juli 2015 bei der Diakonie RWL beschäftigt. Der Diplom-Pflegewirt hat in der Diakonie RWL die betriebswirtschaftliche Beratung für Einrichtungen in der Altenhilfe neu gebündelt und leitet das neue Beratungszentrum Betriebswirtschaft. "Ich erhoffe mir, dass es uns gelingt, die Einrichtungen und Dienste so zu unterstützen, dass sie ihren diakonischen Auftrag wahrnehmen können", betont er. Für ihn ist wichtig, dabei den Menschen im Blick zu behalten.

Markus Wixmerten: "Den Menschen in den Blick nehmen"

"Im Stress gelassen und geordnet sein"

Katharina Loves

Katharina Loves gehört zu den Bundesfreiwilligen, die von der Diakonie RWL begleitet werden. Sie arbeitet in einer diakonischen Einrichtung für Menschen mit chronischen Behinderungen in Wülfrath. "Ich möchte gerne im Stress gelassener sein, um die Menschen, die unfreundlich zu mir sind, besser wahrzunehmen", sagt die 32-jährige Freiwillige. Was ihr dabei hilft? Ukulele spielen.

Katharina Loves: "Im Stress gelassen und geordnet sein"