
Teilnehmer der Skifreizeit am Hang
Am 11. Februar 2011 starteten 18 junge Menschen aus dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) der Diakonie RWL mit 6 Menschen mit geistiger Behinderung zu einer Skifreizeit nach Kappl in Österreich.
Im Skilaufen schon fortgeschrittene junge Frauen und Männer aus dem Freiwilligen Sozialen Jahr hatten die Möglichkeit, beim gemeinsamen Erleben im Schnee ohne Pflege- und Betreuungsaufgaben neue Perspektiven zum Thema Behinderung zu entwickeln. Neben Spaß und Freude beim Skilaufen ging es insbesondere um die gegenseitige Begegnung von nichtbehinderten und behinderten Menschen. Denn beim Skilaufen geht es nicht nur um das individuelle Erlernen bestimmter Techniken des Skisports, sondern vielmehr um das Skifahren als Bestandteil eines Gruppen-, Natur- und Bewegungserlebnisses.
In der Faultierfarm, einem Selbstversorgerhaus, angekommen, musste zunächst das Leben vor Ort organisiert werden, denn es stand nicht nur das gemeinsame Skilaufen auf dem Programm, sondern auch die selbstständige Versorgung. Eingeteilt in gemeinsame Küchendienste wurde Integration also in allen Lebensbereichen "gelebt". Durch Skiunterricht tagsüber wurde in kleineren Gruppen das Können aller verbessert. Abwechselnd bekamen die Freiwilligen die Möglichkeit, beim Skiunterricht der behinderten Menschen zu helfen, um so Erfahrungen in Methodik und Didaktik des Skilehrens zu sammeln. Dies verhalf am Ende allen zu Höchstleistungen und einfachere Pisten wurden problemlos bewältigt. Aber auch in der Freizeit gab es reichlich Gelegenheit zum gemeinsamen Erleben. Bei Spieleabenden, Singstar oder auch beim Aprés-Ski zeigten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer große Freude am gemeinsamen Beisammensein und zum Abschied flossen sogar Tränen. Am 18. Februar 2011 machten sich alle mit vielen Erlebnissen im Gepäck wieder auf die Heimreise.