Wer berät mich in Erziehungsfragen?
Wer informiert mich über die Fördermöglichkeiten für mein Kind oder gibt Hilfestellung zum Übergang von der Schule in einen Beruf?
Wer kann Ansprechpartner für eine familiäre Unterstützung oder bei gesundheitlichen Themen sein?
Gerade für Menschen, die nicht in Deutschland aufgewachsen sind, ist es schwierig, die sozialen Sicherungssysteme und ihre Institutionen zu durchschauen.
Das Projekt „Stadtteilmütter in NRW – Aktiv für Arbeit und Integration“ unterstützt Familien mit Migrationshintergund in ausgewählten Stadtteilen in Essen, Dortmund und Bochum durch den Einsatz der Stadtteilmütter.
Die insgesamt 55 Stadtteilmütter sind qualifiziert in den Themen Ausbildung und Arbeit, Erziehung und Gesundheit. Sie informieren die besuchten Familien und sind offen für die Fragen zu diesen Themen. Die Stadtteilmütter kennen die vorhandenen Dienste und Angebote im Stadtteil und arbeiten im Netzwerk mit diesen zusammen. So können Sie die Familien an die richtigen Anlaufstellen heranführen und ihnen praktische Hilfen nahe bringen.
Die Tätigkeit als Stadtteilmutter umfasst folgende Schwerpunkte in der Übersicht:
- Sie informieren Familien mit Migrationshintergrund in den Bereichen Erziehung, Gesundheit, Bildung und Arbeit.
- Sie stellen den Familien verschiedene Beratungsstellen und Dienste, Behörden der Kommune, der Jobcenter, der Bundesagentur für Arbeit und deren Dienstleistungs- und Hilfsangebote vor.
- Sie arbeiten aktiv in den vorhandenen Netzwerken vor Ort mit, um mehr Zugänge zu den Angeboten und Diensten zu schaffen.
Die Stadtteilmütter haben einen ähnlichen Hintergrund wie die besuchten Familien, so ist ein vertrauensvoller Kontakt möglich. In ihrer Vorbildfunktion ermutigen sie die Familien, selbstbewusster ihren Weg in Deutschland zu gehen und die nachhaltige Integration der eigenen Kinder aktiv mitzugestalten.