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Schulen

Förderschulen / Berufskollegs / Fachschulen

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es neben den öffentlichen Schulen eine Vielzahl von allgemein- und berufsbildenden Privatschulen, welche in der Regel eine besondere konfessionelle oder weltanschauliche Prägung haben. Bei den nordrhein-westfälischen Privatschulen wird zwischen Ersatzschulen und Ergänzungsschulen unterschieden. Ersatzschulen bieten dieselben Schulformen sowie gleichwertige Lehrinhalte und Schulabschlüsse an, wie die öffentlichen Schulen. Zudem wird durch den Besuch einer Ersatzschule die gesetzliche Schulpflicht erfüllt. Alle übrigen Privatschulen sind Ergänzungsschulen.

Die Schulen in diakonischer Trägerschaft verstehen sich als Alternative zum öffentlichen Schulwesen und ergänzen dieses. Ihre Stärke liegt u.a. darin, dass sie sich von den öffentlichen Schulen auf Grund ihres christlich geprägten Schulprofils abgrenzen und Dank kleinerer Verwaltungseinheiten (schulisch) auf veränderte Anforderungen aus der Schülerschaft flexibler und damit schneller reagieren können.

In Nordrhein-Westfalen gibt es 35 Förderschulen und Schulen für Kranke sowie 14 Berufskollegs, welche als Ersatzschulen in diakonischer Trägerschaft geführt werden. Hinzu kommen Förderschulen und zwei Fachschulen für Sozialwesen in Rheinland-Pfalz.

Bei den Förderschulen und Schulen für Kranke liegen die sonderpädagogischen Förderschwerpunkte auf den Bereichen „Lernen“, „emotionale und soziale“, „geistige“ und „körperliche und motorische“ Entwicklung. Die Förderschulträger, welche sich in der „AG Förderschulen in NRW“ bzw. in der „AG Förderschulen Rheinland" zusammengeschlossen haben, sind in der Regel zugleich Träger von Einrichtungen der Jugend- und/ oder der Behindertenhilfe etc., so dass sich eine vielfältige Vernetzung von Hilfen schon aufgrund der Trägerstruktur ergibt.

Die Träger der Berufskollegs/ Fachschulen sind ebenfalls in der Regel auch Träger von weiteren Einrichtungen wie z.B. Krankenhäusern, Altenheimen oder der Erziehungshilfe. Auch hier ermöglicht diese Struktur eine optimale Vernetzung u.a. auch bei Berufspraktika.  Der Zusammenschluss der westfälisch/lippischen Träger erfolgt in dem „Arbeitskreis Berufskollegs Westfalen/Lippe“, die rheinischen Träger von Berufskollegs und Fachschulen für Sozialwesen haben sich in der „AG Berufskollegs und Fachschulen im Rheinland" zusammengeschlossen.

Eine Besonderheit stellen die „Förderberufskollegs“ dar, welche eine sonderpädagogische Förderung im beruflichen Bereich ermöglichen. Sie beschulen zumeist Jugendliche, die in speziellen Einrichtungen wie BBWs ausgebildet werden oder einer speziellen schulischen Vorförderung bedürfen.

Der Diakonie RWL e.V. unterstützt die Schulträger und die Schulleitungen insbesondere in Fragen des (Ersatz-)Schulrechts, vor allem zur Ersatzschulfinanzierung, zudem in fachlichen Fragestellungen, insbesondere zur Weiterentwicklung der Fachlichkeit. Die Vernetzung zum evangelischen Büro und zu den Schuldezernaten der Landeskirchen wird gesichert, zudem über die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen zu weiteren Privatschulträgern in NRW u.a. zu den Bistümern des Landes. Darüber hinaus erfolgt die Begleitung der an dem Erprobungsversuch des Landes zur „Vollkostenpauschalierung“ teilnehmenden Träger und die Sicherung der Ergebnisweitergabe an die nicht teilnehmenden Schulträger. Aufgabe ist weiterhin die allgemeine Interessenvertretung gegenüber Gesetzgebung, Behörden wie z.B. dem MSW und den Bezirksregierungen, und sonstigen Institutionen.